Es gibt eine große Vielzahl von Farbmodellen, aber ich werde an dieser Stelle jetzt nur auf die drei eingehen, die mir hier am wichtigsten erscheinen.
RGB
RGB steht für Red Green Blue, das heißt, im RGB-Farbmodell bilden Rot, Grün und Blau die drei Grundfarben.
Es ist für die Darstellung am Monitor zuständig – alle Farben, die du gerade auf deinem Bildschirm sehen kannst, stammen aus dem RGB-Farbraum.
Dies sind eine ganze Menge – insgesamt 16,7 Millionen verschiedene Farben behaltet das RGB-Modell. Dieser Wert berechnet sich daraus, dass es im RGB drei Kanäle gibt (logisch: einen roten, einen grünen und einen blauen) und jeder dieser Kanäle 256 farbliche Abstufungen aufweist: 256 x 256 x 256 = 16,7 Mio.
Bei RGB handelt es sich um Lichtfarben und um ein sogenanntes additives Farbmodell, das bedeutet: wenn man die drei Grundfarben in ihrer vollen Intensität zusammenmischt, erhält man: weiß. Das ist eben das Gegenteil von Körperfarben wie etwa im Farbkasten, denn wenn man da alle Farben übereinandermalt, erhält man schließlich irgendwann Schwarz.
Die Hexcodes, mit denen in HTML Farbwerte definiert werden, basieren natürlich auf dem RGB-System. Je zwei der insgesamt sechs Ziffern geben dabei den Wert für einen der drei Farbkanäle an – #000000 entspricht dabei Schwarz, #ffffff weiß.
CMYK
CMYK-Farben sind die Farben, die im Druck verwendet werden. Ihr Name setzt sich aus den vier Farben zusammen, mit denen üblicherweise – also im modernen Vierfarbdruck – gedruckt wird: Cyan, Magenta, Yellow (Gelb) und zu guter Letzt Schwarz, was als Schlüsselfarbe bezeichnet wird – daher das K, für Key (Schlüssel).
Logischerweise lassen sich mit diesen vier Kandidaten längst nicht alle Farben drucken, die der Monitor mit seinem RGB-Farbraum darstellen kann.
Anders als bei den RGB-Farben, wo jeder Kanal durch einen Wert von 0 bis 256 festgelegt ist, gibt man im CMYK-Farbmodell die Intensität einer Farbe in Prozent an. 0% bedeutet hierbei, dass von dieser Farbe gar nichts gedruckt wird; 100% steht demzufolge für volle Farbkraft. Der CMYK-Wert 0|0|0|0 steht also für Weiß (da unbedrucktes Papier in der Regel eben weiß ist).
Theoretisch erhält man Schwarz dadurch, dass man je 100% Cyan, Magenta und Gelb übereinander druckt. In der Praxis funktioniert dies aber nur bedingt – die Saugfähigkeit des Papiers spielt hier zum Beispiel eine Rolle. Außerdem wäre es natürlich extrem teuer, wenn man jedesmal, wo man Schwarz drucken möchte, drei Farben übereinander drucken müsste – von daher greift man dort direkt auf schwarze Druckerfarbe zurück.
L*A*B
Abschließend möchte ich euch noch kurz den L*a*b-Farbraum erklären.
Im Gegensatz zu dem RGB- oder CMYK-Farbmodell ist er geräteunabhängig, demzufolge umfasst er wesentlich mehr Farben: ebenso viele wie die menschliche Wahrnehmumg an sich.
Wichtig ist das L*a*b-Farbmodell zum Beispiel deswegen, weil man es zur Farbmessung einsetzt: also um zu vergleichen, inwieweit etwa die Farben eines ausgedruckten Fotos von denen der Monitordarstellung abweichen.
