Wenn man sich die Mühe macht, eine Webseite zu erstellen, dann will man, dass die Besucher herbeiströmen und die Inhalte betrachten. Logisch, oder? Ebenso logisch sollte es aber wohl sein, dass die Besucher den Inhalt, um ihn betrachten zu können, überhaupt erst einmal sehen müssen. :o)
Ich bin ja nun in einigen Foren unterwegs, wo User ihre Homepages oder Blogs vorstellen und um Kritik bitten. Und anscheinend könnte ich zwei Dinge eigentlich jedesmal direkt per Copy & Paste anmerken: zu wenig Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund, und eine zu kleine Schrift.
Hellgrau auf Weiß erkennt man eben kaum. Und wenn ich die putzige Ameisenkolonne im Content erst auf den zweiten Blick als Textzeile identifizieren kann, habe ich schon keine Lust mehr, auf der Seite zu lesen. Es ist anstrengend, wenn man einen Text nicht angenehm lesen kann, und daher liest man denn eher ungern auf der betreffenden Seite. So geht es nicht nur mir, sondern einem Großteil der anderen Besucher auch.
Also achtet darauf, dass ihr keine zu kleine Schrift wählt – idealerweise verwendet ihr keine festen Größenangaben wie px, sondern bleibt mit em oder % flexibel. Bei verschiedenen Auflösungen erscheint die Schrift natürlich auch etwas größer oder kleiner.
Auch der Zeilenabstand trägt maßgeblich zur Leserlichkeit bei: ist er zu klein, quetschen sich die einzelnen Zeilen unschön aneinander. Genügend Abstand zwischen Text und Rand ist ebenso wichtig – mehr hierzu könnt ihr im Artikel über Weißraum nachlesen.
Nicht zuletzt solltet ihr auch ausreichend viele Umbrüche und Absätze verwenden, um euren Text zu strukturieren.
Den Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund solltet ihr bei verschiedenen Helligkeitseinstellungen testen, die ihr an eurem Monitor vornehmen könnt. Denn Helligkeit und Kontrast hängen von der Kalibrierung ab – da die wenigsten Monitore exakt kalibriert sind und es selbst dann nicht möglich ist, dass zwei Monitore exakt das gleiche Bild liefern, werden eure User die Seite mit den verschiedensten Einstellungen betrachten.

Hm. Also typographische Sachen finde ich selbst immer schwer zu beantworten und einzurichten. Ich versuche mich so an grundlegende Dinge zu halten, sprich nicht so viele Zeichen pro Zeile, etc. Aber ob mir das gelingt, kann ich nicht beurteilen.
Das mit den Schriftgrößen in em ist doch egal? Moderne Browser können das ziemlich gut, einfach Stgr + “+”
Außerdem soll man nicht rot auf grün bzw. grün auf rot nehmen. Weil manche da so eine Sehschwäche mit haben. @fabian: Aber viele Nutzer wissen nicht das das geht.
Rot auf Grün bzw. umgekehrt klingt eh nach Augenkrebsgefahr. :o)
Vielleicht hätte ich auch noch erwähnen sollen, dass sich unruhige gekachelte Hintergrundbilder nicht wirklich gut machen. Auf manchen MySpace-Seiten sieht man sowas ja immer noch… wohl ein Relikt aus der Beepworld-Zeit. ;)
“zwei Dinge eigentlich jedesmal direkt per Copy & Paste anmerken: zu wenig Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund, und eine zu kleine Schrift.” – ja. ja. ja. ich komm mir immer wie eine außerirdische vor, weil dann immer so schwachsinnige Argumente kommen, die darauf hinauslaufen, dass mein Monitor was hat ^^’
Ach .. da war was mit em! Danke .. ich habe bis jetzt immer nur mit px gearbeitet … *hust*
aber es ist ja immer Zeit für Veränderungen
Man kann sich auch ganz gut an den Webseiten der großen Zeitungen bzw. Zeitschriften wie Spiegel, Welt, FAZ oder der Süddeutschen orientieren. Die haben sich bezüglich der Lesbarkeit in der Regel sicher auch schon ihre Gedanken gemacht. Das Wichtigste ist meines Erachtens aber, dass die Zeilen nicht zu lang werden. Außerdem finde ich es bei langen Texte auch angenehmer, wenn man im Flattertext schreibt und nicht im Blocksatz. Aber das ist vielleicht auch Geschmacksache.
Ja, das mit den zu langen Zeilen ist ein guter Hinweis. Vor allem, wenn man flexible Layouts verwendet, die auf kleinen Bildschirmen noch gut zu lesen sind und bei riesigen Auflösungen dann viel zu breit werden. Da hilft eine maximale Layoutbreite.
Ich habe mich in den letzten Tagen verstärkt mit dem Thema “Schreiben für’s Web” beschäftigt, wo es eben mehr um die Formulierung des Inhalts geht als um das Textlayout. Vielleicht werde ich da bald auch noch einen Artikel zu tippen. :-)
Hm das sind alles durchausnützliche Tipps ich finde es aber immer auch wichtig das richtige maß zu finden.Klar sollten die Zeilenabstände nicht zu winzig sein aber ich finde es auch störend, wenn die zeilenabstände zu groß sind. Genauso bei Kontrast, usw..
@neontrauma hab noch eine Frage wie kann man eine maximale Layoutbreite einstellen wie geht das?