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Die Bloggertour auf der photokina 2014

photokina 2014

Alle zwei Jahre wird das Messegelände in Köln-Deutz zum place to be für alle Fotobegeisterten: Vorhang auf für die photokina, die weltgrößte Fotomesse. Offiziell beginnt die photokina erst morgen, ich hatte jedoch die Gelegenheit, schon heute im Rahmen des Pressetags an der Bloggertour teilzunehmen.

Auf der photokina 2014

Auf der photokina 2014

Um zwei Uhr sollte es im Pressezentrum Nord losgehen. Bis alle der etwa 40 Anwesenden einen Kopfhörer erhalten hatten und dieser denn auch bei allen funktionierte, dauerte es allerdings noch ein wenig. Grundsätzlich finde ich die Idee ja gut, dass man den Guide über Kopfhörer hört und dieser nicht wer weiß wie gegen die Umgebungslautstärke brüllen muss. Leider war die Tonqualität stellenweise jedoch ziemlich bescheiden, sodass die Verbindung immer mal wieder abbrach und nur einzelne Wortfetzen ankamen. Unser Guide hat sich von der Crux mit der Technik aber nicht aus der Ruhe bringen lassen und unseren Rundgang sympathisch koordiniert. Thumbs up! :)

Zunächst ging es mit dem Bus zum Südeingang, denn das Messegelände ist ja doch recht weitläufig. Ausgestattet mit einem generellen Messekatalog sowie einem Handout für uns Blogger, klapperten wir dann der Reihe nach neun Aussteller ab: Sihl, Olympus, Epson, Zeiss, Cewe, video2brain, Whitewall, Polaroid und Lytro.

Blogger Relations? Fehlanzeige.

Bevor ich auf die einzelnen Aussteller näher eingehe, schon mal ein generelles Fazit: im Großen und Ganzen hat mich die Bloggertour leider enttäuscht.

Die Organisation seitens der photokina war top, keine Frage. Die Akkreditierung lief problemlos, die Mitarbeiter habe ich heute als durchweg sympathisch kennengelernt und bei der eigens eingerichteten Bloggerzone hat man sich auch nicht lumpen lassen.

Aber was war denn da mit den Ausstellern los? Bei den meisten der Stationen wurde einfach eine Produktpräsentation der Messeneuheiten abgespult. Nur einige der Produkte konnten wir selbst in die Hand nehmen und kurz ausprobieren. Das technische KnowHow der Präsentatoren fiel sehr unterschiedlich aus, mitunter blieben selbst grundlegende Fragen zum Produkt unbeantwortet.

Grundsätzlich hatte ich einfach nicht das Gefühl, als habe man sich mit der Thematik der Blogger Relations auseinandergesetzt. Was ist das denn für eine Chance für Unternehmen, wenn da gleich mehrere Dutzend neugierige, technikaffine Blogger auf einmal vor Ort sind! Blogger sind keine Fachjournalisten, die im Auftrag eines Magazins mehr oder weniger pflichtbewusst über Neuerscheinungen berichten. Blogger sind picky, suchen sich ihre Themen frei aus. Blogger erreichen ein ganz anderes Publikum als traditionelle Printmedien, sind Influencer. Wann habe ich denn das letzte Mal eine Fachzeitschrift gekauft? Bevor ich mir ein Produkt kaufe, informiere ich mich im Internet darüber, google nach Testberichten und nach Rezensionen. Und ausführlichen Tests auf Blogs vertraue ich dabei in der Regel mehr als weitestgehend anonymen Bewertungen.

Schade, dass man hier die Gelegenheit verpasst hat, proaktiv auf die Blogger zuzugehen, von sich aus mögliche Formen der Zusammenarbeit anzusprechen oder auch generell auf die Einstellung des Unternehmens in Bezug auf Social Media einzugehen.

Lobend hervorheben muss ich an dieser Stelle allerdings video2brain, die als einzige wirklich eine Präsentation für Blogger auf die Beine gestellt haben (dazu unten mehr)!

Die einzelnen Aussteller

Los ging’s mit Sihl, die Fototapeten und Kunstdrucke anbieten.

Sihl auf der photokina 2014

Sihl auf der photokina 2014

Bei Olympus wurde unter anderem die PEN vorgestellt, präsentiert von einem (fotogenen ;) ) Model.

Bei Olympus auf der photokina 2014

Bei Olympus auf der photokina 2014

Epson demonstrierte mit der Moverio BT-200 eine Brille, die – ähnlich wie Google Glass – spannende Möglichkeiten im Bereich Augmented Reality ermöglicht. Desweiteren wurden einige Scanner und Drucker vorgestellt sowie drei neu gelaunchte Uhren, auch wenn das mit dem Thema Fotografie jetzt nicht so wahnsinnig viel zu tun hatte. ;)

Die Moverio von Epson auf der photokina 2014

Die Moverio BT-200 von Epson auf der photokina 2014

Bei Zeiss gab es unter anderem das Otus 1.4/85 zu sehen, ein Spitzenobjektiv, was Aufnahmen von Mittelformat-Qualität verspricht und was ich morgen unbedingt selber ausprobieren möchte.

Das Otus 1.4/85 von Zeiss auf der photokina 2014

Das Otus 1.4/85 von Zeiss auf der photokina 2014

Mit Sitzgelegenheiten und Getränken erwartete man uns bei cewe, wo die beliebte Fotosoftware vorgestellt wurde. Witzig, dass der Präsentator dafür Fotos aus seinem Familienurlaub verwendete. ;) (Und ich habe gelernt, dass der Firmenname auf der zweiten Silbe betont wird, nicht auf der ersten.)

Beim Vortrag von cewe im Rahmen der Bloggertour auf der photokina 2014

Beim Vortrag von cewe im Rahmen der Bloggertour auf der photokina 2014

Als nächstes stand ein Vortrag von Calvin Hollywood an, der ja für video2brain regelmäßig Videotutorials dreht. Und “in echt” ist er noch sympathischer als in den Videos. ;) Calvin plauderte aus dem Nähkästchen, wie er sein Blog bekannt gemacht hat und gab etliche Tipps, die insbesondere für Blogneulinge hilfreich gewesen sein dürften.

Calvin Hollywood (video2brain) auf der photokina 2014

Calvin Hollywood (video2brain) auf der photokina 2014

Whitewall kannte ich vorher nicht, werde ich aber definitiv mal austesten: ein Fotolabor, das Drucke in Galerie-Qualität produziert. Hier gab es als Goodie übrigens einige hübsche Abzüge unter Acrylglas bzw. auf gebürstetem Alu zum Mitnehmen. :)

Abzüge von Whitewall auf der photokina 2014

Abzüge von Whitewall auf der photokina 2014

Bei Polaroid stellte man die quadratische kleine Actioncam Cube vor sowie eine neue Instant-Kamera, die Socialmatic. Letztere klingt spannend, alldieweil sie eine Brücke schlägt zwischen analoger und digitaler Fotografie: jedes Foto wird nicht nur als Papierabzug ausgegeben, sondern kann auch über Instagram & Co. geteilt werden. Veröffentlicht wird die Socialmatic jedoch erst in einigen Wochen.

Präsentation der Socialmatic von Polaroid auf der photokina 2014

Präsentation der Socialmatic von Polaroid auf der photokina 2014

Ziemlich viel Zeit verbrachte ich dann am Stand von Lytro, weil mich die dort präsentierte Kamera Illum ja dann doch ziemlich faszinierte: durch die Technik der Lichtfeldfotografie werden hier so viele Informationen mit aufgenommen, dass man im Nachhinein (!) den Fokuspunkt komplett verschieben oder auch die Perspektive wechseln kann. Das klappte auch bei den Testfotos, die wir am Stand machten, erstaunlich gut… definitiv eine spannende Sache!
Allerdings fürchte ich ja, dass ich dann mit dem Bearbeiten der Fotos gar nicht mehr fertig werden würde, wenn ich nach jedem Event nicht nur ein paar Hundert Bilder zu sichten habe, sondern auch noch quasi unbegrenzte Änderungsmöglichkeiten pro Foto bestehen… ;)

Die Lytro Illum auf der photokina 2014

Die Lytro Illum auf der photokina 2014

Die Bloggerzone

In Halle 9 war dann die letzte Station erreicht, die Bloggerzone. Neben ausreichend Sitzgelegenheiten und Steckdosen steht dort eine Blitzanlage zur Verfügung und – sehr cool – die Twitterwall 1.0. Mit Tafelfolie und Kreide, so richtig analog. Stylish! ;)

Die Twitter-Wall 1.0 auf der photokina 2014

Die Twitter-Wall 1.0 auf der photokina 2014

Die Twitter-Wall 1.0 auf der photokina 2014

Die Twitter-Wall 1.0 auf der photokina 2014

Bei einem Bierchen plauderte ich dann noch mit dem ein oder anderen Blogger und tauschte fleißig Visitenkarten aus.

In der Bloggerzone auf der photokina 2014

In der Bloggerzone auf der photokina 2014

Auf dem Rückweg zum Bahnhof durfte dann ein kitschiges Köln-Foto natürlich nicht fehlen… ;)

Kitsch as kitsch can - der gute alte Kölner Dom

Kitsch as kitsch can – der gute alte Kölner Dom

Morgen geht’s weiter…

… denn da werde ich den kompletten Tag auf der photokina verbringen und dann natürlich auch noch einmal berichten. :)

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Geschrieben von neontrauma

Hej! Ich bin Anne aka neontrauma, 27, wohne in Leverkusen & arbeite als Webdesignerin in Köln. Mein Herz schlägt für Fotografie & Webdesign, Sport, Hunde & den Besten... möchtest du mehr erfahren? Du findest mich übrigens auch auf Google+ (mein persönliches Profil), Google+ (neontrauma.de auf G+), Twitter und Instagram.

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Tschüß Filofax – hallo Moleskine

Moleskine-Kalender

So wirklich glücklich war ich mit meinem Filofax in letzter Zeit nicht.

Nach der anfänglichen Euphorie, endlich alle möglichen Infos und Zettel zusammen abheften zu können, hat sich im Laufe der Monate dann doch gezeigt, dass ich eigentlich nur den Kalender benutze. Für meine Blogstatistik wurde mir das Personal-Format schnell zu klein, und beim Notizenmachen störten mich dauernd die Ringe, weswegen ich dafür ja schon seit einiger Zeit das Midori Traveler’s Notebook nutze. Viel mehr hatte ich im Filofax auch nicht drin – und für die paar Kalenderseiten war mir der Filofax dann schlicht zu überdimensioniert.

Also… habe ich nach einer Alternative gesucht. Und bin bei Moleskine fündig geworden. :)

Moleskine-Kalender

Wochenkalender für 18 Monate

Nach einigem Hin und Her habe ich mich für einen Wochenkalender im Format A5 (“large”) entschieden.

Von außen kommt der Kalender im Moleskine-typischen schlichten Schwarz daher, zusammengehalten von einem Gummiband:

Moleskine-Kalender

Auf der Rückseite ist das Softcover dezent geprägt:

Moleskine-Kalender

Von Juli 2014 bis Dezember 2015 reicht das Kalendarium – sehr praktisch, wenn man im September einen neuen Kalender anfangen möchte. ;) Und hilfreich, wenn man eben auch jetzt schon Termine für das nächste Jahr planen kann, ohne dafür einen separaten Kalender führen zu müssen.

Kleines Manko: ich habe keinen Kalender gefunden, der von Dezember bis Juli geht. Anscheinend hat man also immer ein halbes Jahr Überlappung, was ich etwas unpraktisch finde. Hmm.

Moleskine-Kalender

Innere Werte

Die ersten paar Seiten beinhalten die kalender-typischen Infos zu Größentabellen, Zeitzonen und Vorwahlen, bei denen ich mich jedesmal frage, wer die eigentlich noch in seinem Kalender nachschlägt anstatt im Internet. ;)

Moleskine-Kalender

Außerdem gibt es Übersichtskalender für 2014, 2015 und 2016.

Moleskine-Kalender

Moleskine-Kalender

Die eigentlichen Kalenderseite zeigen immer eine Woche je Doppelseite: links die Tage, rechts Platz für Notizen.

Moleskine-Kalender

Diese Aufteilung war für mich letztlich ausschlaggebend für den Kauf. Ich schreibe mir ja immer viele To Do-Listen, und so kann ich Aufgaben entweder für die ganze Woche oder auch auf Höhe des jeweiligen Tages notieren, ohne dass die eigentlichen Termine dadurch untergehen würden.

Den Platz für die einzelnen Tage finde ich ausreichend bemessen.

Kugelschreiber scheinen leicht durch, was mich aber nicht weiter stört. Für Tinte ist das Papier aber definitiv zu dünn.

Moleskine-Kalender

Ganz hinten im Kalender befindet sich dann noch eine geräumige Papiertasche, in der lose Zettelchen verstaut werden können.

Beim Inspizieren fand ich darin auch gleich etwas vor – drei Bögen mit Aufklebern. :) Eine nette Idee, wobei ich die Hälfte der Motive vermutlich nicht brauchen werde und von den anderen nur relativ wenige Exemplare vorhanden sind. Anscheinend kann man die Sticker auch nicht nachkaufen.

Moleskine-Kalender

… und dann war da noch: myMoleskine

Auch bei Moleskine hat man den Trend erkannt, dass Kalender und Notizbücher zunehmend personalisiert werden.

Nach einer kostenlosen Registrierung bei myMoleskine hat man Zugriff auf einen erstaunlich umfangreichenden Community-Bereich.

Zum Inspirierenlassen lädt der Bereich “Artworks” ein, wo man einen Blick in hübsch gestaltete Moleskines werfen und auch seine eigenen Werke hochladen kann.

Unter dem Begriff “Hacks” finden sich dann etliche mal mehr oder weniger ausgefallene Modifizierungen der Moleskine-Bücher – da schlägt natürlich jedes DIY-Herz höher. :)

In der Sektion “Templates” stehen diverse Printables zur Auswahl, von “Ersatzseiten” über Cover-Artworks (Sleeves), Stadtpläne bis hin zu diversen Bastelvorlagen. Leider muss man sich hier auf gut Glück durch eine Liste von Dateinamen klicken, eine Vorschau habe ich vermisst.

Fazit
Dafür, dass ich ohnehin nur den Kalenderteil benutzt habe, war mir der Filofax zu sperrig. Mit dem Moleskine begleitet mich nun ein schmaler Kalender, der ausreichend Platz für Termine und To Do-Listen bietet. Praktisch finde ich dabei die Aufteilung der wöchentlichen Doppelseiten (links Kalender, rechts Notizen).

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Geschrieben von neontrauma

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Schreibst du gute Überschriften in deinem Blog?

Pimp your Blog - Tutorials auf neontrauma.de

Wenn man sich mit (Blog-)Marketing beschäftigt, dann gibt es einen Punkt, der immer und überall gepredigt wird: schreib bessere Überschriften!

In diesem Artikel erfährst du, warum du die Titel deiner Blogartikel näher unter die Lupe nehmen solltest, was eine gute Überschrift ausmacht und welche Überschriften-Tricks es gibt. :)

Wie wichtig sind Überschriften? Kommt es nicht auf den Content an?

Content is king! Das hört man immer wieder – gemeint ist, dass eine Webseite nur durch informative, umfassende und ansprechend aufbereitete Inhalte überzeugen kann. Sowohl in den Augen der Leser, die ja mit nur zwei Klicks schon zur nächsten Webseite über das gleiche Thema springen könnten, als auch in den Augen von Suchmaschinen.

Aber egal wie toll dein Artikel ist – der Titel ist das Erste, was ich als potentieller Leser davon zu sehen bekomme. Und wenn der vermuten lässt, dass mich das Thema nicht die Bohne interessiert, rufe ich den Beitrag natürlich gar nicht erst auf. Schade, wenn der Post selber dann eigentlich doch verdammt gut gewesen wäre.

Mit einem nichtssagenden Titel verspielst du also unter Umständen viele potentielle Leser. Umgekehrt nützt dir aber auch die beste Überschrift nichts, wenn sich der darauffolgende Inhalt als langweilig entpuppt.

Du brauchst also beides – sowohl großartige Inhalte, als auch eine großartige Überschrift.

Was macht eine gute Überschrift aus?

Achte mal darauf, welche Beiträge aus den Suchergebnissen oder aus deinem Feedreader du anklickst.
Es gibt einige wenige Blogs, bei denen man einfach jeden Artikel liest, weil sie erfahrungsgemäß alle interessant sind. In den allermeisten Fällen entscheiden wir das aber anhand der Überschrift.
Dabei gehen wir in Sekundenschnelle folgende Fragen durch:

  • Um was geht es überhaupt? Interessiert mich das Thema generell?
  • Bietet mir der Artikel einen Mehrwert? Erfahre ich etwas, was ich noch nicht weiß?
  • Lohnt es sich, die Zeit zum Lesen zu investieren? Sollte ich den Link jetzt anklicken?

Kommen wir mal zu ein paar praktischen Beispielen, die so ähnlich in meinem Feedreader auftauchten. :)

“Neuer Lipgloss von essence” - Da mich das Thema Lipgloss peripher tangiert, wie es so schön heißt ;) , würde ich persönlich einen Beitrag mit dieser Überschrift nicht anklicken. Wer sich dafür interessiert, erfährt aber direkt, um welches Produkt von welcher Marke es geht und wird durch das Wörtchen “neu” neugierig gemacht.

“Omnomnom!” – Abgesehen davon, dass es vermutlich ums Essen geht, sagt diese Überschrift gar nichts über den Inhalt aus. Würde ich nicht aufrufen.

“Der leckerste und schnellste Kuchen, den ich je gebacken habe!” – Hier sieht die Sache schon ganz anders aus. Das Rezept für den leckersten Kuchen kann man ja immer brauchen, hier erwartet mich ein praktischer Tipp = Mehrwert.

“{5 Dinge} Letztes Wochenende & Geburtstagswünsche” - Hier geht es offensichtlich um einen persönlichen Blog. Würde ich nur lesen, wenn mich das Leben der Bloggerin interessiert oder ich davon ausgehe, dass ich durch ihr Wochenende oder ihre Wunschliste selber inspiriert werde.
Interessant ist hier aber der in geschweiften Klammern gesetzte Tag {5 Dinge} – der lässt vermuten, dass es sich um eine Beitragsserie handelt. Wenn ich vorher schon andere Artikel dieser Reihe gerne gelesen habe, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass mich auch dieser interessieren wird.

Ein paar Überschriften-Tricks

Es gibt da etliche Tricks, mit denen du deine Überschrift pimpen kannst. Tricks, die eigentlich kein Geheimnis sind, weil du sie ganz offen sehen kannst, wenn du dich durch das Internet klickst oder auch vor einem Zeitschriftenregal stehst – und trotzdem nimmst du sie erstmal nicht bewusst wahr.

Bühne frei für ein paar stilistische Mittel:

Überschriften mit einer bestimmten Anzahl

“150 kostenlose, responsive WordPress-Themes”, “10 Tipps für mehr Leser”, “In 3 Schritten von Blogger zu WordPress umziehen”, … solche Beiträge funktionieren ziemlich gut. Aber warum? – Als Leser weiß ich genau, wie viele Punkte mich erwarten. Nur drei Schritte für meinen Blogumzug? – Super, das klingt nicht aufwändig und gibt mir eine Struktur an die Hand. 150 Themes? – Wow, da muss doch einfach etwas Passendes für mich dabei sein.

“Wie du…” / “Warum du…”

Diese Wies und Warums machen mich als Leser neugierig, weil ich hier offensichtlich gleich etwas lernen kann. Hurra, da winkt ein Mehrwert!

Fragen stellen

Wird uns eine Frage gestellt, womöglich sogar eine provozierende, reagieren wir darauf – wir wollen für uns selber eine Antwort finden und vielleicht auch öffentlich unseren Senf dazu abgeben.

Überschriften-Schablonen

Vladi vom affenblog hat einige Schemata erkannt und zusammengestellt, nach deren Prinzip sich gute Überschriften bauen lassen. Alldieweil er auch erläutert, wieso genau das jeweils funktioniert, ist dieser Artikel auf jeden Fall lesenswert – selbst falls du selber nicht bloggst.

Von Schlagwörtern und Zauberwörtchen

Aus zwei Gründen ist es sinnvoll, in der Überschrift ein oder zwei wichtige Schlagwörter deines Artikels unterzubringen:

  1. Deine Leser erfahren direkt, mit welchem Thema sich der Artikel beschäftigt und brennen im besten Falle darauf, mehr darüber zu erfahren.
  2. Wenn ein Schlagwort an prominenter Stelle in der Überschrift und dadurch üblicherweise auch in der URL auftaucht, wirkt sich das positiv auf die Suchmaschinenplatzierung aus.

Neben diesen rein inhaltlichen Schlagwörtern gibt es zudem ein paar Vokabeln, auf die wir erfahrungsgemäß anspringen:

“gratis / kostenlos” – etwas erhalten, ohne dafür bezahlen zu müssen? Diese Angebote sind uns immer am liebsten. Angucken kann man sich’s ja mal, und schon hat man geklickt. Auf der Suche nach hübschen Druckvorlagen wirst du vermutlich erst “50 kostenlose Printables” anklicken und erst später, falls du nicht fündig geworden bist, in Shops weitersuchen.

“Tricks / Geheimnisse” – hier erfahre ich etwas, was andere nicht wissen! Das weckt unsere Neugier und man wittert die Chance, mehr zu erfahren als die “Konkurrenz”, sich einen Vorteil verschaffen und hinter die Kulissen blicken zu können. Wen interessieren nicht “Die Geheimnisse erfolgreicher Blogger” oder “Die Tricks der Autoverkäufer”?

“die besten / größten / beliebtesten / …” – Solche Superlative à la “Die besten Apps für das iPhone” rühren ganz ungeniert die Werbetrommel, zusammen mit Beschreibungen wie “Ein phänomenal leckeres Kürbisrezept”. 

Vorsicht! Die Menge macht das Gift

Sei sparsam mit diesen Tricks! Sie können dir viele zusätzliche Leser bescheren, ja. Aber wenn du sie andauernd und nach dem immer gleichen Schema einsetzt, wirken sie schnell aufmerksamkeitsheischend und billig. Du musst nicht jede Überschrift auf Teufel komm raus nach allen Mitteln der Marketingkunst optimieren. Du führst ein Blog, keinen Werbeprospekt.

Es geht darum, deine Leser neugierig zu machen.
Nicht darum, deine Artikel wie den letzten Ramsch anzupreisen.

Fazit
Eine gute Überschrift ist verdammt wichtig dafür, dass deine Blogartikel überhaupt gelesen werden. Sie sollte klar ankündigen, um was es in dem Beitrag geht, und den Leser gleichzeitig neugierig machen. Ein paar stilistische Kniffe können dir dabei enorm helfen, aber übertreib es nicht.

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Geschrieben von neontrauma

Hej! Ich bin Anne aka neontrauma, 27, wohne in Leverkusen & arbeite als Webdesignerin in Köln. Mein Herz schlägt für Fotografie & Webdesign, Sport, Hunde & den Besten... möchtest du mehr erfahren? Du findest mich übrigens auch auf Google+ (mein persönliches Profil), Google+ (neontrauma.de auf G+), Twitter und Instagram.