Eine wichtige Frage beim Erstellen einer Website ist die nach der Schriftart, die verwendet werden soll.
Wenn man sich die Liste aller auf dem Rechner installierten Schriftarten ansieht, scheint man die Qual der Wahl zu haben.
Aber für den Einsatz im Webdesign gilt es einige wichtige Punkte zu beachten – und die verringern die Auswahl erheblich.
Systemschriften
Wenn du eine Schriftart für deine Homepage festlegst, dann wird diese nicht mit der Website „mitgeliefert“, sondern der Quelltext enthält lediglich deren Bezeichnung, sodass der Browser, mit dem die Seite aufgerufen wird, auf dem jeweiligen Rechner nach dieser Schriftart sucht.
Dass nicht jeder die gleichen Schriftarten installiert hat wie du selber, sollte klar sein.
Ausgefallene Schriftarten, die du nachträglich heruntergeladen und installiert hast, fallen also schon einmal völlig weg.
Aber auch die Schriftarten, die bei deinem Rechner bzw. deinem Betriebssystem vorinstalliert waren, besitzt nicht jeder.
Es gibt nur eine Handvoll sogenannter Systemschriften – diese sind standardmäßig auf jedem Rechner vorhanden, sodass du sie als Schriftart für deine Website festlegen kannst und doch relativ sicher sein kannst, dass jeder deiner Besucher sie auch angezeigt bekommt.
Allerdings solltest du, falls trotzdem eine dieser Schriften nicht vorhanden sein sollte, eine oder sogar mehrere Alternativen angeben, die der eigentlichen Schriftart ähnlich sind.
Denn von Betriebssystem zu Betriebssystem sind verschiedene Standardschriften vorhanden – und schließlich sollen Windows-User deine Seite ebenso korrekt dargestellt bekommen wie diejenigen mit Linux- oder Mac-Rechnern.
Lesbarkeit
Der zweite wichtige Punkt ist die Lesbarkeit.
Denn es nützt herzlich wenig, wenn die Besucher deiner Seite zwar die korrekte Schriftart angezeigt bekommen, diese aber nur schwer zu lesen ist.
Man unterscheidet hier nun zwischen zwei Arten von Schriften (in der Typographie gibt es eigentlich noch mehr Unterscheidungen, aber hier sind nur diese beiden von Relevanz):
Serifenlose Schriften und solche mit Serifen.
Serifen sind die kleinen Striche, die den eigentlichen Buchstaben verzieren und die dazu gedacht sind, das Auge zu führen und einen Text somit leichter lesbar zu machen. Ein typisches Beispiel ist hierfür die Times.
Ein Beispiel für eine serifenlose Schrift wäre etwa die Arial.
Allerdings eignen sich Serifen nur im Druck – also in Büchern oder Zeitungen. Da am Monitor alles in Pixeln dargestellt wird, können die Serifen nicht korrekt umgesetzt werden und dies ermüdet das Auge dann schneller.
Für Websiten solltest du also für Fließtext nur serifenlose Schriften einsetzen.
… und wie setze ich das jetzt um?
Aus der Menge der Systemschriften…
- Arial
- Comic Sans MS
- Courier New
- Georgia
- Helvetica
- Impact
- Tahoma
- Times New Roman
- Trebuchet MS
- Verdana
- Webdings
wählt man alle geeigneten serifenlosen aus
- Arial
- Helvetica
- Tahoma
- Verdana
und fügt zum Schluss noch die allgemeine Angabe sans-serif hinzu, falls jemand keine der vorher genannten Schriftarten installiert hat und dennoch vom Browser eine serifenlose Schrift verwendet werden soll.
Diese Angabe bezeichnet man als sog. „generische Schriftart“ – neben der sans-serif gibt es noch etliche weitere, zum Beispiel:
- serif – Serifenschrift (z.Bsp. Times)
- monospace – dicktengleiche Schrift (alle Buchstaben sind gleich breit) (z.Bsp. Courier)
- fantasy – Zierschrift (z.Bsp. Amadeus)

Hi,
coole Übersicht und vielen Dank für die Tipps! Ich kann nur sagen, dass ich sicherlich einiges mitgenommen habe.
Auf http://www.schriftarten-fonts.de gibt es übrigens jede Menge kostenlose und tolle Fonts. Und dazu noch Werbefrei.
Grüße,
winternet