Kategorie-Archiv: Konzertberichte

Von 2007 bis 2013 stand ich für mein Online-Musikmagazin BlackLive auf unzähligen Konzerten und Festivals im Fotograben, bis ich das Magazin aus Zeitgründen leider einstellen musste. Meine Konzertberichte und Konzertfotos findet ihr nun hier.

Amphi-Festival 2013

Diary of Dreams @ Amphi-Festival 2013

Sonne macht bekanntlich albern, und Sonne gab es an diesem Wochenende mehr als genug. ;-)
Nachdem das nunmehr IX. Amphi-Festival bereits am Freitag mit dem exklusiven Event Call the Ship to Port auf der MS RheinEnergie eröffnet wurde, strömten dann am Samstag und Sonntag rund 16.000 Besucher auf das Gelände des Tanzbrunnen.

In meiner Galerie findet ihr unter anderem Fotos von den Auftritten von Diary of DreamsOomph!, Letzte InstanzVNV NationPhillip Boa and the VoodooClubSuicide Commando und und und… viel Spaß beim Stöbern!

Geschrieben von neontrauma

Hej! Ich bin Anne aka neontrauma, 27, wohne in Leverkusen & arbeite als Webdesignerin in Köln. Mein Herz schlägt für Fotografie & Webdesign, Sport, Hunde & den Besten... möchtest du mehr erfahren? Du findest mich übrigens auch auf Google+ (mein persönliches Profil), Google+ (neontrauma.de auf G+), Twitter und Instagram.

Diorama @ Werkstatt Köln, 6.3.2013

Diorama @ Werkstatt Köln, 6.3.2013

Im Rahmen ihrer “Even the Devil doesn’t care”-Tour machten Diorama am 6. März 2013 Station in der Kölner Werkstatt.

Support gab’s vorab von Slave Republic.

Ein großartiger Abend!

Setlist Diorama

  1. Maison du Tigre
  2. The Expatriate
  3. Exit the Grey
  4. When we meet again in hell
  5. Erase me
  6. Weiß und anthrazit
  7. Das Meer
  8. Summit
  9. Someone dies
  10. The Scale
  11. Child of Entertainment
  12. Hope
  13. Over
  14. Why?
  15. Advance
  16. The long Way home from the Party
  17. Synthesize me

Geschrieben von neontrauma

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Winter Ends 2013 – Cologne after dark

The Very End @ Winter Ends 2013

Es ist schon ironisch, wenn es ausgerechnet am Tag des Festivals Winter Ends wieder schneit… ;)

Trotz eisiger Kälte und dicken Flocken war die Werkstatt in Köln-Ehrenfeld am 23. Februar 2013 aber gut gefüllt.
Das LineUp war vielversprechend: Eine gelungene Mischung aus Newcomern und bekannteren, lokalen Bands, abgerundet durch den finalen Headliner
Lacrimas Profundere.

Los ging es um 15 Uhr mit den Openern The Beauty of Drowning aus Bergisch Gladbach.

Ein komplettes Kontrastprogramm zu den zuvor melancholisch verträumten Klängen lieferten anschließend Voodoma mit schrammelnde Gitarren-Riffs und
elektronischen Beats und zeigten, dass sie bereits Bühnenerfahrung haben und wissen, wie man eine Halle mitreißt. Geil!

Weiter ging’s: „Bier, Titten, Crud!”, ein absolutes Highlight des Winter Ends.

Guerilla Tree sind eine noch junge Band, meisterten ihren Auftritt aber souverän.

Da Undertow krankheitsbedingt verhindert waren, sprangen The Very End ein: 1a harter, verschwitzter Melodic-, Death-, Trash-Metal!

Weiter ging es mit Mirrored In Secrecy,  deren Frontmann David vor dem letzten Song verkündete, dass die Band sich auf unbestimmte Zeit zurückziehen und vorerst nicht mehr auftreten wird.

Den Abschluss des Abends bildete schließlich der Auftritt von Lacrimas Profundere.

Geschrieben von neontrauma

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FAQ, The Beauty of Gemina & Diary of Dreams @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

The Beauty of Gemina @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

Den Konzertbericht hat der Beste (Ragnar) geschrieben, die Fotos stammen von mir. ;)

Die Christuskirche in Bochum lud am Mittwochabend zu einem Konzertereignis der gothischen Art ein. Mit FAQ, The Beauty of Gemina und Diary of Dreams standen gleich drei Bands auf dem Programm, wobei die letztgenannten aktuell mit einem Akustikset auf Tour sind.

FAQ

Los ging es um 19:30 mit FAQ, von denen ich, ehrlich gesagt, zuvor noch nie gehört hatte.
Aber diese Band gibt es nun schon seit 1994, früher unter dem Namen Carpe Diem, und neben eigenen Touren waren sie schon im Vorprogramm von Apoptygma Berzerk oder Deine Lakaien zu sehen. Wieso sind die mir entgangen? Und dass ich da etwas verpasst habe, stellten die beiden Herren an diesem Abend eindrücklich unter Beweis.

FAQ @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

FAQ @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

FAQ @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

Der erste Song wusste gleich sehr zu gefallen, und es ist immer wieder erstaunlich, wie eine einzelne Stimme, lediglich begleitet von einer Akustikgitarre, einen großen Raum füllen kann.

Das gut halbstündige Set erntete viel und überaus verdienten Applaus. Zwischendurch wurde mit Every you, every me sogar ein Placebo-Cover präsentiert, und ich war ein bisschen skeptisch, ob das gut geht. Aber nein, da gab es nichts dran auszusetzen, die Umsetzung war vollauf gelungen. Respekt!

FAQ @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

Zum Abschluss wurde dem Publikum dann noch ein Song in Schwiitzerdütsch angedroht: “Wollt ihr das wirklich? Seid ihr sicher?” … und tatsächlich gab die Band dann die zweite Songhälfte in ihrer Heimatsprache zum Besten, wonach sie gefühlt viel zu früh mit großem Applaus verabschiedet wurden.

Und ich weiß schon, von welcher Band als nächstes CDs in mein Regal wandern.

The Beauty of Gemina

Der Abend hätte statt mit An Acoustic Evening with Diary of Dreams – FAQoustic – The Beauty of Gemina auch mit “Ein Abend mit Schweizer Freunden” überschrieben sein können, denn als nächstes kamen The Beauty of Gemina auf die Bühne. Nachdem ich die Band auf dem diesjährigen M’era Luna verpasst hatte, konnte ich mir nun also endlich ein Bild von ihr machen. Auch hier gab es ein tolles und druckvoll, ja phasenweise gar rockig vorgetragenes Akustikset zu hören. Die Truppe um Michael Sele veröffentlicht im Januar ein neues Album: Acoustic Collection I. Sicher eine gute Gelegenheit, die gelungene Show des heutigen Abends wieder aufleben zu lassen.

The Beauty of Gemina @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

The Beauty of Gemina @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

The Beauty of Gemina @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

Abgerundet wurde das Konzert von ein paar launigen Erzählungen über die Erlebnisse der Band mit dem deutschen Zoll, denn die CDs und T-Shirts im Fahrzeug bringen misstrauische Beamte wohl immer wieder auf komische Gedanken. “Was sind das alles für CDs und T-Shirts?” – “Das sind unsere, wird sind die Band The Beauty of Gemina” – “Und wo wollen sie damit hin?” – “Wir spielen ein Konzert in Deutschland.” – “Muss das sein?” – … man kann es sich so richtig lebhaft vorstellen :o)

The Beauty of Gemina @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

Diary of Dreams

Mehr als 25 Jahre Bandgeschichte, 18 Alben, unzählige Konzerte, … aber ein Akustikset gab es von Diary of Dreams bislang noch nicht. Und so war ich mehr als gespannt, wie das funktionieren würde.
Am Vortag hatte ich meine neue und somit zwanzigste CD (ein kleines Jubiläum – war mir komplett entgangen, wer zählt schon seine CDs?) von Diary of Dreams im Briefkasten: The Anatomy of Silence. Leider ließ mir der Job keine Zeit, mich mit dem Album auseinander zu setzen, und somit wusste ich gar nicht, was auf mich zukommt.

Diary of Dreams @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

Diary of Dreams @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

Diary of Dreams @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

Diary of Dreams @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

Diary of Dreams @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

Diary of Dreams @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

Diary of Dreams @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

Diary of Dreams @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

Diary of Dreams @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

Diary of Dreams @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

Diary of Dreams @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

Diary of Dreams @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

Zugegeben, ich bin nicht gerade objektiv, was die Auftritte von Diary of Dreams angeht, denn zu Hause im stillen Kämmerlein kann man sich dieser tiefen Musik viel besser hingeben als inmitten hunderter Menschen, und meine persönlichen Favoriten – Verdict zum Beispiel oder Prediction oder End of Flowers – gibt es live so gut wie nie zu hören. Dennoch muss ich sagen, die akustische Umsetzung der Songs war fast durchweg gelungen. The Curse zum Beispiel fiel ein bisschen ab – dafür waren AmoK, Chemicals und ganz besonders Rumors about Angels (einer meiner All-time Favorites) absolute Kracher!

Auch Giftraum wusste in der akustischen Variante absolut zu überzeugen.

Immer wieder garniert mit launigen und sehr entspannten Ansagen von Adrian, der sich locker und in Erzähllaune zeigte, wurden dem enthusiastisch mitgehendem Publikum in zwei Stunden volle 20 Songs dargeboten! Zwischendurch rückten Adrian und die Seinen dann den mitgebrachten Tourschrein ins Rampenlicht: wie im Vorfeld angekündigt, bot sich den Fans hier die Möglichkeit, der Band das ein oder andere Mitbringsel zu überreichen und das Möbelstück so zu einem ganz besonderen Unikat zu dekorieren.

Diary of Dreams @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

Diary of Dreams @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

Als Zugabe spielten Diary of Dreams, die übrigens von Torben Wendt am Keyboard unterstützt wurden, schließlich unter anderem She and her Darkness und den unvermeidlichen Traumtänzer. Ich weiß, ich bin ein alter Nörgler, und scheinbar ist meine Meinung hier so gar nicht repräsentativ, denn das Publikum feierte den Song mit riesigem Applaus, aber ich für meinen Teil finde, der Song ist live mittlerweile ganz schön platt gespielt, und wie heißt es doch im Text “…denn es ist Zeit für eine neue Melodie…” – wie wahr, wie wahr…

Diary of Dreams @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

Nach einer weiteren Zugabe mit Flood of Tears wurde die Band mit lang anhaltenden Standing Ovations schließlich in den hochverdienten Feierabend verabschiedet.

Diary of Dreams @ Christuskirche Bochum, 31.10.2012

Geschrieben von neontrauma

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Letzte Instanz & Lord of the Lost @ LMH Köln, 10.10.2012

Letzte Instanz @ Köln, 10.10.2012

Die Jungs von der Letzten Instanz sind wieder auf Tournee! Im Gepäck ist dabei die aktuelle Scheibe Ewig, aber auch die ein oder anderen älteren Stücke und Klassiker sind mit von der Partie. Supported wird die Letzte Instanz von Lord of the Lost.

Den Tourauftakt bildete der Auftritt am 10. Oktober in der Kölner Live Music Hall:

Geschrieben von neontrauma

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M’era Luna 2012

Fields of the Nephilim @ M'era Luna 2012

Den Festivalbericht hat der Beste (Ragnar) geschrieben, die Fotos stammen von mir. ;)

Am 10. August war es endlich wieder soweit – das M’era Luna 2012 öffnete seine Pforten, um mit mehr als 20.000 Besuchern ein schwarz-buntes Wochenende zu zelebrieren.

Da hieß es zeitig aufzustehen, um die rund 350 Kilometer Anfahrt unter die Räder zu nehmen und sich einen guten Zeltplatz zu sichern. Da wir in diesem Jahr noch Bekannte von Redakteur Matze Miller treffen wollten, um gemeinsam zu zelten, musste ein entsprechend großes Stück M’era-Land in vorübergehenden Besitz genommen werden. Aber dank der reibungslosen Abwicklung am Einlass war das kein allzu großes Problem.

Während wir also nach und nach unsere Wochenendheimstatt errichteten, ging plötzlich ein Aufschrei über das Gelände: ein Zelt hatte es sich auf einer Windboe gemütlich gemacht und segelte hoch und immer höher hinfort Richtung Süden in die Freiheit… ich hoffe, die armen Teufel, denen es gehörte, haben noch irgendwie Unterschlupf gefunden, denn dieses Zelt kam wahrscheinlich erst in München wieder auf den Boden zurück.
Abgesehen davon ging der Aufbau ohne weitere Zwischenfälle vonstatten, und auch das Treffen mit Matzes Leuten kam schließlich dank modernster Kommunikations- und Navigationstechniken zustande. Es ist ja immer ein kleines Abenteuer, mit Leuten zu zelten, die man gar nicht kennt. Letztes Jahr hatten wir da schon großes Glück – an dieser Stelle nochmals herzliche Grüße an Markus und seine Truppe! – und dieses Jahr stand dem vorherigen in nichts nach.

Freitag, 10.8.: Ein Bummel durch das Mittelalterdorf

Nach einer ausgiebigen Erholungspause und den ersten wohlverdienten Getränken machten wir uns bei Einbruch der Dämmerung auf dem Weg zum Mittelalterdorf. Dieses ist seit vielen Jahren eine feste Einrichtung und lockt mit immer wieder neuen Ständen und Attraktionen. So konnte man sich diesmal im Hau-den-Lukas, Bogen- und Armbrustschießen oder Axtwerfen erproben. Und ich sage es aus eigener schmachvoller Erfahrung: das sieht alles viel leichter aus, als es ist.

Zum Glück gibt es reichlich Buden, an denen man sich mit Speis und Trank stärken kann. An dieser Stelle sei unter den vielen guten eine ganz besondere Bude hervor gehoben: der Stand “Orientalische Speisen”. Hier gibt es nicht nur meiner Meinung nach das beste Essen, frisch und lecker zubereitet. Wenn ihr je die Gelegenheit habt, lasst euch den Maharani, einen Teigfladen mit Salat, gebackenem Käse, frittiertem Gemüse und verschiedenen Soßen, nicht entgehen.
Den Rundgang beschlossen wir wie immer mit einem Besuch bei den Feuergauklern, deren Darbietung diesmal aber recht kurz ausfiel. Das holte die Truppe aber am Sonntag nach dem Konzert von In Extremo nach, als sie die Menge mit dem vollen Programm zu begeistern wussten.

Zurück am Zelt noch einen letzten Schlummertrunk, und dann ab in die Federn.

Samstag, 11.8.

Der Samstag begrüßte die zum Teil noch recht schlaftrunkene Gemeinde der Teilzeitcamper mit strahlendem Sonnenschein. Erst mal einen Kaffee, dann ordentlich hergerichtet und auf zum Festivalgelände, welches um 10:00 Uhr seine Pforten öffnet. Auf dem Weg dorthin noch einen Abstecher zu Orientalische Speisen – meinen täglich Maharani gib mir auch heute – und frisch gestärkt ab aufs Gelände. Große Überraschungen blieben hier aus, die Stände sind altbekannt und bewährt, und so erfreuten wir uns mehr an den vielen liebevoll zusammengestellten Outfits.

Symbiotic Systems

Bald schon erklangen die ersten Akkorde von der Main Stage, und die rockige Darbietung von Symbiotic Systems lockt trotz der frühen Stunde schnell viele Neugierige vor die Bühne: ein gelungener Auftakt.

Grüssaugust

Grüssaugust @ M'era Luna 2012

Als nächstes standen Grüssaugust auf der Bühne. Mit dem Namen konnte ich zuvor so gar nichts anfangen, die Musik wusste aber durchaus zu gefallen, und einen Song kannte ich sogar: eine Coverversion von Diane von Therapy?.

Heimataerde

Auf Heimataerde war ich auch gespannt und habe mir die Show der mittelalterlichen Recken angeschaut. Auch wenn die Texte nicht ganz mein Fall sind, eine beachtliche Darbietung, nicht nur musikalisch, sondern auch optisch. Außerdem hatte die Band ein ganz neu entwickeltes Instrument dabei, was seine Feuertaufe ablegen musste: die Tastenleier. Dieses Instrument ist sicher eine Bereicherung, denn optisch wie ein Keyboard, klingt es wie eine große Leier: faszinierend!

Heimataerde @ M'era Luna 2012

Jetzt war es an der Zeit, eine Pause am Zelt einzulegen und ein paar Kräfte zu sammeln für den Nachmittag und Abend, der noch so viele Höhepunkte bereithielt.

In Strict Confidence

Pünktlich zu In Strict Confidence habe ich mich dann auch einmal in den Hangar getraut. Doch hier habe ich nur das erste Stück ausgehalten. Das war großartig, begleitet auf einer riesigen Videoleinwand. Aber dann musste ich den Rückzug antreten: akuter Sauerstoffmangel. Scheinbar versammeln sich alle Raucher im Hangar, was daran abzulesen ist, dass selbst die Bedienung am Becks-Stand geraucht hat. Die frühere Problematik mit dem Gedränge am einzigen Ein- und Ausgang hat man ja mittlerweile gut im Griff. Vielleicht sollte man seitens des Veranstalters fürs nächste Jahr über ein Nichtraucherverbot nachdenken. Das wäre doch mal was anderes und die Glimmstengelfraktion unter sich.

Diary of Dreams

Diary of Dreams @ M'era Luna 2012

Wieder draußen, erst ein mal tief durchgeatmet, und dann ab zur Main zu Diary of Dreams. Die Band um Mastermind Adrian Hates hatte seit 2005 nicht mehr auf dem M’era Luna gespielt, und verwöhnte ihre Zuhörerschar mit einem wieder einmal emotional und musikalisch außergewöhnlichen Leckerbissen.

Fields of the Nephilim

Anschließend gaben sich die Fields of the Nephilim die Ehre.

Fields of the Nephilim @ M'era Luna 2012

Und ich verstehe mich da selber manchmal nicht: jedes Mal, wenn ich diese Band auf einem Festival sehe, bin ich vollkommen elektrisiert und gebannt. Aber ich habe immer noch kein einziges Album. Angesichts der tollen düster-rockigen Performance der Band ein unhaltbarer Zustand. Also, liebe Leser, Tipps, bitte: mit welchem Album soll ich anfangen?

Subway To Sally

Es dämmerte schon und der Himmel über Hildesheim war an Zuckerbäckerkitsch nicht zu überbieten, als Subway to Sally die Bühne enterten.

Subway To Sally @ M'era Luna 2012

Mit der ganzen Routine aus 20 Jahren Bandgeschichte wurde das Publikum auf’s Beste unterhalten. Den Gassenhauer Julia und die Räuber gab es diesmal nicht zu hören, den skandiert das Publikum ja ohnehin stets von alleine. Dafür gab es zum Schluss des Konzertes thematische Anleihen an den für Dezember 2012 prophezeiten Weltuntergang. Ich hoffe, das stimmt nicht, denn dann wäre meine M’era-Karte für 2013 ein Fehlkauf. ;o)

Placebo

Gespannt wartete ich nun auf mein persönliches Highlight des Jahres: den Auftritt von Placebo. Brian Molko kann man nun getrost als Wundertüte bezeichnen, denn man weiss nie, was einem geboten wird. Vom lustlosen Herunterschrammeln des Sets bis hin zum mitreißenden Hammerkonzert ist alles möglich. So war der Auftritt 2010 einer der schlechteren, das Konzert von 2003 aber ein absolutes Highlight.

Placebo @ M'era Luna 2012

Und auch diesmal war Mister Molko guter Stimmung und riss die Band mit zu einem rockigen und begeisterndem Konzert. Schön, dass es das kongeniale Cover von Running up that hill und mit I know aus dem 1996er-Debutalbum eine echte Rarität zu hören gab. Ein würdiger Abschluss des ersten Tages.

Sonntag, 12.8.

Der Sonntag brachte nochmals höhere Temperaturen und noch mehr Sonnenstunden. Und die waren auch nötig, um die bittere Kälte der Nacht aus den klammen Gliedern zu vertreiben. “Ich hasse Camping!” – prägnanter als Dupri, einer unserer Mitcamper, konnte man es an diesem Morgen nicht formulieren.

Lahannya

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten schaffte ich es rechtzeitig zu Lahannya vor die Main. Schon desöfteren hatte ich davon schwärmen gehört, hier sei ein rechter Augenschmaus zu bewundern. Nun, das stimmt, keine Frage, aber die Band und ihre Musik stehen den optischen Vorzügen der Sängerin in nichts nach.

Lahannya @ M'era Luna 2012

Das war einer dieser Augenblicke, wo man sich fragt, an welcher Stelle das Schicksal entscheidet, wer Headliner wird und wer so früh am Tag spielen muss. Lahannya hätte es mit ihrer beeindruckenden Performance verdient, deutlich später aufzutreten. Dementsprechend schnell füllte sich der Bereich vor der Mainstage.

Lacrimas Profundere

Als bekennender Fan von Lacrimas Profundere freute ich mich nun besonders auf den Auftritt der Darkrocker aus Oberbayern. Auch wenn die Fans noch bis Anfang 2013 auf das neue Album warten müssen, gab es schon einen Song daraus zu hören, eine gefühlvolles, dunkles getragenes Stück, das Lust auf mehr macht.

Lacrimas Profundere @ M'era Luna 2012

Doch ein kleiner Besucher stahl der Band zumindest bei den Zuschauern rechts von der Bühne die Show: die unerschrockene Festivalmaus! Unermüdlich holte diese kleine Wühlmaus Grashalme in ihren Bau, ließ sich von dem Umstehenden kein bißchen stören und sogar streicheln. Eine provisorische Absperrung aus Taschen war schnell errichtet, und ich hoffe, sie hat das Wochenende heil überstanden und genießt die wieder eingekehrte Ruhe in ihrem kleinen Reich.

Faun

Anschließend habe ich ein bißchen Faun zugehört, die wie immer zu bezaubern wussten, doch für mich machen ein Großteil des Erlebnisses bei dieser Band die Geschichten aus, die Oliver SaTyr rund um die Songs zu erzählen weiß. Und dafür ist angesichts der knapp bemessenen Bühnenzeit bei Festivals naturgemäß wenig Raum.

Faun @ M'era Luna 2012

The Beauty of Gemina

Daher machte ich mich noch einmal todesmutig in Richtung Hangar auf den Weg, da ich gerne The Beauty of Gemina kennen lerne wollte. Was soll ich sagen, das Ergebnis war das gleiche wie am Vortag: ein paar Takte, die neugierig machen, und dann Rückzug. Das Kennenlernen wird nun auf die nächste CD-Bestellung verschoben.

Welle:Erdball

Dann also doch wieder raus, zu Welle:Erdball, denn die sind doch immer eine Bank. Neben reichlich Ohrwürmern und Wurfmaterial fürs Publikum, das so manchen Karnevalszug alt aussehen lässt, gab es diesmal auch wieder einen C64… allerdings erstmal nur den Karton, denn seit Honey einem unaufmerksamen Zuschauer die Nase gebrochen hat, darf sich der glückliche Fänger den Computer nach dem Konzert bei der Band abholen.

Welle:Erdball @ M'era Luna 2012

Schandmaul

Da Montag schon wieder der Ernst des Lebens rufen sollte, machten wir uns nach den ersten Songs von Schandmaul auf den Weg zurück zum Zelt, um schon einmal zusammenzupacken und das Auto zu beladen.

Schandmaul @ M'era Luna 2012

Eisbrecher

Dank kurzer Wege waren wir aber schon während Eisbrecher wieder zurück. Ich muss zugeben, auch wenn ich diese Art von Outfits nicht mag, die Show ist immer gut und das Publikum geht begeistert mit.

Und als nettes Schmankerl warf nach dem Konzert jedes Bandmitglied einen Teddy – natürlich einen Eisbären – in die Menge. Wenn den Bären dabei mal nicht schwindelig geworden ist.

New Model Army

Nach Eisbrecher leerte sich das Gelände schlagartig, und New Model Army spielten ihr Set vor vielleicht der Hälfte der Leute. Was schade ist, denn jeder, der nicht da war, hat etwas verpasst!

New Model Army @ M'era Luna 2012

In Extremo

Pünktlich zu In Extremo waren dann aber alle wieder da, um dem gelungenen Wochenende einen würdigen Abschluss zu bereiten. Selbst in rund 50 Meter Entfernung zur Bühne war deutlich zu spüren, warum die Fotografen beim ersten Song noch nicht in den Graben durften. Mit Pyro haben In Ex noch nie gegeizt, und hier zeigten sie alles, was andere Bands mit Lichteffekten machen, mit perfekt choreografiertem Feuer. Da ging niemand vorzeitig.

In Extremo @ M'era Luna 2012

Um dem ersten Ansturm auf den Parkplatz zu entgehen, trafen wir noch einmal unsere Mitcamper auf dem Mittelaltermarkt, wo wir noch einmal die begnadeten Feuergaukler bewundern durften. Aber alles hat ein Ende, und so hieß es schließlich Abschied nehmen von unseren tollen Mitstreitern an diesem wieder einmal rundherum gelungenen Wochenende: tschüß Dupri und Martina, Tom und Anne (gute Besserung!), Felix, Steven, Sandra, und Matze, dem fleißigsten Mitarbeiter von BlackLive (nach der Chefin natürlich).
Bis nächstes Jahr!

Fotogalerie

Geschrieben von neontrauma

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Amphi-Festival 2012

The Crüxshadows @ Amphi-Festival 2012

Den Konzertbericht hat der Beste (Ragnar) geschrieben, die Fotos stammen von mir. ;)

An diesem Wochenende war es endlich wieder so weit, zum achten Mal öffnete das Amphi-Festival seine Tore am Kölner Tanzbrunnen, um mehr als 16.000 erlebnishungrige Besucher zu empfangen.

Samstag, 21. Juli 2012

Auch wenn die Deutsche Bahn mal wieder alles daran setze, unseren Start in das Wochenende zu verzögern, kamen wir fast pünktlich am Deutzer Bahnhof an. Schon hier trafen wir auf Scharen von Festivalbesuchern, gewandtet in alle Outfits, welche die düster-bunte Szene zu bieten hat. Natürlich führte uns unser Weg als allererstes zum Dunkelvolk-Stand gleich hinter dem Einlass, wo wir immer nette Menschen und gute Freunde treffen, welche die Besucher unermüdlich und hilfreich das ganze Wochenende über mit Informationen, Tipps und Utensilien wie Programmheften und Ohrenstöpseln versorgen.

Ein erster Rundgang über das bereits sehr gut gefüllte Gelände schloss sich an, auf dem wir vieles Vetraute und Bewährte vorfanden, was das Amphi zu einer zugleich internationalen wie auch familiären Veranstaltung macht. Man kann sich hier schon zu Hause fühlen.

The Wars @ Amphi-Festival 2012

Eisenfunk @ Amphi-Festival 2012

Ein paar Klangproben im Vorübergehen aufnehmen, The Wars und A Life Divided von der Main, ein paar Takte von Eisenfunk im Staatenhaus, dann machten wir uns zeitig auf ins Theater, um uns die Lesung von Oswald Henke anzuhören. Viele bekannte Gedichte und ein paar Eindrücke aus dem am 1. September erscheinenden vierten Buch von Oswald Henke gab es hier zu hören, und danach blieben wir gleich sitzen, um gespannt auf den Vortrag von Dr. Mark Benecke zu warten.

Oswald Henke @ Amphi-Festival 2012

Dr. Mark Benecke

Wer diesen Mann noch nicht erlebt hat, der hat etwas verpasst. Auch wenn es diesmal keine Käfer und Maden auf Leichenteilen in verschiedenen Stadien der Verwesung zu sehen gab, zog der Meister der Tatorte seine Zuhörer mit einer fesselnden Kriminalgeschichte aus der deutschen Provinz in seinen Bann. Ich kann nur jedem empfehlen, wenn sich einmal die Gelegenheit ergibt: hingehen, anhören! Ihr werdet es nicht bereuen.

Corvus Corax

Corvus Corax @ Amphi-Festival 2012

Nach einer kurzen Atempause am Dunkelvolk-Stand ging es an der Mainstage weiter mit dem gespannt erwarteten Auftritt der Könige der Spielleute: Corvus Corax. Zuletzt hatte ich sie vor ein paar Jahren auf dem Summer Breeze gesehen, wo sie noch mit dem Cantus Buranus-Programm unterwegs waren. Diesmal stand die Show ganz im Zeichen altnordischer Sagen.

HENKE

Nun war die erste wirklich schwere Entscheidung des Wochenendes gefragt: Camouflage oder HENKE? Angesichts der Ankündigung, ein Erben-lastiges Set zu präsentieren und meiner großen Neugierde, wie die Umbesetzung von Hanna Log zu Sonja Kraushofer sich live auswirken würde, wenn das congeniale Cover von David Bowies Helden zum Besten gegeben würde, fiel die Entscheidung auf HENKE.

HENKE @ Amphi-Festival 2012

Habe ich diese Wahl bereut? – Ja und nein. Es war ein tolles Konzert, die Stücke, teils im neuen, etwas rockigerem Gewand wie bei Kopfstimme deutlich zu hören, gingen tief unter die Haut. Aber am Ende saß ich doch etwas ratlos da und fragt mich wieder einmal: quo vadis, Oswald? Da kommt zu Abseits des Lichts Eva Morgenstern auf die Bühne und tanzt elfengleich ein wunderschön ästhetisches Ballet, welches das Stück vortrefflich unterstreicht. Doch zu ihrem zweiten Auftritt bei Spüren kommt sie halbnackt, im Schlüpper und mit hochgeknotetem T-Shirt auf die Bühne. Was, bitte, sollte das denn? Spärlich bekleidete Vortänzerinnen erwartet man vielleicht bei anderen Bands, aber bei HENKE?! Und auch der mit großer Spannung erwartete Auftritt von Sonja Kraushofer war eine derbe Enttäuschung. Außer, sich ein paar Papierflieger quasi selber auf die Schuhe zu werfen, zu den Klängen von Helden in einer unsäglich unvorteilhaften Presswurstpelle herumzuzucken und die so lieb gewonnene Hanna umso schmerzlicher vermissen zu lassen, hatte sie nichts zum Konzert beizutragen. Und so bleibt zum ersten Mal am Ende einer Performance von Oswald Henke ein fader Beigeschmack (siehe auch: in eigener Sache).

Nachdem wir anschließend von der undurchsichtigen Pressepolitik von Eisbrecher und den Foto-Restriktionen bei The Sisters of Mercy doch etwas bedient waren, ließen wir den Abend bei den Leuten vom Dunkelvolk ausklingen und machten uns auf den Heimweg. Morgen ist auch noch ein Tag. Und der sollte besser werden – viel besser!

Sonntag, 22. Juli 2012

Ungewöhnlich sonnig empfing uns der zweite Tag beim Amphi 2012 und ließ es zunehmend wahrscheinlicher werden, dass dieses Jahr Außergewöhnliches passieren würde: ein Amphi ohne nass zu werden! Standen wir in den letzten Jahren immer wieder unter der ungnädigen Fuchtel eines missmutigen Regengottes, wurden wir an diesem Wochenende von unschönen Wetterkapriolen verschont.

Leider musste ich vormittags noch anderweitige Pflichten erfüllen, so dass ich meiner Chefin erst ab dem frühen Nachmittag zur Seite stehen konnte. Dafür gab es heute aber auch meine Lieblingsbands in geballter Fülle zu sehen, und ein eifriges Hin- und Herpendeln zwischen Staatenhaus und Mainstage war die Folge.

Lord of the Lost @ Amphi-Festival 2012

Bei Lord of the Lost habe ich ganz offensichtlich etwas verpasst – aber die Jungs kommen ja bald als Support von der Letzten Instanz auf Tour.

Auch von Solar Fake, Aesthetic Perfection, The OtherWhispers In The Shadow und der Rammstein-Coverband Stahlzeit – die dem Original in nichts nachstehen! – findet ihr jede Menge Fotos in unserer Galerie am Ende des Artikels.

Aesthetic Perfection @ Amphi-Festival 2012

Stahlzeit @ Amphi-Festival 2012

Coppelius

Los ging es für mich mit dem ältesten Kammermusikensemble der Welt, Coppelius.

Coppelius @ Amphi-Festival 2012

Mehr oder weniger durch Zufall beim Amphi 2009 auf die Band aufmerksam geworden, lasse ich mir seither auf keinem Festival mehr ihre Auftritte entgehen.

Dennoch musste ich mich kurz vor Schluss dann doch losreißen, wollte ich doch auf keinen Fall die neuen Songs und die Kletterkünste von Roque verpassen, denn auf der Main luden die Crüxshadows zum Abtanzen ein.

The Crüxshadows @ Amphi-Festival 2012

18 Summers

Kaum atemlos zu Ende zugehört, schnell während des letzten Songs zurück zum Staatenhaus, denn hier galt es, eine persönliche Premiere zu erleben: niemals zuvor hatte ich 18 Summers live gesehen, auch nicht, als sie noch unter dem Namen Silke Bischoff auftraten und mit The Churchbells and the Razorblades die grandiose Hymne einer ganzen Generation düster-melancholischer Gothen aufnahmen. Mit betörend schöner Stimme und überwiegend ruhigen Songs ein Ausflug zurück in frühere Tage, düstere Stunden und lange Nächte. Da musste ich mich am Ende schon schütteln, um wieder im Hier und Jetzt anzukommen.

18 Summers @ Amphi-Festival 2012

Mono Inc.

Und da kam es gerade recht, dass seit ein paar Minuten draußen die Truppe von Mono Inc. ihr Set zum Besten gab. Mitreißende Songs zum Tanzen und Mitsingen, ganz egal, ob man den Text nun kennt oder nicht, und eine Band, die es versteht, immer wieder ihr Publikum auf einizgartige Weise einzubeziehen und zum Mitmachen zu animieren. Was tut man nicht alles, damit man auf MonoIncTv gut aussieht: wir sind die Folge 136!

Mono Inc. @ Amphi-Festival 2012

Blutengel

Dezent untrue für einen Angel of the Dark freute Chris Pohl sich denn über das sonnige Sommerwetter beim Auftritt von Blutengel, und aufgrund diverser Terminkollisionen hieß es für uns dann auch schon Abschied nehmen vom Amphi-Festival und den vielen Freunden, die wir dort wiedergetroffen haben.

Blutengel @ Amphi-Festival 2012

In eigener Sache

Vieles auf dem Amphi ist im nunmehr achten Jahr vertraut und familiär. Besonders positiv ist mal wieder die friedliche Stimmung hervorzuheben.

Das ein oder andere Kopfschütteln bleibt natürlich nicht aus. Wie sollte es auch, wenn man einen Vater sieht, der während des Auftrittes der Crüxies seinen vielleicht vierjährigen Sohn auf den Schultern vor die Bühne trägt – ohne Gehörschutz?! Die Idee mit den Schließfächern am Eingang ist wirklich zu begrüßen, und auch ich hatte schon daran gedacht, vielleicht eines zu belegen, um Schirm und Regenjacke zu verstauen. Doch dann bekamen wir von anderen Besuchern mit, dass beim Öffnen das Geld weg ist, und man erneut zahlen muss, wenn man wieder abschließen will. Wer da zwei statt einen Euro eingeworfen hatte war gleich doppelt bestraft, denn auf den Schließfächern stand lediglich, einen oder zwei Euro einwerfen – und nicht dass das Geld dann auf Nimmerwiedersehen dahin ist.

Tja, und Herr Henke… ich weiß wirklich nicht, was ich davon halten soll. Erst ist Hanna nicht mehr dabei, dann wird ein Album in drei Teilen veröffentlicht und der geneigte Fan darf dreimal löhnen, wenn er das Werk komplett haben will, und schließlich verkauft Oswald sich und seine Band häppchenweise über Facebook, wo man Teilnahmen an Proben und Grillabende mit der Band ersteigern kann. Okay, irgendwie muss man seine Produktionskosten zusammen bekommen, und Bands wie ASP sind da noch weit skrupelloser, was Sonderausgaben hier und Limited Edition da und noch eine Version und noch eine angeht. Aber irgendwie will das nicht zu dem Menschen Oswald Henke passen, der hinter so vielen wundervollen Projekten steht.

Aber genug gejammert, es ist schön zu sehen, wie sich das Amphi von Jahr zu Jahr im Detail verbessert, um auch bei der neunten Auflage seinen Besuchern ein tolles Wochenende zu bieten.

In diesem Sinne, bis nächstes Jahr!

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Geschrieben von neontrauma

Hej! Ich bin Anne aka neontrauma, 27, wohne in Leverkusen & arbeite als Webdesignerin in Köln. Mein Herz schlägt für Fotografie & Webdesign, Sport, Hunde & den Besten... möchtest du mehr erfahren? Du findest mich übrigens auch auf Google+ (mein persönliches Profil), Google+ (neontrauma.de auf G+), Twitter und Instagram.

Schandmaul & Burn @ Rhein-Sieg-Halle Siegburg, 19.4.2012

Schandmaul @ Siegburg, 19.4.2012

Eine ziemlich dicke Pechsträhne hat Schandmaul-Frontmann Thomas da erwischt: letzten Sommer zog er sich erst eine Schulterverletzung zu und konnte vorerst keine Gitarre mehr spielen – und im Februar erwischte ihn dann eine Kehlkopfentzündung. Schweren Herzens hatten die Schandmäuler den zweiten Teil ihrer Traumtänzer-Tournee deswegen unterbrechen und in den April verschieben müssen.

Nun war es endlich soweit – und prompt klemmte Thomas sich einen Nerv im Rücken ein. Davon ließ er sich allerdings nicht aufhalten (ebenso wenig wie Birgit von ihrem kugelrunden Babybauch) und so hieß es endlich am Abend des 19. April in der Siegburger Rhein-Sieg-Halle: Bühne frei für Schandmaul und Burn!

Burn

Trotz des neuen Termins hatte sich die Halle gut gefüllt. Gegen 20 Uhr betrat die Supportband Burn die Bühne, um eine gute halbe Stunde lang ihre Songs zum Besten zu geben. Auch wenn die Münsteraner nicht bei allen Anwesenden so ganz den Geschmack trafen, wussten sich Songs wie der Opener Burn for you doch mit einem Ohrwurm festzusetzen.

Burn @ Siegburg, 19.4.2012

Setlist Burn

  1. Burn for you
  2. Ghost
  3. Ninety-nine Floors
  4. Bunny
  5. Bursting Clouds
  6. The negative Me
  7. Why don’t you find out for yourself

Schandmaul

Eine kurze Umbauphase später tauchte blaues Lichterspiel die Bühne in eine zauberhafte Atmosphäre, während die Bandmitglieder nach und nach ihre Plätze einnahmen. Mit dabei: ein neues Gesicht?!

Schandmaul @ Siegburg, 19.4.2012

Mitnichten. Der Teufelsgeiger Tobi von Fiddler’s Green sprang hier als Ersatz für die hochschwangere Anna ein – und wie die Band mittlerweile bekannt gab, ist gestern Nacht ihr kleines Schandmäulchen auf die Welt gekommen. Herzlichen Glückwunsch, und den Titel “fruchtbarste Band Deutschlands” haben sie sich bei so viel Nachwuchs redlich verdient! :-)

Schandmaul @ Siegburg, 19.4.2012

Die Setlist war randvoll gepackt mit sowohl neueren Stücken, als auch echten Klassikern wie etwa den Herren der Winde oder Die goldene Kette. Neben dem abwechslungsreichen musikalischen Programm sorgten nicht zuletzt Thomas’ humorvolle Ansagen dafür, dass die Zeit im Nu verflog. Viel zu schnell ging der Abend zur Neige – aber mit auf den Heimweg gaben die Schandmäuler ihren Fans noch eine ordentliche Portion Zugaben!

Schandmaul @ Siegburg, 19.4.2012

Setlist Schandmaul

  1. Intro
  2. Powerdudler
  3. Auf hoher See
  4. Herren der Winde
  5. Hexeneinmaleins
  6. Hofnarr
  7. Wolfsmensch
  8. Assassine
  9. Geas Traum
  10. Bis zum Morgengrauen
  11. Die goldene Kette
  12. Vogelfrei
  13. Lichtblick
  14. Pakt
  15. Henker – Gebt acht – Medley
  16. Traumtänzer
  17. Walpurgisnacht
  18. [Zugabe] Teufelsweib
  19. [Zugabe] Dein Anblick
  20. [Zugabe] Sturmnacht
  21. [Zugabe] Krieger
  22. [Zugabe] Wandersmann & Trinklied
  23. [Zugabe] Willst du?
  24. [Zugabe] Auf Euch…

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Deathstars & Marionette @ Luxor Köln, 10.3.2012

Deathstars @ Köln, 10.3.2012

Vor wenigen Wochen noch als Supportband mit Rammstein unterwegs, und dazu die Veröffentlichung eines Best Of-Albums: die Deathstars geben wie immer Vollgas!
Auf ihrer aktuellen Tournee legen die Schweden auch vier Auftritte in Deutschland ein, sodass es am Abend des 10. März hieß: jetz kütt de Todesstern no Kölle! ;-)

Ein Wort vorab: beengte Verhältnisse ohne Fotograben oder nennenswertes Licht (so wörtlich kann man also “Düster-Glam” nehmen)… man verzeihe mir die Auswirkungen, die diese Umstände auf die Qualität der Fotos hatten. *hust*

Das Luxor war bereits gut gefüllt, als um kurz nach halb acht die Vorband Marionette loslegte: Wie auch die Deathstars stammen Marionette aus Schweden und schlagen einen krachenden Bogen zwischen schwedischem Deathmetal und der japanischen Visual Kei-Kultur. Beim Publikum kam das verdammt gut an.

“Are you ready for Deathstars?”, wollten Marionette wissen, und erhielten als Antwort frenetischen Jubel: gegen neun Uhr ging es nach einer ausgiebigen Umbauphase endlich weiter.
Das Death Glam-Quintett betrat die Bühne zu den ersten Takten von Mark of the Gun und die Deathstars machten schnell klar, dass dies alles andere als ein beschaulicher und langweiliger Abend werden würde!

Der überwiegende Part der Setlist umfasste Songs, die sich auch auf der Best Of-Scheibe finden, darunter das neue Stück Metal. Mit von der Partie waren natürlich auch die beiden Hits Blitzkrieg und Cyanide, das als vorerst letzter Song gespielt wurde, ehe mit Trinity Fields und schließlich Death Dies Hard noch zwei Zugaben auf das kräftig bangende Publikum abgefeuert wurden.

Setlist Deathstars

  1. Mark of the Gun
  2. Motherzone
  3. Semi-Automatic
  4. New Dead Nation
  5. Night Electric Night
  6. Tongues
  7. Fuel Ignites
  8. Chertograd
  9. Blitzkrieg
  10. Blood Stains Blondes
  11. Metal
  12. Cyanide
  13. Trinity Fields
  14. Death Dies Hard

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Eisbrecher & Lord of the Lost @ LMH Köln, 1.3.2012

Eisbrecher @ Live Music Hall Köln, 1.3.2012

Nachdem die bereits für den November letzten Jahres angesetzte Tournee ja verschoben werden musste, war es nun endlich soweit: Eisbrecher voraus in Köln!
Mit an Bord: die Jungs von Lord of the Lost, die für eine krachende Eröffnung des Abend sorgen würden.

Lord of the Lost

Brechend voll ist es in der ausverkauften Live Music Hall, als Käpt’n Alexx etwas früher als erwartet um Viertel nach acht die Bühne betritt und Lord of the Lost ankündigt. Selbige kommen aus St. Pauli und haben ihre jüngste Scheibe “Beside & Beyond” im Seesack mit dabei.

Lord of the Lost @ Live Music Hall Köln, 1.3.2012

Nachdem bereits der Opener Black Lolita gut ankommt, steigert sich die Stimmung bei Sex on Legs  und Do you wanna die without a Scar noch weiter. Frontmann Chris schäkert während des Auftritts auf sympathische Art mit der Menge und hat sichtlich Spaß daran, seinen durchtrainierten Körper zu zeigen.
Eine Hommage an Eisbrecher schließt sich im späteren Verlauf an, als auf einmal ein paar Verse von Miststück dazwischengeschoben werden – ein 1A Garant dafür, dass das Publikum aus vollem Hals mitsingt.
Insgesamt zehn Stücke geben Lord of the Lost zum Besten.

Lord of the Lost @ Live Music Hall Köln, 1.3.2012

Setlist Lord of the Lost

  1. Black Lolita
  2. Sex on Legs
  3. Do you wanna die without a Scar
  4. Heart for Sale
  5. Bad Romance (Lady Gaga-Cover)
  6. Epiphany
  7. Prison
  8. Break your Heart
  9. Dry the Rain
  10. Eure Siege

Eisbrecher

Als Alexx Wesselsky schließlich zum zweiten Mal an diesem Abend auf der Bühne erscheint, diesmal zusammen mit seinen Mannen, begrüßt ihn noch mehr Jubel als beim ersten Mal. Sogar aus Frankreich sind einige Fans angereist, die stolz ihre Flagge hochhalten und von Alexx auf französisch willkommen geheißen werden.

Eisbrecher @ Live Music Hall Köln, 1.3.2012

Mit dem Exzess Express geht man denn direkt mit einem Stück der neuen Scheibe “Die Hölle muss warten” in die Vollen, ehe mit Willkommen im Nichts und Angst zwei altbewährte Klassiker folgen. Auch im weiteren Verlauf des Abends wechseln sich bekannte Hits und neue Stücke bunt miteinander ab. Sogar eine Schlager-Einlage gibt es zwischendurch zu hören… aber keine Sorge: Songs wie Prototyp oder Verrückt beweisen, dass man in Sachen Sound auch auf dem neuen Album hart auf Eisbrecher-Kurs bleibt.

Eisbrecher @ Live Music Hall Köln, 1.3.2012

Im Großen und Ganzen gibt sich das Publikum, warum auch immer, dennoch eher verhalten und rockt leider nicht so ab, wie es eine Eisbrecher-Show eigentlich verdient hätte.

Nach This is Deutsch verabschiedet man sich denn von Köln – aber eingefleischte Fans wissen natürlich, dass das längst nicht alles gewesen sein kann. Und so lassen sich die Herren Eisbrecher denn auch nicht lange bitten und packen nochmal ein sattes Set von vier Zugaben aus: jetzt gibt es endlich auch das Miststück in ganzer Länge zu hören! Den Abschluss des Abends bildet schließlich jenes Stück, das beim Titel des aktuellen Albums Pate stand: Die Hölle muss warten. Und dass sie das tut, ist auch gut so, denn vorerst werden Eisbrecher hoffentlich noch jede Menge geiler Konzerte spielen!

Eisbrecher @ Live Music Hall Köln, 1.3.2012

Setlist Eisbrecher

  1. Exzess Express
  2. Willkommen im Nichts
  3. Angst
  4. Abgrund
  5. Verrückt
  6. Antikörper
  7. Leider
  8. Herz aus Eis
  9. Amok
  10. Schlager-Einlage :o)
  11. Die Engel
  12. Prototyp
  13. Vergissmeinnicht
  14. Schwarze Witwe
  15. Heilig
  16. This is Deutsch
  17. Kann denn Liebe Sünde sein
  18. Ohne Dich
  19. Miststück
  20. Die Hölle muss warten

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Winter Ends 2012

The Fright @ Winter Ends-Festival 2012

Eine Premiere erlebte das Kölner MTC Anfang letzter Woche, fand hier doch das erste Winter Ends-Festival statt: zwei Abende, sechs Bands und jede Menge Metal.
Los ging’s am Montag mit Crud, The Fright und Jesus On Extasy, ehe am darauffolgenden Abend Mirrored In Secrecy, Leviathan und Burden auf der Bühne standen.

Die Fotos gibt’s am Ende dieses Artikels chronologisch sortiert. :o)

Montag, 27. Februar 2012

Los ging es am Montagabend rund eine Dreiviertelstunde später als geplant – wie übrigens auch am Dienstag.

Crud

Crud kommen aus Dormagen und eröffneten das Winter Ends mit einer Mischung aus Gothic-Rock und Metal.

Crud @ Winter Ends-Festival 2012

Setlist Crud

  1. My Everything
  2. Your Face
  3. Like the Rain
  4. ???
  5. Live my Life
  6. Still here
  7. Tears
  8. Sedated
  9. Trust in me
  10. Tell me

The Fright

Als nächstes standen die Horrorpunker von The Fright auf der Bühne.

The Fright @ Winter Ends-Festival 2012

Setlist The Fright

  1. Late Night Affections
  2. Immortal
  3. Wild’n’Undead
  4. Beloved Night
  5. Die with me
  6. Netherworld
  7. Midnight Revolution
  8. Horrock’n’Roll
  9. Heart & Soul
  10. Black Rose
  11. 666 Full Speed Ahead
  12. Sin City
  13. Avenger of Crow
  14. Mother

Jesus On Extasy

Beim Headliner des Montags handelte es sich um Jesus on Extasy, die eine ordentliche Portion Glam-Rock made in Essen mitbrachten.

Jesus On Extasy @ Winter Ends-Festival 2012

Setlist Jesus On Extasy

  1. Forever now
  2. Freak me out
  3. Lost in Time
  4. Last Day
  5. Nothing to cry for
  6. Vendetta
  7. Pulse
  8. Assassinate me
  9. Heartless

Dienstag, 28. Februar 2012

Mirrored In Secrecy

Als erstes betraten am Dienstag Mirrored In Secrecy die Bühne – deren Sänger und Mastermind David übrigens der Initiator des Winter Ends ist. :-)

Mirrored In Secrecy @ Winter Ends-Festival 2012

Setlist Mirrored In Secrecy

  1. Day of Renewal
  2. Never Enough
  3. Everything I hate
  4. Break these Walls
  5. Mortality
  6. Until you bleed
  7. Raise the Flags
  8. Journey ends
  9. Come to Grief
  10. Truth
  11. Craving for the Sin

Leviathan

Weiter ging es mit dem Melodic Death Metal der Gruppe Leviathan

Leviathan @ Winter Ends-Festival 2012

Setlist Leviathan

  1. Towards the Storm
  2. When only Despair remains
  3. About Fangs and Feathers
  4. Reaper’s Edict
  5. Sway of the Stars
  6. Servants of the Nonexistent

Burden

… und den Abschluss des Winter Ends 2012 bildete schließlich der Auftritt von Burden.

Burden @ Winter Ends-Festival 2012

Setlist Burden

  1. The Slug. The Drag. The Misery
  2. Done with Denial
  3. Shore ??
  4. The Fool
  5. Process (into nothing)
  6. Black Room
  7. Bless the Broken
  8. Man of no Account
  9. Conflict

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Geschrieben von neontrauma

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Megaherz & Hämatom @ Underground Köln, 4.2.2012

Megaherz @ Underground Köln, 4.2.2012

Frostige Temperaturen um die -10°C herrschen an diesem Abend im Februar, ein sternenklarer Nachthimmel spannt sich über Köln-Ehrenfeld. Alles andere als kalt ist es jedoch im rappelvoll ausverkauften Underground: schon weit vor dem Auftritt der Supportband Hämatom drängt man sich dort dicht an dicht.

Hämatom

Hämatom legen gegen acht Uhr los, sich ins Zeug und einen saugeilen Auftritt hin! Eine gelungene Mixtur aus eingängigen, promilletauglichen :) Texten und harten Riffs, provokant und rotzig-rockig.

Hämatom @ Underground Köln, 4.2.2012

Mit dabei: eine kulturgeschichtliche Exkursion ins Neandertal, ein Loblied auf Evas Sündenfall und ein vom kompletten Underground mitgebrülltes “Leck mich, du Wichser, leck mich!”. Nord (Gesang), Ost (E-Gitarre), Süd (Schlagzeug) und West (E-Bass) geben sich mit viel Schminke, Plastikmasken beziehungsweise einem bestickten Jutesack auf dem Kopf die Ehre und sind ein echter Live-Tipp.

Hämatom @ Underground Köln, 4.2.2012

Somit können die Franken, die übrigens kurz vor ihrem 200. Konzert stehen, an diesem Abend sicher jede Menge neue kölsche Fans für sich gewinnen. In dem Sinne: stay kränk!

Megaherz

Um kurz nach neun entern dann Megaherz die Bühne, und nach dem Intro geht’s mit Glas und Tränen direkt in die Vollen. Lex und die Seinen haben sichtlich ihren Spaß an der ganzen Sache, reißen Witze und später wird Lex sogar eine Stagediving-Runde quer durch’s Publikum drehen. Der Kracher Beiß mich pusht die Stimmung im Underground weiter hoch, und mit ihr sowohl die Raumtemperatur, als auch den allgemeinen Alkoholpegel.

Megaherz @ Underground Köln, 4.2.2012

Im Mittelteil gibt es denn mit Songs wie Jagdzeit, Mann im Mond oder Prellbock viel von der aktuellen Scheibe “Götterdämmerung” zu hören, die am 20. Januar auf die Regale der Plattenläden losgelassen wurde. Auch auf diesem Album schreckt man vor sozialkritischen Themen nicht zurück; so erzählt etwa Rabenvater von einem Mann, der seine Tochter missbraucht.

Megaherz @ Underground Köln, 4.2.2012

Mit Kopfschuss und Freiflug kommen im Verlauf des Abends meine persönlichen All Time-Favoriten dran, weitere Höhepunkte sind Dein Herz schlägt und Heuchler.

Zu guter Letzt lassen sich die Herzen nicht lange bitten und starten mit einer ausgiebigen Zugabe nochmal so richtig durch, und deren krönenden Abschluss bildet – wie könnte es anders sein – Miststück, das vom Publikum lautstark mitgesungen wird.
Heiser und verschwitzt stolpert man dann nach einem Abstecher zum Merchstand schließlich wieder hinaus in die Kälte – und freut sich schon auf das nächste Megaherz-Konzert!

Megaherz @ Underground Köln, 4.2.2012

Setlist Megaherz

  1. Intro
  2. Glas und Tränen
  3. Beiß mich
  4. 5. März
  5. Kopfschuss
  6. Jagdzeit
  7. Mann im Mond
  8. Dein Herz schlägt
  9. Freiflug
  10. Prellbock
  11. Rabenvater
  12. Feindbild
  13. Gott sein
  14. Das Licht am Ende der Welt
  15. Abendstern
  16. Heuchler
  17. Heute Nacht
  18. Miststück

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Empyrium & Dornenreich @ Bochum, 21.1.2012

Dornenreich @ Christuskirche Bochum, 21.1.2012

Den Konzertbericht hat der Beste (Ragnar) geschrieben, die Fotos stammen von mir. ;)

Dornenreich und Empyrium gemeinsam in den Gemäuern einer ehrwürdigen Kirche zu sehen versprach ein großes Konzerterlebnis – es wurde ein Abend mit Licht und Schatten.
Doch der Reihe nach…

Die Anfahrt zur Christuskirche in Bochum gestaltete sich schwieriger als gedacht, befinden sich doch an der angegebenen Adresse am Westring ein Fußweg, eine Einfahrt zu einer Tiefgarage und sonst – nichts! Ohne Ortskundigkeit ist da nichts zu machen, und erst nach einigen unfreiwilligen Runden im Auto und zu Fuß gelang es uns schließlich, den Veranstaltungsort zu finden.
Immerhin hat es mit der Akkreditierung reibungslos geklappt, und dafür einen herzlichen Dank an Pfarrer Thomas Wessel.

Ein kleiner Bereich mit Stühlen war als Pressebereich eingerichtet, und so fanden wir schnell unsere Plätze – und damit hatten wir allen anderen Besuchern des Konzertes gegenüber eine großen Vorteil. Denn jeder, wirklich jeder lief mit ratlosem Gesicht durch die Reihen der Bänke und versuchte das System hinter der Beschilderung der Sitzplätze zu verstehen. Auch dieser Umstand trug sicher mit dazu bei, dass das Konzert erst mit einer geschlagenen Dreiviertelstunde Verspätung begann.

Dornenreich

Um 20:45 also betraten Dornenreich die Bühne, um ein exklusives Akustikset zum Besten zu geben. Nun muss ich vorweg schicken, dass ich Dornenreich nur vom Hörensagen kenne, aber dieses Hörensagen war immer voll des Lobes, und wenn sie gemeinsam mit Empyrium auftreten… aber ich war am Ende noch nicht wirklich überzeugt. Keine Frage, das Violinen- und Gitarrenspiel von Thomas Inve Riesner und Jochen Eviga Stock ist überaus virtuos, ja betörend. Aber spätestens ab dem dritten, vierten Lied dachte ich immer wieder: diese Akkordfolge, diese Melodie, das hab ich doch schon mal gehört?

Dornenreich @ Christuskirche Bochum, 21.1.2012

Und so kam mir das Set insgesamt, bei aller Inbrunst und Energie des Vortrages, ein wenig eintönig vor. Nun fehlte mir aber die Möglichkeit, die Akustikversionen mit den Albumversionen zu vergleichen, und da hat mich nun doch die Neugierde gepackt und ich werde mein Einkaufskörbchen demnächst mal mit der einen oder anderen Dornenreich-CD füllen.

Dornenreich @ Christuskirche Bochum, 21.1.2012

Setlist Dornenreich

  1. Flügel in Fels
  2. Der Hexe nächtlich Ritt
  3. Meer
  4. ?
  5. ?
  6. Instrumental
  7. Jagd
  8. Instrumental
  9. Aufbruch
  10. Reime faucht der Märchensarg

Empyrium

Dann aber war es Zeit für Empyrium, eine Band, die für mich kaum mit Worten zu fassen ist ob ihrer Tiefe und Ausdrucksstärke. Und so war ich äußerst gespannt, wie die Truppe um Ulf Theodor Schwadorf sich live präsentieren würde. Zur Erinnerung: neben dem Auftritt beim WGT 2011 sollte dies das erste Einzelkonzert der Bandgeschichte werden!

Empyrium @ Christuskirche Bochum, 21.1.2012

Los ging es mit “The days before the fall”, dem ersten Song der Band nach der Neugründung 2010, der Großes hoffen lässt, sollten Empyrium tatsächlich noch einmal ein ganzes Album auf die Beine stellen. Sofort war das Publikum begeistert mit dabei, und weiter ging die Reise, diesmal ganz zurück an den Anfang der Bandgeschichte, “The franconian woods in winter’s silence” aus dem ersten Album “A wintersunset…”. Untermalt wurde das Ganze durch sparsame, gleichsam psychedelische Lichteffekte und – beabsichtigt oder nicht – ein wunderschönes Schattenspiel an der Kirchenwand.

Nach einer kleinen akustischen Atempause folgte mit “Mourners” ein echter Kracher aus dem meiner Meinung nach besten Album von Empyrium: “Songs of moors and misty fields”.
Darüber, was dieses Album mir bedeutet, habe ich mich ja an anderer Stelle schon ausführlich geäußert. Der Song ist so vielschichtig und verwoben, so abwechslungsreich, und doch haben alle Musiker gemeinsam es geschafft, daraus ein in sich geschlossenes Kunstwerk entstehen zu lassen – großes Bandplay, Respekt.

Empyrium @ Christuskirche Bochum, 21.1.2012

Ein bißchen würde ich mir wünschen, dass Empyrium, wie Pink Floyd das ja schon vorgemacht haben als sie die komplette “Dark side of the moon” innerhalb der Pulse-Tour spielten, das ganze Album innerhalb ihrer Konzerte darbieten würden. Denn auch wenn “Songs of moors and misty fields” kein Konzeptalbum im eigentlichen Sinne ist, so erzählt es doch eine durchgehende, aufeinander aufbauende Geschichte, und es ist schwierig, da einzelne Songs rauszureißen. Und so fehlte irgendwie “The blue mists of the night” als Überleitung zu “Mourners”, und ebenso irritiert war ich im ersten Moment, danach nicht “Ode to melancholy” zu hören, wie es eben auf dem Album ist.

Doch das anschließende “Die Schwäne im Schilf” konnte dafür mehr als entschädigen, denn auch das letzte Album, “Weiland”, birgt wunderschöne Kleinodien. Allen, die hoffen, aus “The days before the fall” würde sich ein neues Album entwickeln, gab das nächste Stück Hoffnung: es gab ein weiteres neues  Stück, “Dead winter ways”, welches bisher noch nicht veröffentlicht wurde und nur auf dem WGT zu hören gewesen ist.

Empyrium @ Christuskirche Bochum, 21.1.2012

Doch auch der schönste Abend muss einmal enden, und so wurde das nächste auch als das letzte Stück angekündigt: “Der Weiher”. Und nach diesem vermeintlich letzten Song bewies Schwadorf einmal mehr Größe, als er auf das übliche “Wir gehen jetzt raus und lassen uns bitten”-Ritual verzichtete, und stattdessen schlicht fragte, “Wollt ihr noch was hören?”. Was für eine Frage, und so gab es noch “Many moons ago” und “Das blau-kristallne Kämmerlein” zu hören. Und angesichts des frenetischen Beifalls für diese rundum gelungene Konzert blieb die Band dann doch noch auf der Bühne, um noch einmal “Mourners” zu spielen, als, so Schwadorf, Dankeschön für den riesigen Applaus. Somit konnte das Publikum noch einmal ganz tief eintauchen in alles, was Empyrium in ihrer Größe ausmacht und weitere knapp 10 Minuten Live-Performance von großer Klasse erleben.

Was nehmen wir also von diesem Abend in Bochum mit hinaus auf die nächtliche Heimfahrt? Dass die Christuskirche sich gut zu verstecken weiß und ihr eine eindeutige Platzkennzeichnung gut zu Gesicht stehen würde, dass ich mich noch einmal näher mit den Alben von Dornenreich beschäftigen muss, und dass Empyrium die hohen, sehr hohen Erwartungen erfüllen konnten, die ich in dieses Konzert gesetzt hatte. Und dass es gleich an der nächsten Ecke am Westring einen Pizzerialieferservice gibt, der bis 1:00 Uhr aufhat und hungrigen Reisenden schnell zwischen zwei Bestellungen eine fantastische und preiswerte Pizza für den Heimweg backt!

Setlist Empyrium

  1. The days before the fall
  2. The franconian woods in winter’s silence
  3. Where at night the wood grouse plays
  4. Heimwärts
  5. Mourners
  6. Die Schwäne im Schilf
  7. Dead winter ways
  8. Der Weiher
  9. Many moons ago
  10. Das blau-kristallne Kämmerlein
  11. Mourners

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The Christmas Ball Festival 2011 @ Köln

Solitary Experiments @ The Christmas Ball Festival 2011, Köln

Nachdem die Christmas Ball-Festivaltournee am Vortag bereits in Hannover eröffnet wurde, ging es am Abend des 27. Dezembers 2011 in Köln weiter.
Mit Solitary Experiments, Hocico, Combichrist, The Klinik und Front 242 waren fünf namhafte Bands angereist, um ab 19 Uhr im Tanzbrunnen – der dem geneigten Schwarzkittel durch das Amphi-Festival wohlbekannt ist – einzuheizen.

Solitary Experiments

Eröffnet wurde der Abend von Solitary Experiments. Die Berliner Electro-Formation wusste mit ihren eingängigen Songs zu überzeugen und wärmte das Publikum mit den gut tanzbaren Stücken wie Delight oder Rise and Fall ordentlich auf.

Solitary Experiments @ The Christmas Ball Festival 2011, Köln

À propos Publikum: dass die Halle zu diesem Zeitpunkt eher spärlich gefüllt war, lag nicht etwa daran, dass erst zu wenige zum Tanzbrunnen gekommen wären – vielmehr drängten sich viele der Anwesenden lieber im hell erleuchteten Vorraum um diverse Biertische. True Goth… *hust*
Drinnen hatte man auf jeden Fall sowohl vor, als auch auf der Bühne mächtig Spaß.

“Jetzt kommt der Endspurt”, grinste ein sichtlich gut gelaunter Dennis Schober schließlich nach rund 40 Minuten, und zu Glory and Honour wurde noch einmal so richtig gefeiert.

Solitary Experiments @ The Christmas Ball Festival 2011, Köln

The Klinik

Weiter ging es mit wahren Veteranen des EBM: The Klinik. Die Köpfe ganz im Stil ihrer Auftritte in den 80ern mit Verbänden umwickelt, betraten die beiden Belgier die Bühne. Dieses Erscheinungsbild und die Videoprojektionen im Hintergrund, gepaart mit einer zumeist in weitestgehende Dunkelheit getauchten Bühne, unterstützen die düstere, betörend-verstörende Atmosphäre der Songs perfekt.

The Klinik @ The Christmas Ball Festival 2011, Köln

Gespielt wurden unter anderem Cold as Ice, Obsession, Hours and Hours oder natürlich auch der Klassiker Move Your Hands. Nur auf eines meiner Lieblingsstücke, Someone somewhere, wartete ich leider vergeblich.

Hocico

Hocico kommen aus Mexiko und kamen erstmal gar nicht. :o) Während das Intro Breathe me Tonight vom Band lief, blieb dem Publikum somit ausreichend Zeit, um das Bühnenarrangement bestehend aus einem gehörnten Torso als Mikroständer sowie neun Monitoren zu begutachten, auf denen synchron das gleiche Video gezeigt wurde wie auch auf der großen Leinwand im Hintergrund.

Combichrist @ The Christmas Ball Festival 2011, Köln

Schließlich zeigten sich Erk Aicrag und Racso Agroyam denn aber doch auf der Bühne und hatten eine fulminante Setlist im Gepäck: Bite Me, Spirits of Crime, Poltergeist, …

Hocico @ The Christmas Ball Festival 2011, Köln

Mittlerweile hatte sich auch die Halle gut gefüllt.
Ein Becherpfand hätte vielleicht verhindert, dass der Boden innerhalb kürzester Zeit mit einer klebrigen Mixtur aus verschüttetem Bier, Colaresten und kaputten Plastikbechern bedeckt war – somit erfüllten die allgegenwärtigen Kampfstiefel und Plateauschuhe dann aber zumindest auch mal einen praktischen Nutzen. :o)

Combichrist

Für Aggrotech vom Feinsten stehen Andy LaPlegua und seine Mitstreiter: mit Shut up and Swallow, Get Your Body Beat, Fuckmachine und Konsorten heizten Combichrist den Fans ordentlich ein.

Combichrist @ The Christmas Ball Festival 2011, Köln

Spätestens zu diesem Zeitpunkt machte das Christmas Ball Festival dem Namen des Veranstaltungsorts denn auch alle Ehre. :o)

Combichrist @ The Christmas Ball Festival 2011, Köln

Front 242

Der Auftritt des Headliners Front 242 fiel für mich aufgrund der dürftigen nächtlichen Bahnverbindung zwischen zwei benachbarten Großstädten leider flach. :(

Nichtsdestotrotz ein gelungener Abend, der bei allen Anwesenden auch den letzten hartnäckigen Ohrwürmern à la Last Christmas den Garaus gemacht haben dürfte!

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Geschrieben von neontrauma

Hej! Ich bin Anne aka neontrauma, 27, wohne in Leverkusen & arbeite als Webdesignerin in Köln. Mein Herz schlägt für Fotografie & Webdesign, Sport, Hunde & den Besten... möchtest du mehr erfahren? Du findest mich übrigens auch auf Google+ (mein persönliches Profil), Google+ (neontrauma.de auf G+), Twitter und Instagram.

In Extremo & Rêverie @ Siegburg, 13.12.2011

In Extremo @ Siegburg, 13.12.2011

Ein ungewohnter Abend für die doch eher bürgerliche Siegburger Rhein-Sieg-Halle: in der Location am Fuße des Michaelsberges hatten sich In Extremo samt ihrer Vorband Rêverie angekündigt, um den Abend des 13. Dezembers 2011 ordentlich zu rocken.
Vielleicht lag es an der Tatsache, dass Siegburg bislang doch eher selten mit Szenekonzerten aufwarten konnte – aber in die Halle hätten schon noch einige Besucher mehr hineingepasst. Wie dem auch sei, die Anwesenden hatten auf jeden Fall ihren Spaß und kamen in den Genuss einer grandiosen Show!

Rêverie

Mit den Dark-Metallern von Rêverie ist eine ganz junge Formation am Start: nach einer gründlichen Vorbereitungsphase sind die Jungs um Max Leonhardt (seines Zeichens der Sohn von Götz Alsmann) gerade erst im November in Erscheinung getreten. So früh bereits die Tournee eines namhaften Acts wie In Extremo supporten zu dürfen, verspricht eine steile Karriereleiter. Toi toi toi!

Rêverie @ Siegburg, 13.12.2011

Rund eine halbe Stunde lang heizten Rêverie den Anwesenden ein. Leider fiel der Sound an diesem Abend nicht ganz so brillant aus, was es teilweise schwer machte, die Texte zu verstehen.

Rêverie @ Siegburg, 13.12.2011

In Extremo

Keine Frage: In Extremo verstehen es meisterlich, brachiale Gänsehautstimmung aufkommen zu lassen. Präsentiert wurde eine gelungene Mischung aus neueren Songs vom aktuellen Album Sterneneisen sowie altbekannten und geliebten Klassikern: Stetit Puellla, Küss mich, den fast schon unvermeidlichen Spielmannsfluch und schließlich, als krönenden Abschluss, den norwegischen Villeman og Magnhild.

In Extremo @ Siegburg, 13.12.2011

Aber nicht nur bei diesen Stücken bewiesen die anwesenden Fans solide Textkenntnisse. Jedes Lied wurde mal mehr, mal weniger textsicher, dafür jedesmal mit viel Spaß an der Freude mitgesungen. Auf den Opener Sterneneisen folgten unter anderem das wilde Zigeunerskat, Wind und Krummavisur.

In Extremo @ Siegburg, 13.12.2011

Eine gelungene Bühnenshow, bei der die Pyroeffekte natürlich nicht fehlen durften, rundete den Auftritt ab.

“Und nun ein Lied für alle Frauen”, kündigte Micha Rhein aka Das letzte Einhorn das romantische Stück Vollmond an. Weiter ging es mit Stalker und dem Zauberspruch VII, zwei Songs der aktuellen Scheibe, ehe Liam die Reihen zum Tanzen brachte.
Dem Schicksal eines “Kollegen”, der tief verliebt für seine Angebete musiziert, jedoch ohne dass diese von seiner Existenz auch nur wüsste, nahmen sich die sieben Spielleute dann in Unsichtbar an. Ave Maria und Siehst du das Licht folgten, und bei Mein rasend Herz und Viva la Vida erreichte die Stimmung schließlich ihren vorläufigen Höhepunkt.

In Extremo @ Siegburg, 13.12.2011

Bekanntlich soll man aufhören, wenn es am besten ist, und somit verließen In Extremo nach einem letzten “Viva La Vida  / Ja, so ist das eben” die Bühne… um natürlich mit einem satten Paket von fünf Zugaben wiederzukehren und den Abend gebührend abzuschließen!

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Geschrieben von neontrauma

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Faun & In Gowan Ring @ Live Music Hall Köln, 4.12.2011

Faun @ LMH Köln, 4.12.2011

Ein paar Stunden Pause vom Alltag, sich von magischen Klängen in eine zauberhafte Anderswelt entführen lassen: ein Konzert von Faun verspricht immer, ein besonderes Ereignis zu werden. Am 4. Dezember 2011 machten die PaganFolker im Rahmen ihrer Eden-Tour Station in der Kölner Live Music Hall.

In Gowan Ring

Eröffnet wurde der Abend von der amerikanischen Folkband In Gowan Ring, die bereits Anfang der Neunziger durch B’ee ins Leben gerufen wurde und die das Publikum mit ruhigen Klängen einstimmte.

In Gowan Ring @ Köln, 4.12.2011

Das Duo aus Portland bot ein recht kurzes, aber gleichwohl atmosphärisch dichtes Set dar, bei dem für zwei Songs auch SaTyr und Rüdiger mit auf die Bühne kamen.

Faun

Faun @ Köln, 4.12.2011

Weiße Tücher verhüllten den direkten Blick auf die Bühne – dann erblickte man dahinter die Schemen der Faune. Zu den Klängen von Lupercalia vollführten die beiden Damen Fiona und Raidra hintereinander stehend einen Tanz, dessen Schattenspiel an den vielarmigen Gott Shiva denken ließ.
Weiter ging es mit Zeitgeist, ebenfalls ein Stück des aktuellen Albums, bevor mit Rosmarin ein echter Klassiker an der Reihe war.

Wie immer wusste Oliver SaTyr seine Zuhörer mit Geschichten und Anekdoten zu den Liedern in seinen Bann zu ziehen. Und so folgte das Publikum den kraftvollen rhythmischen Stücken wie dem altenglischen Adam lay ybounden mit wippenden Füßen und wiegenden Hüften, um gleich darauf von den Faunen auf eine Traumreise durch eine melancholische Sage aus Finnland, Arcadia, mitgenommen zu werden.

Faun @ Köln, 4.12.2011

Während die Bühne abwechselnd in verschiedenfarbiges Licht getaucht wurde, taten Laserstrahlen, aufwallender Nebel und die liebevoll mit Efeu umrankten Instrumente ihr Übriges, um Mittelalter und Moderne kunstvoll miteinander zu verweben und die Show nicht nur akustisch, sondern auch visuell zu einem besonderen Erlebnis zu machen.

Faun @ Köln, 4.12.2011

Nach der wunderschönen spanischen Liebesballade Tinta ließen sich Faun natürlich nur zu gern um einige Zugaben bitten: mit Wind und Geige, Hymn to Pan und Golden Apples klang so ein bezaubernder Abend schließlich aus.

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Geschrieben von neontrauma

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Amphi-Festival 2011

[X]-RX @ Amphi-Festival 2011

Den Festivalbericht hat der Beste (Ragnar) geschrieben, die Fotos stammen von mir. ;)

Im siebten Jahr seines Bestehens darf man das Amphi-Festival schon fast als schwarz-kölsche Tradition ansehen: rund 16.000 Besucher strömten auch an diesem Wochenende wieder zum Tanzbrunnen.

Samstag, 16. Juli 2011

Die Wetterprognose für das Amphi war nicht gerade ermutigend, als wir uns auf den Weg machten, um uns dem größten schwarzen Event in Köln anzuschließen. Aber das ist man ja von den Jahren zuvor gewohnt und regelmäßig verwöhnt uns das Amphi mit geradezu eifeleskem Wetter: vier Jahreszeiten an einem Tag!

[X]-RX

Nachdem wir uns am Eingang mit einem kleinen Täfelchen Amphi-Schokolade beschenken ließen, ging es mit dem Opener [X]-RX los, die mit harten Elekrtoklängen vornehmlich die bunt leuchtende Fraktion der Festivalgäste begrüßten und zum Tanzen brachten. Da hieß es dann zum ersten Mal, vor fliegenden Ellbogen und Knien in Deckung gehen, und insbesondere der Song Virus Infect wusste sich mit einem hartnäckigen Ohrwurm festzusetzen.

[X]-RX @ Amphi-Festival 2011

Staubkind

Wie breit aufgestellt, wie polarisierend und wie divergent die Szene sich derzeit darstellt, wurde schon mit der zweiten Band deutlich: Staubkind betraten die Bühne und gaben mit Stücken wie Dein Engel schweigt oder Zu weit ihr eher nachdenklich-stilles Repertoire zum Besten.

Staubkind @ Amphi-Festival 2011

Im Staatenhaus legte die österreichische Formation mind.in.a.box los, gefolgt von Winterkälte, Frozen Plasma und Grendel.

Melotron

Nicht an ihre großen Konzerte früherer Tage anknüpfen konnten die Elektropopper von Melotron, die besonders ihre ältere Fangemeide etwas enttäuschten – ein doch eher mäßiger Auftritt auf der Mainstage.

Melotron @ Amphi-Festival 2011

Anschließend ging es einmal rund um das Gelände, es lockten die zahlreichen Händler und Buden, und wir waren sehr gespannt auf die erweiterte Händlermeile im Staatenhaus. Ein gelungener Ansatz, wie ich meine, denn hier konnte viel Raum gewonnen werden und auch das Café mit seinen 800 Sitzplätzen kam gut an.

Zeraphine

Für mich ging es dann weiter mit Zeraphine, ein Muss für jeden Liebhaber des DarkRock und auch wenn Sven Friedrich anfangs mit der Technik zu kämpfen hatte – was einen erfahrenen Frontmann aber nicht aus dem Konzept bringt – war es wieder mal ein Gig wie aus dem Bilderbuch!

Währenddessen wohnte neontrauma dem Infotainment-Vortrag von “Dr. Made” aka Dr. Mark Benecke im Theater bei, der dem geneigten Publikum einen unterhaltsamen Einblick in die Welt der Kriminalbiologie lieferte.

Samsas Traum

Samsas Traum durften dieses Jahr auf der Mainstage spielen, und der Herr Kaschte beglückte die Massen mit etlichen CDs und Shirts, die er zwischen den Songs verschenkte.

Samsas Traum @ Amphi-Festival 2011

 

Die Setlist enthielt diverse bewährte Klassiker: Ein Name im Kristall, F. M. N. F. / Nikotin und Meskalin, Für immer, Die Zärtlichkeit der Verdammten, Stromausfall im Herzspital, Endstation.Eden, Ein Fötus wie du und natürlich die Kugel im Gesicht. Mit Das vor allen Spiegeln und Heiliges Herz durften auch neuere Werke nicht fehlen.

Persephone

Nächster Punkt auf meiner Liste war das Konzert von Persephone im Theater. Die bekannt hervorragende Stimme von Sonja Kraushofer (L’Âme Immortelle) solo in einem klassischen Arrangement? Das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Und ich wurde nicht enttäuscht, es gab intensiv vorgetragenes, ja gelebtes Musiktheater höchster Güte. Wenn ihr je die Gelegenheit bekommt: anschauen!

Die Krupps

Am Abend wollte ich mir dann einmal Die Krupps anschauen, ein Name, der immer wieder auftaucht und seit Jahrzehnten die Elektro und Industrialszene mitprägt, die ich aber bisher noch nie live gesehen hatte. Entsprechend voll war es vor der Mainstage, und das Publikum ging begeistert mit in 70 energiegeladenen Minuten, die sich auch von dem immer heftiger werdenden Regen nicht ausbremsen ließen.

Die Krupps @ Amphi-Festival 2011

Suicide Commando

Im Staatenhaus tobten sich dann Suicide Commando aus und brachten die Halle zum Kochen.

Deine Lakaien

Schlusspunkt des ersten Tages bildeten Deine Lakaien, die mit vielen ihrer Klassiker wie Over and done oder Into my Arms ihr treues Publikum zu wärmen suchten.

Deine Lakaien @ Amphi-Festival 2011

Deine Lakaien @ Amphi-Festival 2011

Doch nach 10 Stunden im Freien und etlichen unfreiwilligen Duschen, nass bis auf die Knochen und durchgefroren im jetzt doch sehr heftigen Dauerregen, traten wir gegen Mitte des Konzertes den Rückzug an und verzichteten auch darauf, uns für Hocico nochmal ins Staatenhaus zu kämpfen. Schließlich würden am nächsten Tag noch ein Haufen Arbeit und reichlich spannende Bands auf die BlackLive-Redaktion warten. Gute Nacht und bis morgen…

Sonntag, 17. Juli 2011

Der Sonntagmorgen begrüßte uns mit dunklen Wolken, aus denen ein endloser Strom Regen fiel. Schön, dachten wir uns, dann ist die Klamottenauswahl einfacher: norddeutscher Gummi! Erstaunlicherweise sprach die Wetterprognose des WDR von trockenen 16 Grad für den Tag? Aber es sollte stimmen, der Tag wurde kühl, aber trocken.

Funkhausgruppe

Also auf ins Getümmel und die Funkhausgruppe anschauen. Besetzt mit Mitgliedern von Welle:Erdball, Sonnenbrandt, Hertzinfarkt und Die Perlen, gab es Pop à la Neue Deutsche Welle, der vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Die technischen Probleme am Ende wussten Honey und Plastique mit humoristischen Einlagen gekonnt zu überbrücken, man kann ja auch ohne Musik das Welle-typische Wurfmaterial ins Publikum befördern. Einen Volltreffer landete Honey dann mit der Frage: “Wieso eigentlich Neustart, wenn das hier alles live ist? Ach so, das ist ein Apple…”

Diorama

Nachdem Ordo Rosarius Equilibrio im Staatenhaus mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten, konnten die darauf folgenden Jungs von Diorama fast pünktlich loslegen.

Diorama @ Amphi-Festival 2011

Schade, dass ich durch diese Verzögerung sowie durch die Tatsache, dass die Spielzeiten sich ohnehin mit denen der Dreadful Shadows auf der Mainstage überschnitt, nur einen Teil des Auftritts sehen konnte. Die Stimmung war auf jeden Fall, in bester Diorama-Manier, bei Songs wie den Prozac Junkies grandios!

Dreadful Shadows

Weiter ging es für mich mit meinem persönlichen Höhepunkt des Wochenendes, ja eigentlich meines Konzertbesucherlebens, denn erstmals hatte ich die Gelegenheit, die Band live zu sehen, durch die ich in den 90ern zur schwarzen Szene fand: Dreadful Shadows!

Dreadful Shadows @ Amphi-Festival 2011

Mit großer Spannung mittig vor die Bühne gerobbt, hoffte ich inständig, so viele Songs wie möglich aus den beiden – meiner Meinung nach – stärksten Alben der Band, Beyond the Maze und Buried again, zu Gehör zu bekommen. Und als es dann schon beim Soundcheck leise im Hintergrund den Streicherpart von Chains zu hören gab, war die erste Gänsehaut perfekt. Tatsächlich ging es auch mit diesem Kracher los, gefolgt von Burning the shrouds, Wahnsinn, besser hätte ich es mir nicht wünschen können. Weiter ging die musikalische Reise vorwärts und rückwärts durch die allzu kurze Bandgeschichte, Stücke von der Estrangement und der The Cycle kamen ebenfalls nicht zu kurz.

Darf man hoffen, dass Sven Friedrich und Co. angesichts der immer noch anhaltenden Fantreue für diese Band irgendwann einmal ein neues Album aufnehmen?

Clan of Xymox

Anschließend machte ich mich auf ins Staatenhaus, wieder einmal eine mir bis dato nur dem Namen nach geläufigen Band kennen zu lernen: Clan of Xymox.

Clan Of Xymox @ Amphi-Festival 2011

Um es vorweg zu nehmen – es wurde eines jener Konzerte, die einen ein bisschen ratlos zurück lassen: wie konnte diese Band nur so lange an mir vorbeigehen? Zwar hatte ich im Vorfeld des Amphi auf der MySpace-Seite der Band mal in ein paar Stücke reingehört, und gedacht, hey, nicht schlecht. Aber was diese Combo an Atmospäre in die Halle zauberte, war beeindruckend. Es war ein bisschen so, als hätten sich The Sisters of Mercy und Camouflage zusammengetan. Eine Lücke in meiner Musiksammlung, die schnellstens gefüllt werden will – angesichts der Fülle von Releases seit der Bandgründung 1994 sicher kein leichtes Unterfangen.

De/Vision

Weiter ging es mit De/Vision auf der Mainstage.

De/Vision @ Amphi-Festival 2011

Agonoize

Mit dem Stars Wars-Theme und einem die Bühne verhüllenden Tuch kündigte sich der Auftritt von Agonoize an, ehe denn es hieß: Vorhang auf für 50 Minuten Aggrotech – natürlich mit ordentlich Kunstblut. :o)

Agonoize @ Amphi-Festival 2011

Das Ich

Im Staatenhaus standen als nächstes Das Ich auf dem Programm – jedoch ohne den charismatischen Stefan Ackermann, der seit Wochen schwer krank ist. So unterstützten zahlreiche Gastauftritte die Show, unter anderem von Myk (The Fair Sex) und Vic Anselmo. Gute Besserung an Stefan!

Das Ich @ Amphi-Festival 2011

Saltatio Mortis

Mit Sprechchören vom Publikum gefordert wurden schon weit vor Konzertbeginn die Jungs von Saltatio Mortis. Und dass große Konzerte nur entstehen, wenn es ein Geben und Nehmen zwischen Band und Publikum gibt, das verkündete Alea der Bescheidene schon gleich zu Beginn: “Das wird anstrengend für euch!” Unglaublich, wie fit dieser Mann ist, denn eine Stunde singend, springend, tanzend und auf dem Publikum surfend weder die Stimme zu verlieren noch die Töne zu verfehlen, ist eine Leistung, die auch Marathonläufer erblassen lässt.

Saltatio Mortis @ Amphi-Festival 2011

Das Publikum dankte es jedenfalls mit vollem Einsatz, und so manche Arme waren nach dem Konzert sehr sehr lahm und brauchten eine Pause. Auf jeden Fall schürte dieser Auftritt die Vorfreude auf das neue Album Sturm aufs Paradies, das am 2. September erscheinen soll und aus dem es schon mit der Geschichte von Till Eulenspiegel einen ersten hitverdächtigen Song zu hören gab.

Feindflug

Im Staatenhaus traten Feindflug auf und bedienten mit ihrer Show à la II. Weltkrieg vornehmlich den uniformierten Teil der Anwesenden.

Feindflug @ Amphi-Festival 2011

Subway To Sally

Nach einer Erholungspause in der Strandbar während der Performance von Nitzer Ebb ging es dann zum Abschluss des Tages ein letztes Mal vor die Mainstage, um mit Subway to Sally den Abschluss des Amphi 2011 zu feiern. Natürlich skandierte das Publikum schon vorab einmal Julia und die Räuber – manchmal frage ich mich, ob Eric Fish sich wünscht, diesen Song nie geschrieben zu haben oder ob er ihn immer noch lieben kann? Denn Subway to Sally haben viel mehr zu bieten.

Subway To Sally @ Amphi-Festival 2011

Mit Henkersbraut, Feuerkind und Knochenschiff wurde das gesamte Gelände binnen Minuten, ja Sekunden zum Kochen gebracht. Besonders gefreut hat mich, dass es das wunderschöne Maria und Sag dem Teufel aus der Foppt den Dämon zu hören gab – mein persönliches Lieblingsalbum. Mit dem letzten Lied der Zugabe beantwortete Eric dann noch meine eingangs aufgeworfene Frage: es gab Julia und die Räuber! Also mag es die Band doch noch spielen :o)

Subway To Sally @ Amphi-Festival 2011
Als das Publikum vehement weitere Zugaben forderte, kam Eric noch einmal auf die Bühne um fast entschuldigend zu erklären, wie es in Köln derzeit um den Umgang mit Liveacts steht. Mit 22 Uhr steht eine absolute Deadline im Sinne des Anwohnerschutzes, an der niemand vorbei kommt. Auch eine Band wie Bap musste bei ihrem Auftritt auf der Domplatte vor ein paar Wochen pünktlich um 22 Uhr die Instrumente fallen lassen, um nicht gefahr zu laufen, von Anwohnern in Grund und Boden geklagt zu werden. Und im Sinne des Fortbestehens des Amphi ist es unumgänglich, diese Regeln einzuhalten.

Vielleicht findet sich ja mit den Jahren einmal ein Ort im Kölner Umland, wo länger gefeiert werden kann, denn seit seiner Gründung stöhnt das Amphi ja unter Platznot am Tanzbrunnen.
Mit der Ankündigung von The Sisters of Mercy für das kommende Jahr wird diese bestimmt nicht weniger…

In diesem Sinne, danke an alle, die mitgefeiert haben, und wir sehen uns im nächsten Jahr!

In eigener Sache

Das Festival vor der Haustür, kurze Wege, bequeme Anfahrt mit der Straßenbahn, das macht das Amphi zu einem festen Bestandteil meines Jahres.
Die Bandauswahl ist ausgeprochen breit angelegt, und bedient viele Facetten der Scene.
Wie alles im Leben, hat das Vor-und Nachteile.

Impressionen @ Amphi-Festival 2011

Immerhin findet so immer wieder ein nahezu kompletter Publikumswechsel vor der Bühne statt. Die Platzprobleme auf dem Gelände klangen ja schon im Festivalbericht an. Am schlimmsten ist das im Bereich rund um das Theater. Ungünstigstenfalls überschneiden sich hier etliche Schlangen: Anstehen am Wasserspender, Anstehen am Eingang zum Theater, Anstehen an den Toilette und der Strom der Leute, die gerade das Gelände betreten oder verlassen, all das bildet ein wenig erbauliches Knäuel. Ohnehin sind zwei Wasserspender für 16.000 Gäste ein wenig – sagen wir mal – unterdimensioniert. Wie jedes Jahr, sind die Getränkepreise ein Ärgernis. Auch wenn der Amphiveranstalter Jahr für Jahr betont, dass er keinen Einfluss auf die Preise habe, da die Cateringhoheit bei den Rheinparkhallen läge. Ich frage mich, wieviel Einfluss kann man haben, wenn man ein zweitägiges Event mit so vielen Tausend Gästen als Faustpfand hat? Schließlich ist das Amphi ja nicht mit dem Tanzbrunnen verheiratet.

Andere Dinge sind schwerer zu ertragen, und das ist auch ein Stückweit der Bandauswahl durch den Veranstalter geschuldet. Wie um alles in der Welt kann es sein, dass im Staatenhaus an offiziellen Merchandiseständen T-Shirts mit der Aufschrift “Weltmacht oder Niedergang” verkauft werden? Ehrlich, da wird mir schlecht. Wie war das noch? Das Cover der Erstausgabe dieses Machwerkes zierte damals eine brennende Synagoge. Noch Fragen? Dies ist eine Facette der Szene, der wir keinen Raum, keine Bühne geben sollten. All diese Uniformen und Abzeichen sind mir zutiefst suspekt.

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Geschrieben von neontrauma

Hej! Ich bin Anne aka neontrauma, 27, wohne in Leverkusen & arbeite als Webdesignerin in Köln. Mein Herz schlägt für Fotografie & Webdesign, Sport, Hunde & den Besten... möchtest du mehr erfahren? Du findest mich übrigens auch auf Google+ (mein persönliches Profil), Google+ (neontrauma.de auf G+), Twitter und Instagram.

Blackfield-Festival 2011

Diary of Dreams @ Blackfield-Festival 2011

Am Wochenende des 25. und 26. Juni 2011 war es wieder einmal so weit – das Blackfield-Festival zog rund 5500 Besucher von nah und fern ins Amphitheater Gelsenkirchen.
Von Enttäuschung über das abgesagte Festival in Querfurt war vor Ort nichts zu spüren.

Impressionen @ Blackfield-Festival 2011

A Life Divided, Absolute Body Control, And One, Apoptygma Berzerk, Assemblage 23, Autodafeh,  Blitzmaschine, Burn, Combichrist, Diary of Dreams, Eisbrecher, IAMX, Letzte Instanz, Mono Inc., Rabia Sorda, Reaper, Schandmaul, Solar Fake, Sono und Stahlmann (um sie mal in alphabetischer Reihenfolge aufzuzählen ;) ) sorgten trotz des usseligen Wetters für ein gelungenes schwarzes Wochenende.

Viel Spaß beim Durchklicken der Galerie! :)

Geschrieben von neontrauma

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HENKE & Capote @ Bochum, 21.4.2011

HENKE @ Bochum, 21.4.2011

Den Konzertbericht hat der Beste (Ragnar) geschrieben, die Fotos stammen von mir. ;)

Pünktlich um 20 Uhr öffneten sich gestern Abend die Tore des Zwischenfall in Bochum und eine dunkel-bunte Schar Fans in neugieriger Erwartung des HENKE-Konzerts strömte herein. Noch hatte sich nicht bei allen herumgesprochen, dass das Konzert etwas später beginnen würde – zu viele Fans hatten mit den widrigen Bedingungen der Anreise zu kämpfen: von Staus über Zugverspätungen und ganzen Streckensperrungen war alles dabei, was man an so einem Tag nicht gebrauchen kann. Was Oswald spontan dazu veranlasste, den Konzertbeginn kurzerhand etwas nach hinten zu verlegen.

So hatten wir Zeit, uns ausgiebig am wieder einmal liebevoll eingerichteten Merchstand einzudecken und noch etwas an der Bar zu sitzen.

Capote

Um 20:45 ging es dann los mit Capote, einem jungen Mann, der Solo, nur mit seiner Akustikgitarre ein geradezu klassisches Singer-Songwriter-Set mit sechs Stücken darbot. Und das machte er wirklich gut, trug zwischen seinen Songs Textpassagen vor, die eine Mischung aus eigenen Worten und Ausschnitten aus Texten von Nietzsche enthielten. Geboten wurden erstklassiges Gitarrenspiel, interessante Texte in Stücken wie Skeleton Zeppelin oder Hospital Bed gepaart mit einer wirklich guten Stimme mit Potential.

Capote @ Bochum, 21.4.2011

Ein bisschen Kritik muss aber doch sein, denn beim Intro des zweiten Stückes dachte nicht nur ich, er gäbe Knockin’ on Heaven’s Door in der Version von Guns N’ Roses zum Besten. Erst anhand des Textes konnte man feststellen, dass dem nicht so war.
Und ab und zu rutschte die Stimme ein bisschen ab, wenn der Gesang sehr intensiv wurde. Dennoch ein sehr kurzweiliges Set.

HENKE

Nach dem Umbau und einer gefühlten Ewigkeit mit akustischer Folter in Form von Jazzgedudel und Supermarktmusik war es dann soweit: begleitet von violettem Licht und Nebelschwaden enterten HENKE die Bühne!

HENKE @ Bochum, 21.4.2011

Los ging es mit Es ist Nacht aus dem aktuellen Album “Seelenfütterung”, gefolgt von DAS. Weiter ging es mit munteren Zeitsprüngen durch Oswalds musikalisches Leben, Goethes Erben-Klassiker wechselten sich ab mit Songs aus dem HENKE-Album und auch Stücken von Artwork (das wundervolle Stadt der Träume).

Auch diesmal durfte der Schneeschauer beim Eissturm nicht fehlen, und eilig zogen die Fotografen in der ersten Reihe Jackenärmel und Mützen über ihre Kameras, bevor sie unter einer weißen Schicht verschwanden. Auch die congeniale Coverversion von David Bowies Helden gab es zu hören, und danach zelebrierte Oswald in seiner unvergleichlichen emotionalen und intensiven Art mit An jedem Haar einen der Höhepunkte dieses Abends. Bis in die letzte Reihe vibrierte die Luft bei dieser ergreifenden Performance.

HENKE @ Bochum, 21.4.2011

Anschließend erzählte Henke seinem Publikum, man müsse für den fleischfressenden Busfahrer noch rechtzeitig vor Karfreitag ein Schlachtopfer darbringen, und es erklang – Iphigenie! Der erste Teil des Konzertes steigerte sich mit ein paar der rockigeren Stücke zu einem hüpfenden und springenden Höhepunkt, der mit Vom A zum F seinen Abschluss fand, und die Band verschwand erst einmal von der Bühne.

HENKE @ Bochum, 21.4.2011

Doch ließen sich HENKE nicht lange bitten, und nun folgte die lange auf Facebook angekündigte und gespannt erwartete Überraschung: ein leiser Monolog vom Band, den Text kenn ich doch?, und Oswald kommt in einem langen weißen Mantel auf die Bühne, Neonlampen werden ans Publikum verteilt, Gitarrist Stefan Söllner bearbeitet funkenstiebend ein Stück Metall mit einer Fräse… Zimmer 34! Musiktheater vom Feinsten, Irrsin in den funkelnden Augen, geht Oswald mit einer schwarzen Kiste durchs Publikum – “leicht zu reinigen…”

HENKE @ Bochum, 21.4.2011

Mit Ohne Titel 1 und Tears in the rain wurde der erste Teil der Zugaben beschlossen. Aber damit war der Abend natürlich noch nicht gelaufen, denn HENKE bieten ihrem Publikum wahrlich etwas fürs Geld. Capote kam wieder auf die Bühne und begann das Intro zu Sitz der Gnade zu spielen, und nach und nach gesellte sich die Band dazu.
Für das anschließende Stück wurden Kerzen im Publikum verteilt: Die Form.

HENKE @ Bochum, 21.4.2011

Eigentlich sollte es noch einen weiteren Song geben, aber der drohende Ärger, wenn man in NRW an Karfreitag ein Konzert zulässt, das nicht der Besinnlichkeit und Erbauung dient (wieso? das trifft doch auf HENKE zu?) bedeutete das etwas abrupte Ende dieses wunderbaren Abends. Oswald lud alle Anwesenden ein, noch am Merch-Stand vorbeizuschauen. Und dieser Mann muss wahrlich die Kondition eines Marathonläufers haben, dann kaum waren wir im Erdgeschoss angelangt, stand er auch schon, verschwitzt, aber entspannt, am Stand und plauderte, signierte, ließ sich mit den Fans fotografieren, als hätte er gerade ein bisschen auf der Couch gesessen und nicht zwei Stunden über die Bühne getobt und 23 (!) Songs performt… unglaublich!

HENKE @ Bochum, 21.4.2011

Setlist HENKE

  1. Es ist Nacht
  2. DAS
  3. Vermisster Traum
  4. Wer mich liebt
  5. Pascal lacht
  6. Zinnsoldaten
  7. Stadt der Träume
  8. Findenzoo
  9. Der Eissturm
  10. Weil ich es kann
  11. Ich protestiere
  12. Helden
  13. An jedem Haar
  14. Iphigenie
  15. Manisch aggressiv
  16. Nichts bleibt wie es war
  17. Himmelgrau
  18. Vom A zum F
  19. Zimmer 34
  20. Ohne Titel 1
  21. Liebling der Götter
  22. Sitz der Gnade
  23. Die Form

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Geschrieben von neontrauma

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fetisch:Mensch @ Zwischenfall Bochum, 26.11.2010

fetisch:Mensch @ Zfall Bochum, 26.11.2010

Am 26. November 2010 traten fetisch:Mensch im Zwischenfall in Bochum auf. Mastermind Oswald Henke kennt man ja unter anderem von den großartigen Goethes Erben

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Amphi-Festival 2010

Ashbury Heights @ Amphi-Festival 2010

Die Zahlen sprechen für sich: stolze 16.000 Besucher wies das ausverkaufte Kölner Amphi-Festival dieses Jahr auf, ein neuer Rekord in der nunmehr sechsjährigen Festivalgeschichte! Auch aus dem Ausland waren viele Szenegänger angereist – einige hatten sogar den weiten Weg aus Kanada oder Australien auf sich genommen. Wow!
Ebenso abwechslungsreich wie das LineUp – mit zahlreichen TopActs wie etwa Anne Clark, Skinny Puppy oder Blutengel – gestalteten sich auch die Outfits der Besucher: von Grufties, Steampunks und Cybers über Uniformierte bis hin zu eher leger mit Bandshirts bekleideten Festivalgängern war so ziemliche jede Strömung der schwarzen Szene vertreten.

Samstag, 24. Juli 2010

Für uns begann das Amphi-Festival im Theater, mit der Vorführung des neuen Welle: Erdball-Films Operation: Atahualpa. Nach einigen technischen Schwierigkeiten hieß es denn endlich “Film ab!”, und für die nächsten anderthalb Stunden wurden Honey und die Seinen als Schatzsucher quer durch die Weltgeschichte begleitet. Der Welle: Erdball-typische Sound kam für meinen Geschmack etwas zu kurz… naja.

Draußen eröffneten derweil Zin, die Gewinner des New Talents Special am Freitag, das Festival auf der Mainstage, gefolgt von Din [A] Tod.

Dieses Jahr wurde das Theater tagsüber ausschließlich für die Filmvorführungen und Lesungen genutzt, sodass sich die zweite Bühne im Staatenhaus (ehemals Rheinparkhallen) befand. Der Innenraum von selbigem besticht nun nicht gerade durch übermäßigen Charme… aber es war ohnehin so dunkel, dass man außer dem bunten Leuchten diverser Knicklichter und sonstiger Cyber-Accessoires nicht allzu viel sah. :o)

Dort ging es um 12 Uhr los mit Miss Construction, dem Seitenprojekt von Chris Pohl (Blutengel) und Gordon M. (Terminal Choice) sowie Destroid.

Generell kam es an diesem Wochenende zu vielen Überschneidungen zwischen den Auftritten auf der Mainstage und im Staatenhaus, sodass die Entscheidung für oder gegen eine der beiden Locations nicht immer ganz leicht fiel.

Nach dem Film schlenderten wir zunächst einmal über das Gelände, begleitet von den dunkel-rockigen Klängen von End of Green auf der Mainstage, um dem Team vom DunkelVolk-Stand einen Besuch abzustatten, das wieder einmal als Fundbüro fungierte, Programmhefte bereithielt, und wichtige Infos wie Fahrpläne und Hotels heraussuchte.
Auch an Shoppingmöglichkeiten mangelte es natürlich nicht. Schade allerdings, dass die Preise für Speis und Trank derart gesalzen waren (5 € für ein Stück Margherita?! 4 € für ein Bier?!) – der kostenlose Trinkwasserspender ist hingegen löblich zu erwähnen.

Im Staatenhaus haute der Hamburger Faderhead, unterstützt von seiner Live-Crew Alex Montana und Marco Visconti, den Anwesenden ordentlich Elektro um die Ohren.

Die Schweden von Ashbury Heights hatten zwar ein wenig mit der Technik zu kämpfen, legten aber nichtsdestotrotz auf der Mainstage einen tollen Synthiepop hin.

Welle: Erdball spielten gewohnt souverän und wussten ihre Fans mit Klassikern wie Schweben, Fliegen und Fallen, Ich bin aus Plastik, dem France Gall entliehenen Poupée de Cire oder Wir sind die Roboter zu begeistern. Insbesondere bei Hits wie Und es geht ab oder Monoton & Minimal war der Bereich vor der Bühne denn auch ordentlich in Bewegung.
Das Andreas Dorau-Cover von Fred vom Jupiter hat mich im Vergleich zum Original leider nicht so ganz überzeugt, und über die Idee, Nicoles Ein bisschen Liebe zu covern, decken wir mal lieber das Mäntelchens des Schweigens…

Anschließend wurde die Mainstage mit großformatigen Engelsplakaten für den Auftritt von Blutengel hergerichtet. Während zynische Zungen den Mastermind Chris Pohl gerne als “Dieter Bohlen der schwarzen Szene” bezeichnen, hatten sich vor der Bühne dennoch unzählige Fans der Berliner Darkpop-Band versammelt.
Visuell untermalt von einigen Tänzerinnen in Engelsmontur spielten Chris Pohl und die beiden Sängerinnen Constance Rudert und Ulrike Goldmann schließlich eine volle Stunde lang.
Ich suchte nach den ersten paar Songs dann aber doch lieber den Beach Club auf – Gothics am Strand sieht man ja auch nur auf dem Amphi-Festival. :-)

Im Staatenhaus, das jemand treffend als “Pumakäfig” titulierte, waren unterdessen Solitary Experiments, Nachtmahr, Funker Vogt und die Crüxshadows aufgetreten. Gerade bei letzteren fand ich es schade bis unverständlich, dass sie nicht auf der Hauptbühne spielen durften.

Um kurz vor sieben war es denn Zeit für Anne Clark auf der Mainstage.

Für Project Pitchfork hieß es noch einmal, sich ins Staatenhaus zu quetschen. And One beschlossen schließlich den Abend draußen auf der Hauptbühne, während im Staatenhaus Skinny Puppy eine fulminante Show hinlegten.

Sonntag, 25. Juli 2010

Strahlender Sonnenschein begrüßte Ext!ze, die ihren Musikstil als “Cyber-Trance-Industrial“ beschreiben und den zweiten Festivaltag mittags auf der Hauptbühne eröffneten.
Weiter ging es dort mit Mono Inc. und Rabia Sorda. Im Staatenhaus spielten derweil Escape With Romeo, Frank the Baptist und Blitzkid, gefolgt von Coppelius.

Draußen legten Leaves’ Eyes einen großartigen Auftritt hin, und auch die darauffolgenden Mesh wussten das Publikum mit ihren Snythiepop-Hits wie etwa Crash oder Petrified eindeutig zu überzeugen.

Der Auftritt von Samsas Traum am frühen Abend im Staatenhaus stellte für mich dann einen der Höhepunkte des diesjährigen Amphi-Festivals dar: [singlepic=673,150,150,,left] nachdem ich Alex Kaschte das letzte Mal vor zwei Jahren auf dem Blackfield-Festival live gesehen hatte und davon, wie viele, ziemlich enttäuscht war, gab es heuer dann ein Feuerwerk vornehmlich älterer Stücke: Für immer, Endstation.Eden, Stromausfall im Herzspital, Ein Name im Kristall, Die Zärtlichkeit der Verdammten, Ein Fötus wie du, Kugel im Gesicht, … mit  Allein unter Menschen, Mr. Misantrophia oder Heiliges Herz kamen aber auch aktuelle Songs nicht zu kurz. Lediglich die “USA!!”-Rufe aus dem Publikum blieben erfolglos, auf Es war einmal… wartete man vergeblich. Nichtsdestotrotz eine geile Show!

Die unschöne Überraschung beim Verlassen der Halle: es hatte zu regnen begonnen, und daran sollte sich auch für den Rest des Tages nichts mehr ändern. Aber das ist man beim Amphi ja mittlerweile schon gewohnt, und so verschwanden etliche der gruftigen Outfits unter Regencapes vom Weltjugendtag :-) , und das graue, nasse und kalte Wetter konnte der Stimmung beim Auftritt von Combichrist nichts anhaben.

Nach Frontline Assembly betraten Diary of Dreams die Bühne im Staatenhaus und sorgten wie gewohnt für die perfekte Mischung aus harten Riffs und Gänsehautstimmung.

Dass ASP ein mitreißendes Live-Erlebnis sind, ist in der Szene alles andere als ein Geheimnis, und so hatte sich ungeachtet des Regenwetters eine große Besuchermenge vor der Hauptbühne eingefunden, die nicht nur den Refrain von Songs wie Sing Child, Denn ich bin der Meister, Werben, Lykanthropie oder Und wir tanzten (Ungeschickte Liebesbriefe) lautstark mitzusingen wusste.

Auch Ron Harris, seines Zeichens Mastermind von VNV Nation, sorgte zusammen mit den Seinen für eine 1A Elektro-Stimmung, während im Staatenhaus die Letzte Instanz loslegte.

Die Jungs von Eisbrecher hatten schließlich die Ehre, als letzte Band des Festivals aufzutreten und ließen es ab 22.50 Uhr im Staatenhaus krachen.

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Geschrieben von neontrauma

Hej! Ich bin Anne aka neontrauma, 27, wohne in Leverkusen & arbeite als Webdesignerin in Köln. Mein Herz schlägt für Fotografie & Webdesign, Sport, Hunde & den Besten... möchtest du mehr erfahren? Du findest mich übrigens auch auf Google+ (mein persönliches Profil), Google+ (neontrauma.de auf G+), Twitter und Instagram.

Blackfield-Festival 2010

Oomph! @ Blackfield 2010

Bereits zum dritten Mal in Folge lud das Gelsenkirchener Amphitheater dieser Tage, am Wochenende des 12. und 13. Juni, zum Blackfield-Festival – dass viele Besucher stolz ihr Festivalshirt von 2009 trugen, zeigt, dass sich das Blackfield mittlerweile in der Szene etabliert und treue Fans gewonnen hat.

Auch dieses Jahr hielt das LineUp mit Bands wie Oomph!, Front 242, Subway To Sally, Covenant und Unheilig – um nur ein paar der insgesamt 19 Künstler zu nennen – einige Schätzchen parat, deren Fans sich größtenteils aufwändig gestylt hatten: von mittelalterlichen Kleidern und Reifröcken über knappe Latexoutfits und neonbunte Cyberstylings bis hin zum Uniformlook à la Marilyn Manson war alles vertreten.

Samstag, 12. Juni

Um 12 Uhr sorgten Scream Silence am Samstag für eine rockige Eröffnung des Festivals, der auch der Nieselregel nichts anhaben konnte.

Weiter ging’s mit Jesus On Extasy: der Kracher Assassinate Me durfte in der Setlist ebensowenig fehlen wie Neochrome oder Church of Extasy. Mit No Gods gab es außerdem eine Kostprobe des für August geplanten neuen, gleichnamigen Albums zu hören.

Wer bis jetzt noch nicht ganz wach war, der wurde es zweifelsohne bei dem kalifornischen Elektro-Industrial von Aesthetic Perfection. Vor der Bühne wurde denn auch ordentlich getanzt – nicht ganz so viel Resonanz gab es beim darauf folgenden Auftritt der Girls Under Glass. Die bereits 1986 gegründete Band präsentierte neben Hits wie Ohne dich und Down in the Park auch den brandneuen Track We feel allright.

Die Jungs von Zeromancer begeisterten mit einer krachigen Setlist, die ins Tanzbein ging: ob Clone your Lover, Need you like a Drug oder der zum krönenden Abschlus gespielte Klassiker Dr. Online – stillhalten konnte hier so gut wie niemand.

Etwas melancholischer, aber trotzdem weiterhin tanzbar wurde es bei den Klängen von Diorama, die ihre Fans mit wundervollen Stücken wie Synthesize me oder Kein Mord zu beglücken wussten.

Auf den Auftritt von Vive la Fête, die ich bis dato nur von Platte kannte, hatte ich mich eigentlich gefreut. Ein ohrenbetäubender Sound, der in den ersten Reihen für diverse verzogene Gesichter sorgte, und ein unvorteilhaftes Styling der Sängerin (hautfarbener Body über einem BH, der so gar nicht das tat, was BHs nun mal tun sollen…), sorgten denn für einige Ernüchterung. Schade.

Dafür entschädigten jedoch die Deathstars, die mit Uniform & viel Schminke nicht nur was für’s Auge boten, sondern mit Songs wie New Dead Nation oder Mark of the Gun auch so richtig abgingen und dementsprechend viel Anklang beim Publikum fanden.

Mit Covenant betraten um kurz nach acht denn die schwedischen Garanten für erstklassigen Future Pop die Bühne, die mit ihrem Repertoire die ganze Bandbreite von melancholischen Stücken (Invisible & Silent) bis deutlich schnelleren Clubhits (Call the Ships to Port) abdeckten.

Als Headliner hatten Front 242 den letzten Auftritt des Tages inne, und legten in anderthalb Stunden eine großartige Best Of-Show hin.

Sonntag, 13. Juni

Sonntags ging es mit XP8 los. Auf Sava musste wegen Krankheit leider verzichtet werden, stattdessen sprangen Traumtänzer ein: ohne Zweifel eine talentierte Band mit einer bildhübschen Sängerin :o) , der ich an dieser Stelle mal ganz fest die Daumen drücke, dass sie einem größeren Publikum bekannt werden.

“Wir sind die Band, die nicht auf den Plakaten steht”, stellten sich Tsyke Ludder vor, um dem ordentlich mitstampfenden Publikum anschließend einen Ohrwurm von “Panzer, Panzer, wir reisen mit dem Panzer!” und Konsorten zu verpassen.

Als nächstes stand mit S.P.O.C.K – der Bandname lässt es bereits erahnen – ScienceFiction-Synthie-Pop auf dem Programm. Die schwedische Formation um den sympathischen Sänger Alexander Hofman (der dem Publikum gutgelaunt mit einem Bier zuprostete, die Songs mit viel Mimik und Gestik unterlegte und schließlich mit einer überdimemsionalen Wasserpistole seinen Spaß hatte) sorgte mit ihren Stücken wie Never trust a Klingon, Alien Attack, Electric oder Astrogirl für eine prima Stimmung. :-)

Sono mussten leider entfallen, da die Band in einem Stau feststeckte. Die Veranstalter reagierten jedoch umgehend und so wurden die Spielzeiten der übrigen Künstler vorverlegt und teilweise verlängert, sodass keine Lücke entstand. Weiter ging es also früher als geplant mit [:SITD:], für die ihr Auftritt auf dem Blackfield-Festival quasi ein Heimspiel darstellte.

Anschließend war es Zeit für Oomph!: für mich einer der Höhepunkte des Tages. Die Fläche vor der Bühne war mittlerweile ebenso dicht gefüllt wie auch die Ränge, und Dero und die Seinen gaben Vollgas: neben Songs vom aktuellen Album (Beim ersten Mal tut’s immer weh, Geborn zu sterben, Wer schön sein will muss leiden, Labyrinth, Revolution, …) gab man auch ältere Stücken wie Sex oder Mitten ins Herz zum Besten. Mit Sex hat keine Macht und Auf Kurs wurden außerdem zwei Stücke exklusiv als Akustikversion gespielt. Gott ist ein Popstar, Niemand, Gekreuzigt, Fieber, Sandmann, Unsere Rettung und das obligatorische Augen auf vervollständigten die Setlist.

Subway To Sally hatten nicht nur jede Menge Musik im Gepäck, sondern verliehen ihrer Show mit Pyroeffekten einmal mehr das gewisse Etwas. Gespielt wurden wahre Klassiker wie Kleid aus Rosen oder die Henkersbraut, alles in allem dürfte bei den Fans wohl kaum ein Songwunsch unerfüllt geblieben sein.

Als letzter Act des Abends hieß es schließlich ‘Bühne frei!’ für Unheilig. Hatte die Formation um den Grafen in letzter Zeit durch ihren kommerziellen Erfolg doch für starke Kontroversen in der Szene gesorgt, so waren heute Abend dennoch (oder gerade deswegen?) zahlreiche Fans mit Unheilig-Shirts erschienen, die das Amphitheater dicht füllten und für die der unheilige Auftritt wohl den Höhepunkt des Festivals darstellte.

Bis zum nächsten Jahr – denn wie bereits verraten wurde, wird es auch ein Blackfield-Festival 2011 geben! :-)

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Geschrieben von neontrauma

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The Christmas Ball Festival 2009 @ Köln

Suicide Commando @ The Christmas Ball Festival 2009

Von wegen “Stille Nacht”! In gleich drei Städten machten die Christmas Ball-Festivals dieses Jahr Station: in Köln, Hannover sowie in Würzburg. Für BlackLive war ich am 25. Dezember 2009 im Alten Wartesaal in Köln mit dabei.

Bevor die Show um 19 Uhr losging, konnte man sich im gemütlichen Flair des Alten Wartesaals, der direkt an den Kölner Hauptbahnhof angrenzt, noch ein Bierchen trinken, mit dem ein oder anderen Bekannten den obligatorischen Weihnachtssmalltalk austauschen oder am Merchstand stöbern. Hier sollten sich im Laufe des Abends übrigens auch einige der Künstler zu einem Plausch einfinden, so etwa der sympathische Eskil von Covenant.

Destroid

Als Opener des Abends betraten die Jungs von Destroid um 19 Uhr die Bühne und machten mit ihrer Setlist deutlich klar, dass hier jemand den Elektro im Blut hat. :o)

Destroid @ The Christmas Ball Festival 2009

 

Auf eine bestimmte elektronische Richtung legen sich die Leipziger dabei nicht fest, sondern stellen immer wieder ihre Wandlungsfähigkeit unter Beweis. Allerdings gaben sich heute nur Daniel Myer (den man auch von Haujobb und Covenant her kennt) und Sebastian “sebi” Ullmann die Ehre, auf den dritten im Bunde – Rinaldo “ribi” Bite – musste man leider verzichten.

Neben bewährten Hits gab es auch von der neuen EP “Silent World”, die bald erscheinen wird, jetzt schon einmal einige Kostproben zu hören. Gespannt sein darf man unter anderem auf Gastvocals von Sven Friedrich (Zeraphine, Solar Fake) bei einem Cover des Sisters of Mercy-Klassikers Lucretia, my Reflection, der hier in Köln von Daniel eingesungen wurde. An sich bin ich ja immer recht skeptisch, was Neuinterpretationen angeht, aber die Destroid’sche Version von Lucretia, my Reflection kann sich wirklich hören lassen.

Welle:Erdball

Als nächstes standen Welle:Erdball auf dem Programm, was diverse Umbauarbeiten auf der Bühne erforderlich machte. In altbekannter und geliebter Tradition wurden unter anderem die Spielkonsolen auf die Bühne befördert und natürlich auch das mittlerweile schon recht zerbeulte Ölfass (Arbeit adelt!).

Welle:Erdball @ The Christmas Ball Festival 2009

Los ging es dann mit Wir sind die Maschinen, gefolgt von Wir wollen keine Menschen sein. Wieder einmal versäumte Honey es nicht, auf die Gefahren hinzuweisen, die dem Mensch aus Glas in unserer Gesellschaft drohen. Graf Krolock und das Alpha-Tier durften ebenso wenig fehlen wie der Ausflug ins 8 Bit-Märchenland. Bei so vielen Klassikern war die Stimmung natürlich top! Und egal ob Starfighter F-104G, Der Telegraph oder Monoton und Minimal – das Publikum erwies sich als deutlich textsicher. :o)

Welle:Erdball @ The Christmas Ball Festival 2009

Zu guter Letzt hatten sich Honey, Frl. Venus und Plastique (A.L.F. konnte aus gesundheitlichen Gründen leider nicht dabei sein und wurde daher von Techniker Andy vertreten) denn noch ein Schmankerl einfallen lassen und gaben, ganz weihnachtlich, eine C64-Version von Alle Jahre wieder zum Besten, die Damen natürlich im passenden Kostüm. ;-)

Suicide Commando

Ehe es denn mit dem Auftritt von Suicide Commando weitergehen konnte, galt es erst einmal, einige technische Schwierigkeiten zu meistern, sodass sich die Umbauphase etwas länger hinzog. Schließlich war aber auch das geschafft, und mit Bind Torture Kill (was bislang übrigens jeden der Auftritte, die ich in den letzten Jahren erlebt habe, eröffnete – never change a running setlist?) ging man gleich in die Vollen.

Suicide Commando @ The Christmas Ball Festival 2009

Da in Kürze – am 22. Januar – das neue Album “Implements Of Hell” auf die Regale der Plattenläden losgelassen werden wird, gab es hiervon schon einige Kostproben zu hören: Die Motherfucker Die etwa haut kräftig rein.

Suicide Commando @ The Christmas Ball Festival 2009
Zu sehen gab’s nebst den Videoprojektionen im Hintergrund einen energiegeladenen Johan van Roy, der während der gesamten Show nie länger als einige Augenblicke stillstand. Auch das Publikum ging bei Hits wie Hate me, Dein Herz meine Gier oder Save me ab ordentlich ab – spätestens am Ende dieses Abends dürfte vom Weihnachtsspeck nicht mehr viel übrig geblieben sein. :o)

Covenant

Als Headliner krönten Covenant schließlich den Abend und wussten mit ihrer Show zu begeistern.

Covenant @ The Christmas Ball Festival 2009

Dargeboten wurde selbige in gewohnter Perfektion, aber irgendwie schien mir Eskil gelöster zu sein als sonst, improvisierte denn auch zwischendrin mal gerne bei den Songtexten. Daniel stand denn nun zum zweiten Mal an diesem Abend auf der Bühne und performte zusammen mit Eskil und Joakim einen Klassiker nach dem anderen: Stalker eröffnete die Show, bei We stand alone etwas später kam Gänsehautstimmung auf: “thank you for standing alone – together!”, bedankte sich Eskil.
Nach einer guten Stunde neigte sich die Show leider ihrem Ende entgegen – aber natürlich nicht ohne Zugaben. So gab’s noch The Men zu hören sowie Dead Stars, was das Publikum in bester Laune in die anschließende Aftershowparty mit DJ Elvis entließ.

Ich freu mich schon auf den Christmas Ball 2010! :)

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Mirrored In Secrecy @ MüTZe Köln, 12.9.2009

Mirrored In Secrecy @ Köln, 12.9.2009

Das Bürgerhaus MüTZe in Köln-Mülheim ist in der Szene nun nicht unbedingt bekannt. Mag sein, dass dies einer der Gründe war, weshalb sich hier am 12. September 2009 nur recht wenige Leute eingefunden hatten. Schade – denn nebst einem Auftritt der Vorband Still Insane standen die Releaseparty und natürlich auch ein Auftritt von Mirrored In Secrecy an.

Mit “Truth” präsentierten die Jungs von Mirrored In Secrecy ihre aktuelle Scheibe, die die drei Songs Craving for the Sin, Truth und Until You Bleed beinhaltet.

Mirrored In Secrecy auf MySpace: myspace.com/mirroredinsecrecy

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Summer Breeze 2009

Battlelore @ Summer Breeze 2009

Dinkelsbühl in Bayern – eine der letzten Bastionen einer scheinbar heilen Welt, mit einer Altstadt wie aus dem Bilderbuch: außenherum eine intakte mittelalterliche Stadtmauer, innen Fachwerkhäuser, liebevoll gepflegte Gärtchen und in den engen Gassen hallt das Getrappel von Pferdehufen auf Kopfsteinpflaster wider.
Und dann das: 40.000 vorwiegend schwarz gekleidete Gestalten, langhaarige Kerle mit Trinkhörnern und/oder Bierdosen (deren Kommunikation hauptsächlich über verschiedene Modulationen von Rülpslauten abzulaufen scheint) und jede Menge Krach!

Vom 13. bis zum 15. August hatte das Summer Breeze den geneigten Festivalbesucher geladen, um Bands wie Opeth, Amon Amarth, J.B.O., Amorphis und viele weitere Acts zu erleben. Mittwochs fand außerdem bereits ein Newcomer-Contest statt, deren Gewinner am Donnerstag auf der Pain Stage das Festival offiziell eröffnen durften.

deadlock3

Okay. Fangen wir mit dem an, was gut organisiert war: zwischen den beiden großen Bühnen, der Main Stage und der Pain Stage, wurden die Auftritte live auf eine riesige Videoleinwand projiziert, sodass nicht nur die vorderen Reihen einen erstklassigen Blick auf’s Geschehen hatten. Zwischen den Spielzeiten auf diesen beiden Bühnen lagen jeweils wenige Minuten – man verpasste also nichts durch etwaige Überschneidungen. Nicht zu vergessen natürlich das breitgefächerte LineUp, das sowohl Newcomern eine Chance gab, als auch viele hochkarätige Acts auf die Bühne holte.

Schade nur, dass auch Einiges extrem mies lief. So hieß es für mich nach erfolgter Akkreditierung, dass auch der Pressezutritt 70 Öcken kostete. Ach. Also nicht nur vier Tage arbeiten, sondern auch noch dafür bezahlen. Aber nun gut, anbetrachts des LineUps war es mir das wert. Die große Ernüchterung traf dann eine ganze Reihe von Fotografen: die letzten drei Bands auf beiden Bühnen galten als Headliner und durften nur von Inhabern eines speziellen Headliner-Passes fotografiert werden. Dass es diese Abstufung gab, davon war weder auf der Webseite, noch bei der Akkreditierung oder am Pressecontainer die Rede gewesen, und auch der freundliche Mensch am Info-Point war darüber sehr erstaunt und konnte mir keine Auskunft geben. Jeweils drei Bands auf zwei Bühnen an drei Tagen – da fallen dann mal gleich schlappe 18 Acts weg, und natürlich waren die meisten davon genau die, wegen der wir da waren. Bravo. Davon gibt’s dann also keine Bilder zu sehen…

Summer Breeze 2009

Der zweite Kritikpunkt betrifft die sanitären Anlagen. Auf einem Festival mit 40.000 Besuchern nur zwei Stationen mit Duschen und Spülklos zur Verfügung zu stellen, mag zwar dem Motto “Duschen ist kein Heavy Metal” entsprechen, ist aber zu wenig. 1 Euro pro Toilettenbesuch ist auch nicht gerade geschenkt… Dixies waren weitaus zahlreicher vorhanden, aber in bester Dixie-Tradition widerlich dreckig. Fließendes Wasser gab es an den Dixie-Stationen in etwa 30cm Höhe aus einem Wasserhahn, um den herum sich morastige Schlammseen gebildet hatten. Lediglich eine Station hielt Waschbeckenreihen bereit. Das hätte meiner Meinung (und der vieler Besucher und Händler, mit denen ich ins Gespräch kam) nach deutlich besser organisiert sein können. Andere große Festivals wie das M’era Luna zeigen ja, dass dies möglich ist, hier gibt es zahlreiche kostenlose Porzellanklos, Waschbecken, Duschen und Trinkwasserzapfanlagen.

Aber nun gut. Kommen wir zu dem, was so ein Festival mindestens ebenso sehr ausmacht wie das ganze Drumherum: die Bands.

Unheilig @ Summer Breeze 2009

Besonders gefreut hatte ich mich im Vorfeld auf Haggard, Life of Agony und Battlelore, und vor allem die beiden Letztgenannten wussten so richtig zu überzeugen.
Haggard
habe ich ja nun schon mehrmals live erleben dürfen, und gemessen an den anderen Auftritten fiel dieser leider etwas schwach aus. Die Songauswahl ließ leider einige der großen Klassiker vermissen, und auch der weibliche Gesangspart war stellenweise arg schrill.

Neu für mich entdeckt habe ich beim diesjährigen Summer Breeze Deadlock, die sich in ihren Texten – ungewöhnlich für eine Death Metal-Combo – unter anderem mit ihrer strikt veganen Lebensführung auseinandersetzen und auch gerne mal über den Genre-Tellerrand drüber hinausgucken. Sympathisch. :o)

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M’era Luna 2009

Seltsame Wetterphänomene über dem Flugplatz Hildesheim-Drispenstedt: in der an sich lauen Abendbrise bildet sich eine geballte Hitzewolke, ist die Luftfeuchtigkeit fast greifbar, vibrieren Luft und Erde. Und laut ist es! “Invaders – must – die!”, brüllt der Mann auf der Bühne in sein Mikro, und Tausende Fans reißen die Hände in die Höhe und springen, tanzen, kreischen – keine Frage, der Headliner The Prodigy am Sonntagabend war der klare Höhepunkt des diesjährigen M’era Luna-Festivals!

Aber fangen wir vorne an: wie so viele der insgesamt rund 23.000 Besucher kamen wir bereits am Freitagnachmittag an, um uns einen guten Zeltplatz zu sichern und Zelt samt Pavillon aufzubauen. Nach getaner Arbeit durfte denn auch die Belohnung in Form eines kühlen Biers nicht fehlen – klasse, dass Beck’s als der Sponsor des M’era Luna seine 0,5er-Dosen für einen Euro anbot!

Gegen Abend erwachte das mittelalterliche Dorf zum Leben, wo in romantischem Fackelschein nebst diversen kulinarischen Köstlichkeiten wie Falafel und Met auch viel Unterhaltung geboten wurde: beim Mäuseroulette konnte man sein Glück versuchen und darauf hoffen, dass die Maus in dasjenige Haus huschen würde, auf das man seinen Taler gesetzt hatte. Jongleure mit brennenden Fackeln ließen sich bewundern, und während am Himmel ein fast kreisrunder Blutmond aufstieg, traute Bruder Ignatius verliebte Pärchen in mittelalterlicher Manier zu Mann und Frau – na, zumindest für die nächsten 24 Stunden. ;-)

Nicht nur die Party im Discohangar lud zum Einstimmen auf das Festivalwochenende, auch quer über den Campingplatz wurde kräftig gefeiert. Selbst der Tod ließ sich das Spektakel nicht entgehen und kurvte in Form eines Skeletts auf einem ferngesteuerten kleinen Truck durch die Menge. ;-)

Samstag, 8. August 2009

Am Samstagvormittag öffnete dann das Festivalgelände seine Tore. Bevor es um elf Uhr auf der Mainstage mit No More bzw. um zwanzig nach elf im Hangar mit Heimataerde losging, blieb noch etwas Zeit zum Bummeln über das ausgedehnte Shopppingareal. Von Kleidung und Accessoires über gothische Wohnungseinrichtung bis hin zu Fetisch/SM und Bandmerchandise war alles vertreten.

No More

Die Kieler PostPunk-Formation No More, die sich 2006 zwanzig (!) Jahre nach ihrer Auflösung wiedervereint hatte, begrüßte das M’era Luna unter anderem mit ihrem Hit Suicide Commando (der übrigens bei der Namensgebung der gleichnamigen Band Pate stand).

Heimataerde

Im Hangar bewiesen währenddessen Heimataerde, dass mittelalterliche Instrumente sehr wohl mit hartem Elektro zusammengehen können.

Whispers in the Shadow

“Welcome to our breakfast show!” Die Whispers in the Shadow rockten auf der Mainstage und bewiesen Humor bei den Ansagen: “I hope you’ll like our music, buy lots of records and make us rich as hell!”

Krypteria

Auf Krypteria durften schon all jene Festivalbesucher aufmerksam geworden sein, die am Stand des Sonic Seducers eine der kultigen kostenlosen Stofftaschen ergattert hatten, wurde auf selbigen doch das im August erscheinende neue Album My Fatal Kiss beworben. Hiervon gab es denn auch gleich einige Stücke zu hören: den Kracher For you I’ll bring the Devil down und zum Abschluss My Fatal Kiss. Tolle Stücke, die der VÖ des Albums gespannt entgegenblicken lassen!

Lola Angst

Lola Angst brachten den ohnehin schon stickigen Hangar zum Kochen: “Ich will euch tanzen sehen, es ist euer Wochenende!”

Letzte Instanz & Oomph!

Draußen auf der Mainstage sahen wir uns die Letzte Instanz und später Oomph! an. Beide Acts spielten weitestgehend ihr bekanntes, festivaltaugliches Best Of… der Neuling erfreut sich so natürlich an einem leichten Zugang zu ihrer Musik, der geneigte Kenner hingegen würde sich eher etwas Neues zur Abwechslung wünschen. Mit Sandmann präsentierten Dero und die Seinen allerdings ein relativ neues Stück, das die Kinderarmut in Deutschland anprangert.

Welle:Erdball

Auch Welle:Erdball bewiesen wieder einmal Engagement und so appellierte Honey, wie bei jedem Auftritt, zum Unterzeichnen der ausliegenden Petitionen zum Tierschutz. Die Show Sendung von Welle:Erdball brachte altbekannte und geliebte Klassiker wie 23, Plastique oder Wo kommen all die Geister her mit sich, und traditionell durften Accessoires wie die auf’s Publikum losgelassenen Papierflieger (Starfighter F-104G), riesigen roten Luftballons (Schweben, fliegen und fallen) oder das große Ölfass (Arbeit adelt) nicht fehlen. Zusammen mit The Prodigy für mich der Höhepunkt des M’era Luna 2009!

Nur das endlos lange Geschiebe beim Verlassen des Hangars war weniger schön, weil gleichzeitig die Zeraphine-Fans hinein wollten; hier wären getrennte Ein- und Ausgänge sicherlich eine Erleichterung.

Heppner, Apocalyptica und Nightwish traten allesamt auf der Mainstage auf, und der guten Akustik sei Dank musste man sich nicht im Bühnenbereich aufhalten, um in den vollen Genuss der Klänge zu kommen. So schlenderten wir noch einmal ausgiebig durch den Shoppingbereich, hatten anbetrachts der großen Bandbreite einige Entscheidungsschwierigkeiten bei der Wahl des Abendessens und ließen den Tag später denn gemütlich vor dem Zelt sitzend ausklingen.

Nightwish lieferten (trotz zwischenzeitlicher technischer Probleme) ohne Frage eine tolle Show ab, wenngleich die alten “Tarja-Stücke” neu eingesungen meiner Meinung nach den Originalen nicht das Wasser reichen können.

Sonntag, 9. August 2009

Scream Silence

Der Sonntag ging für uns mit Scream Silence auf der Mainstage los, die mir gut gefielen.

Zeromancer

Zeromancer waren natürlich wie zu erwarten ein richtiger Kracher, und wer hier nach nicht wach war, war selber schuld. :o)

Schelmish

Schelmish spielten Mittelalter-Rock, der stellenweise stark an In Extremo denken ließ, und so kamen auch die mittelalterlich gewandeten Festivalbesucher auf ihre Kosten.

The Crüxshadows

L’Âme Immortelle sind nicht so ganz mein Fall, und dass die Crüxshadows auf Marilyn my Bitterness verzichteten, ließ den Auftritt irgendwie nur halbfertig erscheinen, der Rest war trotzdem fein. Rogue verbrachte gefühlt mehr Zeit in der Menge und auf den Bühnenaufbauten als auf der Bühne selber.

Am Spätnachmittag zogen am Himmel dann dunkle Wolken auf, die nichts Gutes verhießen. Aber: toi toi toi, es blieb trocken! Umso erstaunlicher, als dass wir später in den Nachrichten erfuhren, dass es im Landkreis Hildesheim zu so starken Unwettern gekommen war, dass ein sonst 30cm tiefer Bach plötzlich auf zweieinhalb Meter anschwoll und das Wasser teilweise einen Meter hoch auf den Straßen stand.

Subway To Sally

Während sich im Hangar IAMX die Ehre gaben und die Fans begeisterten, spielten auf der Mainstage Subway To Sally eine bunte Mischung aus ihrem Repertoire. Und klar, dass am Ende Julia und die Räuber nicht fehlen durften: Blut, Blut, Räuber saufen Blut… :o)

The Prodigy

Und dann… ja, dann war es kurz vor neun und mit leichter Verspätung betraten The Prodigy die Mainstage…

Fazit: ein großartiges Festivalwochenende mit viel Spaß, das durch ein tolles LineUp, gute Organisation (vor allem: genügend Toiletten, Duschen und Trinkwasserspender) und ein angenehmes, friedliches Publikum glänzte.
Bis zum nächsten Jahr!

Geschrieben von neontrauma

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Eisbrecher & Die So Fluid @ Pulp Duisburg, 19.3.2009

Eisbrecher @ Duisburg, 19.3.2009

Nach dem großen Erfolg der Sünder-Tour im letzten Jahr haben Käpt’n Alexx und seine Mannschaft beschlossen, 2009 noch ein weiteres Mal in die Tournee-See zu stechen und ihre Fans mit einem zweiten Teil der Tour zu beglücken. Mit auf die Reise nehmen sie hierbei das Londoner Trio Die So Fluid.
Den Auftakt der Sünder-Tour Part II machte der Auftritt in Duisburg am 19. März.

So fand ich mich also gegen halb sieben im Pulp ein – eine mit Liebe zum Detail hergerichtete Location in Duisburg-Hohenfeld, die aus einem düster-romantischen Märchen zu stammen scheint. Nicht umsonst trägt das Pulp die Bezeichnung “Event-Schloss”: schon das Äußere mit seinem Turm erinnert an eine mittelalterliche Burg, und dazu passt auch die Inneneinrichtung, bei der übrigens jedes einzelne Teil, von den Tischen über die Fernsterrahmen und Skulpturen, von “Schlossherr” Drago handgefertigt wurde.

Bevor um halb sieben die Türen zur “Grotte” geöffnet wurden – jener Halle, in dem das Konzert stattfinden würde und die ihren Namen den von der Decke herabhängenden Stalaktiten verdankt – konnte man sich im vorderen Teil des Pulp bereits an Speis und Trank gütlich tun.

Die So Fluid

Um halb acht betraten Die So Fluid die Bühne: zwei Herren und eine Dame aus Großbritannien, die das Publikum mit ihrem Post-Grunge-, Metal- und Alternative-Rock eindeutig zu begeistern wussten. Vor allem Frontfrau Grog war der Spaß am Auftritt deutlich anzumerken! Während sie für den Gesang sorgte und noch dazu ihren Bass bediente, zeichnete Drew für die Gitarre und Al Fletcher für die Drums verantwortlich. Zusammen powerten die drei eine gute Dreiviertelstunde lang und rissen die Anwesenden ordentlich mit sich mit.

Die So Fluid @ Duisburg, 19.3.2009

Die So Fluid @ Duisburg, 19.3.2009

Die So Fluid @ Duisburg, 19.3.2009

Grog bewies, dass eine Frau sehr wohl gleichzeitig einen verführerischen Augenaufschlag hinlegen und dabei in voller Lautstärke abrocken kann. Und dass vor lauter Abrocken der Lippenstift irgendwann bis ans Kinn verschmiert war, tat ihrem sexy Look im Leder-Outfit keinen Abbruch. :o)

Die So Fluid @ Duisburg, 19.3.2009

Das Publikum zeigte sich nach jedem der Songs und Kommentare Grogs dermaßen begeistert, dass Grog mit großen Augen fragte: “Can I say anything and you scream?!” – allgemeines Gejohle – “… anything!!” :D

Die So Fluid @ Duisburg, 19.3.2009

Gespielt wurden sowohl einige der älteren Songs, als natürlich auch Stücke des Ende vergangenen Jahres erschienen Albums Not Everybody Gets A Happy Ending.
Zu ebendiesem Ending des Auftritts kam es gegen Viertel nach acht allerdings, und zurück blieb ein ordentlich eingestimmtes Publikum, das sich mittlerweile vor allem im vorderen Bereich der Halle recht dicht drängte.

Die So Fluid @ Duisburg, 19.3.2009

Eisbrecher

Als die Jungs von Eisbrecher dann nach der Umbauphase endlich die Bühne betraten, war die Begeisterung vor allem bei den weiblichen Fans groß. Dementsprechend ließen auch die “Ausziehen!”-Rufe nicht lange auf sich warten… aber da hatte die Damenwelt Pech gehabt, denn der Alexx ist eitel, und da laut eigener Aussage die Weihnachtstage bei Muttern in Kombination mit der Arbeit am neuen Album so ihre Spuren hinterlassen haben, ließ er sein Hemd an. Aber: “ein echter Kerl muss nen Kessel haben… ohne richtigen Kessel ist’s ne Pussy!” Also, ihr Herren, keine falsche Scham bitte. ;o)

Eisbrecher @ Duisburg, 19.3.2009

Los ging’s mit dem Opener des aktuellen Albums: Kann denn Liebe Sünde sein?

Weitere Hits des Abends waren Schwarze Witwe, Mein Blut, Leider, Kinder der Nacht, Vergissmeinnicht, … eine Mischung aus allen drei bislang erschienen Alben also, bei der jeder Fan auf seine Kosten gekommen sein sollte.

Eisbrecher @ Duisburg, 19.3.2009

Eisbrecher @ Duisburg, 19.3.2009

Die üblichen bereitgestellten Wasserflaschen erwiesen sich nicht so ganz als das, was sich Käpt’n Alexx unter einem Schluck zu trinken vorstellte – und so prostete er dem Publikum denn prompt mit einer Flasche Jack Daniels zu. Und dass es auch unter den Bayern freundliche Menschen gibt, stellte er sogleich unter Beweis, als er die Flasche in die Menge reichte: “Aber lasst mir noch einen Anstandstropfen übrig, ja?” Klar, dass jetzt nur ein Song wie Alkohol folgen konnte!

Eisbrecher @ Duisburg, 19.3.2009

Als man schließlich ruhigere Töne anschlug, reckten sich diverse Arme mit Wunderkerzen in die Höhe und verbreiteten eine hübsche Atmosphäre… bei der Alexx sich aber seinen Kommentar nicht verkneifen konnte: “Die habt ihr wohl noch übrig von Unheilig…?”

Einige großartige Songs später entschwand Alexx von der Bühne, nur um gleich darauf in einer zünftigen Tracht, komplett mit Hut und allem Drum und Dran, wieder aufzutauchen. Eindeutig: This is Deutsch

Eisbrecher @ Duisburg, 19.3.2009

Eisbrecher @ Duisburg, 19.3.2009

Den Kracher Miststück gab’s denn schließlich noch als Zugabe, und unter Alexx’ Regie konnten sich die Damen und Herren dann noch gegenseitig im Ge”sang” dieser Lobeshymne übertreffen. *g*

Eisbrecher @ Duisburg, 19.3.2009

Wer nach dem Konzert noch weiterfeiern wollte und nicht, wie ich, seinen Zug bekommen musste, der konnte sich dann noch auf der anschließenden Aftershow-Party austoben.
Fazit: ein geiler Abend!

Geschrieben von neontrauma

Hej! Ich bin Anne aka neontrauma, 27, wohne in Leverkusen & arbeite als Webdesignerin in Köln. Mein Herz schlägt für Fotografie & Webdesign, Sport, Hunde & den Besten... möchtest du mehr erfahren? Du findest mich übrigens auch auf Google+ (mein persönliches Profil), Google+ (neontrauma.de auf G+), Twitter und Instagram.

neuWerk-Festival @ Düsseldorf, 27.12.2008

Rotersand @ neuWerk-Festival 2008

Das neuWerk-Festival ging nun nach dem erfolgreichen Start im letzten Jahr in die zweite Runde und fand diesmal an gleich zwei Locations statt: am 26. Dezember 2008 in Berlin sowie einen Tag später in Düsseldorf, jeweils mit leicht variiertem LineUp.
Ich war am 27.12. im Düsseldorfer Stahlwerk dabei und erlebte einen Abend mit Destroid, KLOQ, Soman, Rotersand, Diary of Dreams und Nitzer Ebb.

Die geräumige Halle des Stahlwerks blieb während der ersten Acts leider relativ spärlich gefüllt – schade, erst gegen Ende des Abends, als es Zeit wurde für die beiden Headliner Diary of Dreams und Nitzer Ebb, drängten sich die Besucher. Dabei haben sich die später Gekommenen definitiv etwas entgehen lassen.

Destroid

Los ging es gegen 19 Uhr mit Destroid: Daniel Myer ist in der Szene alles andere ein unbeschriebenes Blatt, kennt man ihn doch bereits durch diverse Bands, allen voran Covenant und Haujobb.
Mit Destroid hat der Musicaholic nun ein weiteres Projekt am Start – während Daniel auf der Bühne für den Gesang verantwortlich zeichnet, bedient sein Bandkollege Sebastian das Keyboard. Als Livemusiker kam heuer zudem noch Oliver von Toy hinzu.

Wie sollte es anders sein: Destroid ist vor allem etwas für die EBM-Jünger  (die an diesem Abend zahlreich vertreten waren – verständlich anbetrachts des LineUps). Von der leider zu wünschen übrig lassenden Akustik ließen sich weder die Musiker, noch ihre Fans weiter stören und so sorgten Destroid für einen gelungenen Auftakt des Abends.
Mit sieben Songs fiel das Set recht kurz aus, und alsbald machte man auf der Bühne Platz für den darauffolgenden Act.

Setlist Destroid

  1. Soul Asylum
  2. Bird of Prey
  3. Into the deepest Dark
  4. Broken and abused
  5. Bonewhite Light
  6. Friend or Foe
  7. Let me leave (silent)

KLOQ

KLOQ @ neuWerk-Festival 2008

Setlist KLOQ

  1. Ibiza
  2. We`re Just Physical
  3. You Never Know
  4. Connecting
  5. Move Forward
  6. I Never Said
  7. Push It

Rotersand

Rotersand @ neuWerk-Festival 2008

Rotersand @ neuWerk-Festival 2008

Setlist Rotersand

  1. Almost violent
  2. I cry
  3. Dare to live
  4. Lost
  5. Rushing
  6. Exterminate
  7. Undone

Diary of Dreams

Adrian und die Seinen betraten die Bühne diesmal nicht begleitet von den Klängen des Nekrolog 43-Intros, sondern zu den ersten Takten von Menschfeind. Auch der stilvolle Mikorofonhalter aus einem geschwungenen Holz fehlte diesmal, ebenso wie das von der N43-Tour her bekannte Outfit mit Kapuzenumhängen. Stattdessen gab man sich heute eher leger gekleidet.

Diary of Dreams @ neuWerk-Festival 2008

Wenn Adrian Hates das Mikro mit beiden Händen umfasste und mit geschlossenen Augen solche Songs wie Traumtänzer intonierte, dann konnte sich wohl kaum einer der Anwesenden einer Gänsehaut erwehren.

Setlist Diary of Dreams

  1. MenschFeind
  2. Chemicals
  3. The Plague
  4. Amok
  5. Traumtänzer
  6. Butterfly:Dance
  7. Soulstripper
  8. Panik?
  9. The Curse
  10. Kindrom

Diary of Dreams @ neuWerk-Festival 2008

Nitzer Ebb

Dass viele Fans des letzten Acts angereist waren, sah man deutlich an den unzähligen Kleidungsstücken mit NEP-Aufdruck.

Setlist Nitzer Ebb

  1. Walk On
  2. Promises
  3. Shame
  4. Hearts & Minds
  5. Lightning Man
  6. Godhead
  7. For Fun
  8. Never known
  9. Once you say
  10. Blood Money
  11. Let your Body learn
  12. Payroll
  13. Murderous
  14. Control I’m here
  15. Join in the Chant
  16. (Getting closer)

Geschrieben von neontrauma

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Oomph! @ Live Music Hall Köln – 25.11.2008

Im Zuge ihrer “Monster”-Tour machten Oomph! am Abend des 25. Novembers 2008 Station in der Kölner Live Music Hall. Was diesen Auftritt besonders hervorhob, war die Tatsache, dass die gesamte Show von Oomph! sowie der zweiten Vorband All Ends gefilmt und als Livestream ins Internet übertragen wurde.

Während fleißige Helfer noch die Bühne vorbereiteten, rätselte ich, ob die Tontechniker das Publikum wohl schon einmal mit Humor auf den Abend einstimmen wollten oder doch eher versuchten, einen musikalischen Gegenpol zu Oomph! zu bilden: Always look on the bright side of life…, tönte es da aus den Lautsprechern und bildete einen interessanten Kontrast zum Habitus der Anwesenden. :o)

Dero und die Seinen waren nicht alleine angereist, sondern hatten gleich zwei Supportbands mit dabei: die Newcomer Mina Harker (die der ein oder andere sicher schon auf dem diesjährigen Amphi erlebt hat) sowie die schwedische Formation All Ends.

Mina Harker

Eine Harke ist ein Gerät, mit dem man den Boden aufgräbt, um tiefergelegene Schichten zu erreichen und die Erde aufzulockern.
Von solch tiefschürfenden Vorgängen war beim Opener des Abends, Mina Harker, leider nichts zu erkennen. Frontfrau Mina plärrte mit ihrer durchdringenden Stimme lauter klischeehaften und nichtssagenden Gothic-Kitsch ins Publikum, und das eine gute halbe Stunde lang.

Nicht nur bei den Inhalten, auch in Sachen Sprache bewegte man sich auf einem herzlich niedrigen Niveau; selbst der unsägliche Herz-Schmerz-Reim musste herhalten: “je tiefer ich gehe / je süßer ist der Schmerz / je weiter ich falle / desto höher schlägt mein Herz”. Oooh je. So wurde mit dem Song “Tiefer” denn also auch die anscheinend unvermeidliche Schublade names “selbstverletzendes Verhalten / Ritzen” hervorgezogen. Die weiteren Songs kamen ebenso mit pathetischen Themen in stumpfer Darbietung daher – was die Anwesenden denn auch eher verhalten aufnahmen.

All Ends

Eine wohltuende Verbesserung stellte der darauffolgende Auftritt von All Ends dar: die zwei Damen und drei Herren bescherten dem Kölner Publikum einen erstklassigen Metal à la Göteborg, der richtig Spaß machte.
All Ends sind: Emma Gelotte und Tinna Karlsdotter (Gesang), Fredrik Johansson und Peter Mårdklint (Gitarren) sowie Joseph Skansås (Drums). Seit der Gründung im Jahr 2003 sind bereits zwei Alben erschienen; “Wasting Life” (2007) sowie die aktuelle Scheibe “All Ends” (2008), die zusammen mit einer Bonus-DVD daherkommt.

Bei diesem energiegeladenen Auftritt ging das Publikum ging ordentlich mit – so war ich sicher nicht die Einzige, die das Credo der Band dann gegen neun Uhr bedauerte: All Ends, aber diese Show hätte gerne noch länger weitergehen dürfen!

Oomph!

Die Lautstärke der Begrüßung, als Dero, Crap und Flux schließlich die Bühne erklommen, spricht wohl für sich: Partystimmung!

Dero präsentierte sich diesmal in einem neuen Outfit und hatte die altbekannte weiße Zwangsjacke gegen eine schwarze Bondage-Kombination getauscht. Steht ihm auch. ;-)

Wie es sich gehört, ging man denn gleich in die Vollen und legte mit einem Stück vom neuen Album los: “Beim ersten Mal tut’s immer weh”, gefolgt von “Träumst du”: Träumst du mit mir heut Nacht / Springst du mit mir heut Nacht …

Im Lauf des Abends präsentierten Dero und die Seinen einen Querschnitt durch die Bandgeschichte, wurde doch von fast jedem Album etwas gespielt.
Beim Publikum schlug das ein wie eine Bombe, und so dürfte so mancher am nächsten Tag mit Muskelkater vom Hüpfen und Heiserkeit vom Mitsingen/-schreien wachgeworden sein. ;-)

Bei “Bis zum Schluss” begleitete Mina Harker Dero im Duett, und im Anschluss daran folgte eine bemerkenswerte Ankündigung: “Ladies and gentlemen: my name is Barack Obama – and if somebody tells me ‘No, we cannot!’, I’m gonna tell him: ‘Yes, we can!’” Diese Parole wurde denn vom Publikum auch mehrfach lautstark wiederholt. Klar, dass darauf nur ein Song wie “Revolution” folgen konnte.

Dero suchte immer wieder die Nähe zu den Fans, frönte dem Crowdsurfen und hatte sichtlich Spaß bei einem derart begeisterten Publikum.

Gegen 23 Uhr endete das Konzert schließlich, allerdings gekrönt von nicht weniger als fünf (!) Zugaben. Wow!

Setlist Oomph!

  1. Beim ersten Mal tut’s immer weh
  2. Träumst du
  3. Unsere Rettung
  4. Fieber
  5. Wer schön sein will muss leiden
  6. Du willst es doch auch
  7. Wach auf
  8. Das letzte Streichholz
  9. Das weiße Licht
  10. Sex
  11. Mitten ins Herz
  12. Bis zum Schluss
  13. Revolution
  14. Sex hat keine Macht
  15. Mein Schatz
  16. Lass mich raus
  17. Die Schlinge
  18. Niemand
  19. Gekreuzigt
  20. Labyrinth

Zugabe I:

  • Gott ist ein Popstar
  • Augen auf

Zugabe II:

  • Menschsein
  • Die Leiter

Zugabe III:

  • The power of love (a capella)

Geschrieben von neontrauma

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Oswald Henke @ Zeche Carl Essen, 15.10.2008

Oswald Henke @ Zeche Carl Essen, 15.10.2008

Nicht zu einen Spaziergang durch ein Minenfeld, wohl aber zu einem literarischen Spaziergang quer durch seine Werke der letzten Jahre lud Oswald Henke gestern ein. Soeben ist das dritte Buch des Masterminds von Goethes Erben, Erblast und fetisch:Mensch erschienen – “Ich habe mir die Liebe abgewöhnt und bin doch weiter süchtig” - und so begibt sich Herr Henke auf Lesereise quer durch Deutschland. Den Auftakt des “Seelenkonzils” stellte seine gestrige Lesung in der Essener Zeche Carl dar.

Oswald Henke @ Zeche Carl Essen, 15.10.2008

Knapp einhundert Menschen waren erschienen, sodass der Abend in fast schon intimer Atmosphäre verlief. Keine Massenveranstaltung also, aber dafür eine all inclusive-Show mit Süßigkeiten für alle. :o)

Oswald Henke @ Zeche Carl Essen, 15.10.2008

Eine spärlich möblierte Bühne – ein mit einem schwarzen Samttuch bedeckter Tisch und zwei Stühle – und dann, um Punkt acht, ein gut gelaunter Oswald Henke, der sich mit einem sperrigen Koffer abschleppte. Was dieser Koffer mit dem ordentlichen und aufgeräumten Zustand der Bühne anrichten sollte, zeigte sich im Verlauf des Abends. ;-)

Dass Oswald die Interaktion mit seinen Zuschauern groß schreibt, zeigte sich alsbald: die vier zuerst erschienenen Gäste des Abend wurden nicht nur am Eingang mit einem exklusiven Glas Sekt begrüßt, sondern auch gleich zu Beginn der Lesung zum Anstoßen kurz auf die Bühne gebeten.

Als nächstes beorderte Oswald zwei mutige Freiwillige zu sich auf die Bühne und ließ sie links und rechts von sich Platz nehmen. “Na, wer von euch ist der Gute, wer der Böse?” – Der Dame fiel der Part der Bösen zu, sie bekam ein Päckchen Kreide in die Hand gedrückt mitsamt der Instruktion, allzu unruhige Störenfriede im Publikum durch ein gezielt geworfenes Stückchen Kreide zu reglementieren. Ihrem freundlichen Gegenspieler wurde die Aufgabe zuteil, Seifenblasen in den Raum zu pusten, wenn es denn gar zu ernst und still werden sollte. Wie sich zeigte, hatte Letzterer deutlich mehr zu tun. ;-)

Oswald Henke @ Zeche Carl Essen, 15.10.2008

Eröffnet wurde der Abend mit einer Kolumne von Henke Digital – was einst Henke Trocken hieß und vielen sicherlich durch die Veröffentlichungen im Orkus-Magazin ein Begriff ist, hat nun einen neuen Namen bekommen. Nachlesen und kommentieren könnt ihr diese Kolumne übrigens auf oswald-henke.de.
Ein kritischer Blick auf die derzeit herrschende Bankenkrise, das Gejammer und die Angst der breiten Masse, und am Ende ein Aufruf, sich sein Leben nicht durch das Geld und die Angst um selbiges bestimmen zu lassen: “Angst ist kein guter Berater, wenn es darum geht, sein Leben zu leben. Eine gesunde Vorsicht ist wichtig, um zu überleben, aber nur sein Leben abzuleben, sprich zu überleben, ist mir zu wenig. Aus diesem Grund erscheint mein neues Buch jetzt und nicht irgendwann, gehe ich jetzt auf Lesereise, denn ich glaube, es wird eine schöne Zeit, wenn sich Menschen treffen, die ähnliche Interessen haben. Und wenn ich eines wirklich kann, dann ist es, Geschichten zu erzählen und Menschen zu unterhalten und darauf freue ich mich ganz besonders.”

“Ich fang dich auf”, “Lass mich” – das Motiv der Liebe als heilendes Gegengewicht zu durchgemachtem Leid zieht sich gleich einem roten Faden durch das neue Buch und durch die gestrige Lesung, wenngleich auch die Liebe selber als durchaus schmerzliche Erfahrung thematisiert wird: etwa in “Nicht heute, aber morgen” oder in “Zwischenseelenträume”. “Küsse mich, / aber denke daran, / dass jedes Echo als Alternativkuss / ein Stück aus deiner Seele reißen wird.”

Was eigentlich die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen “Goschücksch” und Emos ausmacht, dem wurde als nächstes auf den Grund gegangen. Requisitien: zwei Unterhosen (einmal schwarz-weiß mit Totenköpfen bedruckt und einmal in stilvollem Schwarz und Rot; ihr dürft raten, wem welche zuzuordnen ist *g*), ein schwarz-weiß gestreifter Pulli und eine ebenso karierte Jacke (“das kann man auch kombinieren!”), ein Nietengürtel und – ein Kajalstift. Aha, eine Gemeinsamkeit. Aber der Satz, dass Gothics selbstverständlich tiefsinniger und außerdem zumeist auch älter sind, durfte natürlich nicht fehlen. Ein kurzweiliger Ausflug über den Tellerrand der Szene hinaus, der sicherlich das Eis brach und für viel Gelächter sorgte, wenngleich das Gefrotzel über Emos nicht zuletzt durch zahlreiche einschlägige Forenthreads mittlerweile doch ziemlich abgedroschen ist.

Oswald Henke @ Zeche Carl Essen, 15.10.2008

Als aus dem immensen Fundus an Requisitien eine Handpuppe mit blutbeflecktem Kittel auftauchte, war klar: Heiner, “wo ist Iphigenie?”
Der Thematik des Kannibalismus blieb man auch beim nächsten Stück treu, der “Ballade vom Menschen, der sich selbst aß”.
Nebst Heiner bevölkerten noch zwei weitere Handpuppen kurzzeitig die Bühne und wiesen auf den Unterschied zwischen Mann und Frau hin: während das rosefarbene Plüschknäuel vernehmlich quietschte, blieb das blaue stumm – “der musste gewaschen werden, der klebte von oben bis unten”. Ahem, ja. ;-)

Drei offensichtlich einen Zyklus bildende Gedichte, die mit fetisch:Mensch ihre Vertonung fanden: Narbenkind, Sonnenkind und Damalskind.

Den Abschlus des Abends bildetete das Stück Abseits des Lichts… vorgetragen von einem im Mittelgang des Zuschauerraums knieenden Oswald, das Gesicht in den flackernden Kerzenschein einiger Teelichter getaucht. Gänsehaut.

Oswald Henke @ Zeche Carl Essen, 15.10.2008

So bleibt zu hoffen, dass Herr Henke bald wieder auf der Bühne zu erleben sein wird, sei es mit fetisch:Mensch, zu einer weiteren Lesung oder – warum nicht? – einem Abend, an dem er seinen Spieltrieb, den er laut eigener Aussage nicht mehr so ganz unter Kontrolle hat, vor und mit seinem Publikum auslebt.

… bin ich denn wahnsinnig, weil ich hoffe? ;-)

Geschrieben von neontrauma

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Haggard @ Essigfabrik Köln, 5.10.2008

Haggard @ Essigfabrik Köln, 5.10.2008

Ungefähr sieben Jahre ist es her, dass ich mein erstes Album von Haggard gekauft habe – damals mehr durch Zufall, da mir der Bandname nichts sagte und mich aber das Cover der CD neugierig gemacht hatte. Awaking The Gods, der Live-Mitschnitt eines Auftritts in Mexiko, der damals gerade erschienen war. Gehört habe ich die Scheibe dann zum ersten Mal im Dunkeln, auf dem Bett liegend, und ich kann mich noch gut an die Gänsehaut erinnern, die mir Songs wie “Prophecy Fulfilled”, “In A Pale Moon’s Shadow” oder “Final Victory” bereiteten.

Heute Abend sollte es denn soweit sein, dass ich Haggard zum ersten Mal live erleben durfte.

The Flaw

Los ging es zwar nicht ganz pünktlich, dafür gab sich die Vorband denn jedoch alle Mühe, dem Publikum mit ihrem Gothic Metal einzuheizen: mit The Flaw werden Haggard bei ihrer Tour von einem vielversprechenden jungen Quartett aus dem Ruhrpott supportet.

The Flaw @ Essigfabrik Köln, 5.10.2008

The Flaw @ Essigfabrik Köln, 5.10.2008

Gegründet im Jahr 2003, hat die Dortmunder Band um Frontfrau Alexandra Leu nun kürzlich mit “Burning Skies” ihre erste EP veröffentlicht.

The Flaw @ Essigfabrik Köln, 5.10.2008
Die weiteren Bandmitglieder sind Massimo Sarti (Bass), Gitarrist Lars Schlüter sowie Janis Bakine an den Drums.

The Flaw @ Essigfabrik Köln, 5.10.2008

Das Publikum taute schnell auf, sodass nicht nur Alex auf der Bühne ihre Mähne schüttelte, als man mit Songs wie “The Gift” oder “On a Windowshelf” loslegte.

The Flaw @ Essigfabrik Köln, 5.10.2008

Bemerkenswert fand ich, dass allein schon die Vorband eine satte Stunde Spielzeit zur Verfügung hatte, was man ja sonst eher selten erlebt.

The Flaw @ Essigfabrik Köln, 5.10.2008

Setlist von The Flaw

  1. Intro
  2. The Gift
  3. Strange Land
  4. Seven Hours
  5. On a Windowshelf
  6. Fragile
  7. All the World’s Darkness
  8. Revelation
  9. The Tempest
  10. The Journey
  11. The Vagabond
  12. Burning Skies
  13. Mute
  14. Blunt
  15. Saltwater

The Flaw @ Essigfabrik Köln, 5.10.2008

Haggard

Während der nun folgenden Umbauphase, in der immer mehr Instrumente auf die Bühne gebracht wurden, fragte ich mich, wie in aller Welt wohl noch die ganzen Musiker von Haggard dazupassen sollten. Immerhin trägt man den Titel “Deutschlands größte Metalband” nicht zu Unrecht: nicht weniger als dreizehn Musiker sollten schließlich die Bühne betreten (Sopranistin Veronika musste leider aufgrund einer Erkältung pausieren).

Haggard @ Essigfabrik Köln, 5.10.2008

Gegen Viertel nach neun war es denn schließlich soweit: die Bühne verdunkelte sich, die an den Notenständern angebrachten Kerzen sorgten für eine angemessene Beleuchtung, und nach und nach nahmen sämtliche Musiker zu den Klängen des Ithiria-Intros ihren Platz ein.

Haggard @ Essigfabrik Köln, 5.10.2008

Nach dem Intro spielte man zunächst mit “Tales Of Ithiria” dasjenige Stück, welches den Namen des aktuellen Albums trägt und dreisprachig – auf Latein, Englisch und Deutsch – von der Aufforderung eines erblindeten Kriegers an seinen Sohn erzählt, in den Kampf gegen das Böse zu ziehen. Anmutiger Soprangesang wechselt hier mit der Haggard-typischen metallischen Härte von Asis Nasseris Gegrowle, was von den Fans beides begeistert aufgenommen wurde.
Mit “Per Aspera Ad Astra” gab es als nächstes einen Song von der zuletzt veröffentlichten Scheibe Eppur Si Muove zu hören, und einen weiteren Schritt in die Bandgeschichte unternahm man anschließend mit “In A Fullmoon Procession”, das bereits im Jahr 2000 erschien. Schnell war klar, dass Haggard ihr Publikum mit ihrem charakteristisch-wuchtigen Klang voller Erhabenheit restlos in ihren Bann gerissen hatten.

Sopranistin Su bewies, dass auch ausgebildete Opernsängerinnen durchaus zu metaltypischen Verhaltensweisen wie Headbangen in der Lage sind, und hatte während des Auftritts eindeutig Spaß.

Haggard @ Essigfabrik Köln, 5.10.2008

Auch im weiteren Verlauf des Abends wechselten sich Songs der verschiedenen Alben ab: “The Observer” entstammt der Eppur Si Mouve, während das darauffolgende “The Day As Heaven Wept” als Opener der einige Jahre zuvor erschienen And Thou Shalt Trust… The Seer fungierte. “The Sleeping Child” wiederum erzählt die Ithiria-Geschichte weiter und greift hierbei als Refrain die Sequenz Mors stupebit et natura / Cum resurget creatura aus den Dies Irae auf.

Haggard @ Essigfabrik Köln, 5.10.2008

Dass Mastermind Asis ein Perfektionist ist, macht sich schon an den langen Kompositionszeiten bemerkbar, ehe ein neues Haggard-Opus in den Plattenregalen zu haben ist. Doch nicht nur im Studio muss alles bis ins Detail stimmen – auch live. So justierte Asis nach nahezu jedem Song die Abmischung der einzelnen Instrumente aufs Neue und forderte der Tontechnik damit Einiges ab – das Ergebnis lässt sich denn auch eindeutig als gelungen bezeichnen.

Weiter ging es mit der auf italienisch gesungenen altschwedischen Ballade “Herr Mannelig”, bei der Su die Fans einmal mehr mit ihrer großartigen Stimme faszinierte.
“La Terra Santa” entstammt wiederum der Ithiria-Scheibe, danach folgte eine Exkursion zur Awaking The Centuries: zunächst “Heavenly Damnation”, und dann forderte Asis das Publikum auf, ihm lauthals den Titel des darauffolgenden Stückes zu nennen. Die kölsche Definition von “laut” war Herrn Nasseri denn allerdings nicht laut genug, was ihn zu dem Hinweis veranlasste, dass in München ja derzeit das Oktoberfest stattfände und zehn Münchnerinnen ja wohl lauter schreien könnten als die versammelte Mannschaft des Kölner Publikums. Das ließ man natürlich nicht so auf sich sitzen, sodass es dann um Einiges lauter aus unzähligen Kehlen erscholl: “The Final Victory!”

Haggard @ Essigfabrik Köln, 5.10.2008

“Upon Fallen Autumn Leaves” sollte der für heute letzte Titel des Ithiria-Albums werden, gefolgt von dem imposanten “Prophecy Fulfilled”.

Als Asis mit “Eppur Si Muove” ankündigte, nun das letzte Stück anzustimmen, zeigte sich das Publikum nicht gerade erfreut und gab noch einmal alles. Dass auf einen mit derart viel Begeisterung aufgenommen Auftritt eine Zugabe folgen musste, war natürlich klar. So stellte man sich der logistischen Herausforderungen, erst sämtliche dreizehn Musiker von der Bühne herunter- und gleich darauf wieder hinauf zu beordern und ließ noch einmal zwei Kracher von der Awaking The Centuries auf die Fans los: zuerst “In A Pale Moon’s Shadow”, und dann ging das Getummel erst richtig los, da man noch die vier Musiker von The Flaw mit auf die Bühne holte und “Awaking The Centuries” spielte. Nicht nur ein Schmaus für die Ohren, sondern auch etwas für’s Auge – wann bitte sieht man sonst einen headbangenden Violoncellisten?

Asis versäumte es nicht, die Anwesenden wieder und wieder als ein hervorragendes Publikum zu loben und versprach im Namen der ganzen Truppe, bis zum nächsten Album und somit dem nächsten Haggard‘schen Besuch in Köln nicht wieder so viel Zeit verstreichen zu lassen – wenn das mal keine erfreulichen Aussichten sind, die über das Ende dieses großartigen Auftrittes hinwegzutrösten vermögen!

Haggard @ Essigfabrik Köln, 5.10.2008

Setlist von Haggard

  1. Intro
  2. Tales Of Ithiria
  3. Per Aspera Ad Astra
  4. In a Fullmoon Procession
  5. Observer
  6. The Day As Heaven Wept
  7. The Sleeping Child
  8. Herr Mannelig
  9. La Terra Santa
  10. Heavenly Damnation
  11. Final Victory
  12. Upon Fallen Autumn Leaves
  13. Prophecy Fulfilled
  14. Eppur Si Muove
  15. [Zugabe] In a Pale Moon’s Shadow
  16. [Zugabe] Awaking the Centuries

Geschrieben von neontrauma

Hej! Ich bin Anne aka neontrauma, 27, wohne in Leverkusen & arbeite als Webdesignerin in Köln. Mein Herz schlägt für Fotografie & Webdesign, Sport, Hunde & den Besten... möchtest du mehr erfahren? Du findest mich übrigens auch auf Google+ (mein persönliches Profil), Google+ (neontrauma.de auf G+), Twitter und Instagram.

Amphi-Festival 2008

An ungewöhnliche Outfits ist der Kölner, seines Zeichens Karnevalist durch und durch, ja nun wirklich gewöhnt. Aber die unzähligen schwarzen Gestalten, die an diesem Wochenende des 19. und 20. Juli an allen Ecken und Enden der Stadt auftauchten und gen Tanzbrunnen strömten, sorgten dann doch für den ein oder anderen erstaunt-neugierigen Blick.

Längst hat sich das Amphi-Festival, das dieses Jahr zum vierten Mal in Folge stattfand, als ein bedeutendes Festival in der Szene etabliert. Bands und Besucher aus der ganzen Welt fanden sich in Köln ein, um gemeinsam ein schwarzes Wochenende zu verbringen.
Eine Woche vor Beginn waren die Tickets bereits nahezu komplett ausverkauft – anbetrachts des hochkarätigen Line Ups eigentlich kein Wunder.

Seinen Namen verdankt das Festival der Location, an der es 2004 erstmalig seine Pforten öffnete: dem Amphitheater in Gelsenkirchen. Seit 2005 findet das Amphi-Festival nun aber am Kölner Tanzbrunnen statt, direkt gegenüber des Doms am benachbarten Ufer des Rheins gelegen.
Gesponsort wurde das Festival auch in diesem Jahr wieder durch das bekannte Szenemagazin Orkus.

Amphi-Cup

Heuer bot sich den Besuchern neben den beiden regulären Festivaltagen am 19. und 20. Juli zudem als Schmankerl im Voraus ein Fußballspiel der besonderen Art: Musiker und Fans traten in der Soccer World-Halle in Köln Lövenich im Rahmen des Amphi-Cups gegeneinander an. In zehn Partien spielten Besucher (die sich im Vorraus hatten bewerben können), Sponsoren, Medienpartner und Veranstalter gegeneinander. Stars wie Eskil und Joakim von Covenant, Jens und Gerrit von Funker Vogt sowie Musiker von Zeraphine, Melotron oder Project Pitchfork gaben ihr Bestes und zeigten, was sie so an Ballgefühl haben.
Dass der ein oder andere Spieler dabei humpelnd das Feld verließ, tat dem Spaß jedoch im Großen und Ganzen keinen Abbruch.
Ein Teil des Erlöses, zwei Euro pro verkauftem Ticket, kommt dem Kinderhospizdienst Köln zu Gute – sportlich!

2 Bühnen, 1 Beach und unzählige Shops

Ortswechsel: von Köln-Lövenich verlagerte sich der Ort des Geschehens nun nach Deutz an den Tanzbrunnen.

Das dortige Festivalgelände erstreckte sich auf einem großzügig bemessenen Gebiet und wartete mit zwei Bühnen auf – der Mainstage unter freiem Himmel sowie der Bühne im Theatergebäude. So konnte man eine umfangreiche Auswahl an Bands präsentieren, die es dem geneigten Besucher teilweise wirklich nicht einfach machte, sich für eine der beiden Bühnen zu entscheiden. Insbesondere bei den Auftritten im Theater empfahl es sich, rechtzeitig an Ort und Stelle zu sein, um sich einen guten Platz zu sichern, zumal die Schlange am Eingang jedesmal beträchtliche Ausmaße annahm.

Wen es denn einmal nicht zu einer der beiden Bühnen zog, der konnte eine ausgiebige Shoppingrunde einlegen und die zahlreichen Merchstände mit einem Besuch beehren, oder aber ein besonderes Highlight dieses Festivals unters Auge nehmen: den Beachclub.
3500 Quadratmeter Sandstrand, dazu eine Beachbar und chillige Liegestühle am Ufer des Rheins – wenn das für Grufties mal keine Abwechslung bedeutet. ;-)

Hervorzuheben ist auf jeden Fall die gute Organisation des Festivals: zwei Shuttlebusse verkehrten zwischen den Campingplätzen und dem Tanzbrunnen, Fahrrad-Rikschas standen bereit, um die Besucher elegant von A nach B zu befördern. Für richtige (!) Toiletten in genügender Anzahl war ebenso gesorgt wie für eine kostenlose Versorgung mit Trinkwasser.
Zudem bot das Dunkel-Volk-Forum einen besonderen Service an seinem Stand direkt in der Nähe des Eingangsbereiches: Fundsachen wurden hier verwahrt und bei Bedarf konnte man – natürlich kostenlos – Bahnverbindungen und Taxis in Erfahrung bringen. Wer sich an der Umfrage zum Festival beteiligte, dem bot sich die Chance auf einen Gewinn attraktiver Preise, die das Leverkusener Shadow beisteuerte.

Samstag, 19. Juli 2008

Offiziell ging es denn schließlich samstags um halb elf im Theater los. Hier präsentierten Welle: Erdball ihren Film „Operation: Zeitsturm“ und stimmten die Besucher somit bereits auf ihren später am Tag stattfindenden Auftritt ein. Ich wohnte der Filmaufführung erst am darauffolgenden Vormittag bei, sodass ich an dieser Stelle einfach mal auf die Schilderungen des nächsten Tages verweise.

Mina Harker

Von 12 Uhr an spielten Mina Harker, ihres Zeichens der Orkus-Newcomer 2008, als erster Act des diesjährigen Amphi-Festivals eine halbe Stunde lang auf der Mainstage.

Noisuf-X

Direkt im Anschluss daran ging es im Theater mit Noisuf-X und elektronischen Klängen weiter, denen ebenfalls nur dreißig Minuten Spielzeit zur Verfügung standen. In dieser Zeit spielten sie unter anderem „Hit Me Hard“ und „Tinitus“, welche die Menge zum Kochen brachten. Besonders hervorzuheben wäre an dieser Stelle noch jener Fan, der seiner Freundin auf der Bühne einen Heiratsantrag machte. Daran sieht man mal wieder, dass Romantik von jedem anders empfunden wird.

Cinderella Effect

Constance Rudert ist dem ein oder anderen sicherlich bereits von Blutengel her ein Begriff, bei denen sie als Co-Sängerin aktiv ist. Mit Cinderella Effect ging die rothaarige Dame denn nun auf der Hauptbühne mit ihrem anderen Projekt an den Start, zusammen mit Corale Thomas und Katja Gutowski.
Das Konzept: Coverversionen bekannter Hits mit der Rudert’schen Stimme wiedergeben: von Zeromancers „Clone Your Lover“ über das großartige „Zombie“ von den Cranberries (das sich aber meiner Meinung nach längst nicht mit dem Original messen konnte…) bis hin zu Stücken wie „Summer Wine“ schlug man musikalisch einen recht großen Bogen und verlieh den Songs teilweise einen sehr eigenen Anstrich. (Wobei die Gesangsdarbietung von Frau Rudert – hier nun in voller Pracht zu hören und nicht gnädig überlagert – ohnehin „eigen“ zu nennen ist. Ahem.)
Ergänzt wurde die Setlist schließlich durch die eigene Komposition „Wenn die Liebe ein Engel ist“.
Insgesamt ein wohlgefälliger Auftritt, der mich aber nun nicht gerade vom Hocker zu reißen vermochte.

Nachtmahr

Während Cinderella Effect ihren letzten Song anstimmten, betraten im Theater Nachtmahr die Bühne.
Einen dezenten Stilwechsel gab’s hier nun auf die Ohren, steht Thomas Rainers (seines Zeichens Sänger von L‘Âme Immortelle) Projekt doch für elektronische Härte und ist somit eindeutig Geschmackssache. Auf die Rückwand der Bühne projizierte man während des 40minütigen Auftritts als passende optische Untermalung Schlachtszenen und Zitateinblendungen, während drei Mädels tanzten und Thomas Rainer durch einen Keyboarder unterstützt wurde.

Zeromancer

Anschließend hieß es, zur Mainstage zu flitzen, um ja nicht den Auftritt der charismatischen Jungs von Zeromancer zu verpassen. Wie bereits beim Zita-Rock-Festival, wo wir die fünf bereits Ende Mai gesehen und gehört hatten, heizten diese ihrem Publikum ordentlich ein ud sorgten mit Hits wie „Need you like a Drug“, „Clone Your Lover“ oder dem eigentlich schon zum Pflichtprogramm gehörenden „Doctor Online“ für eine erstklassige Stimmung. Zwischendurch flocht man immer wieder neuere Stücke wie „I‘m Yours to Lose“ in die Setlist ein.
Das Wetter war uns an diesem Tag mit Sonnenschein und Temperaturen um die zwanzig Grad noch wohlgesonnen, sodass man allmählich ins Schwitzen kam.

Grendel

Unterdessen ging es im Theater weiter mit Grendel, ein Duo aus Holland, welches seinen Bandnamen aus der Sage um Beowulf entlehnt hat. Grendel stellten unter Beweis, dass sie nicht nur namentlich, sondern auch als Live-Band einem Monster gleichen. Die Show war sehr energiegelden und die Setlist umfasste Tracks aus ihrer kompletten Schaffensphase, unter anderem den Hit „Soilbleed“ und sorgte für eine tanzende Menge.

Ashbury Heights

Weiter ging es mit dem schwedischen Boy-meets-Girl-Duo Ashbury Heights.
Ashbury Heights waren als Überraschungsband zum Amphi-Festival-LineUp hinzugefügt worden, was viele Fans des Elektropops sicher gefreut hat. Die Band brachte überwiegend Lieder aus ihrer aktuellen EP „Morningstar In A Black Car“ und hatte dabei sichtlich Freude.

Welle:Erdball

Auf der Mainstage machten sich Welle:Erdball fertig zum Alarmstart und bescherten den Fans einen erstklassigen, energiegeladenen Auftritt. Dies verwundert insofern nicht, als dass die Truppe um den charismatischen Honey (der im Übrigen die Mainstage des Amphi-Festivals moderierte) für ihre hervorragenden Bühnenshows bekannt sind.
Auch dieses Mal hatte man sich wieder etwas Besonderes einfallen lassen: im Hintergrund der Bühne war eine große Plane aufgespannt, die im Verlauf des Auftritts mit Bildern und Slogans besprayt wurde.
Zu hören gab es unterdessen Hits wie „Arbeit adelt“ und „Wir wollen keine Menschen sein“, auch der „Starfighter F104-G“ durfte natürlich nicht fehlen.

Zeraphine

Im Anschluss daran folgte auf der Hauptbühne der Auftritt Zeraphines. Die Formation um Sänger Sven Friedrich (der dem geneigten Hörer auch durch seine anderen beiden Projeke, die Dreadful Shadows sowie Solar Fake ein Begriff ist) spielte binnen 50 Minuten ein sattes Programm, das die Fans begeisterte und natürlich nicht auf Songs wie „Be My Rain“ oder „Die Wirklichkeit“ verzichtete.

Haujobb

Im Theater spielten währenddessen Haujobb ihr Abschiedskonzert. Damit verliert die Elektroszene nun eines ihrer kreativsten Projekte – Haujobb veröffentlichten ihr erstes Album 1993, weitere 14 Alben folgten bis 2008. Der Auftritt selber badete den Zuschauer in den verschiedensten Stimmungen und sorgte zusammen mit Daniel Myers charismatischem Auftreten für einen bleibenden Eindruck. Letzteren würden wir später am Tag noch einmal erleben dürfen, alldieweil er seit Neuestem Mitglied bei Covenant ist.

Tactical Sekt

Danach spielten Tactical Sekt Industrial mit Noise- und Techno-Einflüssen, ich zog dieser recht düsteren Location jedoch die Hauptbühne vor und wohnte dem Auftritt der Schweden von Covenant bei.

Covenant

Sänger Eskil Simonsson, Joakim Montelius und Daniel Myer lieferten denn auch – im Falle Joakims seit dem Amphi-Cup humpelnderweise auf Krücken – eine erstklassige Show ab, eröffnet von „Monochrome“, und begeisterten damit die unzähligen Fans, die allesamt tanzten, klatschten und den Musikern zujubelten.
Im Laufe der folgenden Stunde reihte sich denn mit „20 Hz“, „Dead Stars“, „Invisible And Silent“, „We Stand Alone“ oder „Ritual Noise“ ein Hit an den nächsten. Eskil und die Seinen zeigten sich denn auch sichtlich gutgelaunt anbetrachts des feiernden Publikums.

Gegen Ende des Auftritts meinte auch Petrus, sich äußern zu müssen, und ließ einen Regenschauer über dem Festivalgelände niedergehen – der Begeisterung tat dies jedoch keinen Abbruch.

Rotersand

Mit Rotersand betrat natürlich nicht etwa ein Leuchturm, sondern die Elektroband aus Deutschland die Alternative-Stage des Theaters. Gespielt wurden unter anderem „Electronic World Transmission“, „Merging Oceans“, „Exterminate, Annhilate And Destroy“ sowie eine neue Version von „I Cry“, welche auf dem im September erscheinenden Album zu finden sein wird.
Somit hatte auch die Theaterbühne für den Rest des Abends eine erstklassige Besetzung im Angebot, wenngleich es mich mehr zur Mainstage mit Deine Lakaien und dem Headliner Oomph! hinzog.

Deine Lakaien

Alexander Veljanov wurde von den wartenden Fans frenetisch begrüßt, als er schließlich gemeinsam mit Ernst Horn die Bühne betrat.

Ein Best-Of-Programm sollte den Fans heute dargeboten werden, was mich im Vorfeld zu der Frage bewegte, wie man wohl die Crème de la crème aus nunmehr dreiundzwanzig (!) Jahren Bandgeschichte innerhalb von siebzig Minuten versammeln sollte. Gelungen ist dies denn schließlich mit vielen Klassikern wie „Coulorize“ , „Over and Done“, „Generators“ oder „Where You Are“. Begleitet wurden Veljanov und Horn dabei, wie üblich bei Live-Auftritten, von einer Cellistin sowie Violine und einem E-Bass.

Es mag wohl niemanden gegeben haben, bei dem beim abschließenden „Love me to the End“ nicht eine Gänsehaut aufkam…

Oomph!

Einen recht herben Stilwechsel bedeutete der nun anschließende Auftritt von Oomph! - wobei Deine Lakaien an sich einen sehr schönen Ausklang des ersten Festivaltages abgegeben hätten. Aber nun gut.

Frei nach dem Motto „Weiß ist das neue Schwarz!“ betrat schließlich um halb neun der Oomph’sche Sänger Dero die Bühne ganz in Weiß gekleidet, mit ihm seine Mitstreiter Crap und Flux. Wie es sich für den Auftritt des Headliners geziemt, war der Bereich vor der Bühne denn auch brechend gefüllt mit begeisterten Fans. „Das letzte Streichholz“ oder das eigentlich schon unvermeidliche „Augen auf!“ wurden von selbigen ziemlich überdreht aufgenommen, ebenso wie „Gekreuzigt“ und „Fieber“. Die „Brennende Liebe“ durfte natürlich in der Setlist nicht fehlen, auch nicht die „Schlinge“ und „Das weiße Licht“.

Denkt man an Dinge wie den Auftritt beim Bundesvision Song Contest 2007 oder den ersten Platz in den Charts mit „Augen auf!“ drei Jahre zuvor, so liegen die ewigen „Das ist aber Mainstream…“-Kritiker nicht ganz falsch.

Wie dem auch sei, Dero und die Seinen brachten das Publikum ordentlich zum Abgehen und bescherten ihren Fans vor der Mainstage damit einen gelungenen Abschluss des Abends.

Combichrist

Währenddessen beschlossen im Theater Combichrist den Abend schließlich mit einer großartigen Show im Theater, die keine großen Wünsche offen ließ:
Gespielt wurden alle großen Hits der norwegischen Industrialband. Die Stimmung im Publikum kochte und im Theater wurde es so immer heißer. Das Publikum tanzte und feierte und auch, als Combichrist gegen 22 Uhr 30 die Bühne verließen, wurde es nicht müde, weiter Zugaben zu fordern – welche dann in Form von „Blut Royale“ und „This Shit Will Fuck You Up“ nochmals letzte Energiereserven mobilisierten.

Sonntag, 20.Juli 2008

Am Sonntag hieß es für uns, früh aufzustehen, damit wir rechtzeitig um halb elf zu der Vorführung des bereits erwähnten Welle:Erdball-Films “Operation: Zeitsturm” im Theater sein würden.

Trotz der für ein Festival recht ungewohnten Uhrzeit hatten sich dort dennoch relativ viele (wenngleich teilweise noch gähnende und etwas mitgenommen aussehende) schwarze Gestalten versammelt. Es war genügend Platz vorhanden, um es sich auf dem Fußboden gemütlich zu machen und die anderthalbstündige Filmvorführung so entspannt zu erleben.

Welle:Erdball – Operation: Zeitsturm

Die beiden Herren und die beiden Damen von Welle:Erdball haben hier nicht nur das Drehbuch entworfen und die Musik beigesteuert, sondern stehen denn auch gleich selbst vor der Kamera: während des NS-Regimes wird der Wissenschaftler Dr. Alois Haber in einem Bunker dazu gezwungen, eine Zeitmaschine zu erfinden, um trotz aller widrigen Umstände einen Sieg der Nazis gewährleisten zu können. Doch das Transformieren von Lebewesen will und will nicht gelingen – die Ereignisse überstürzen sich; die Tochter des Wissenschaftlers wird in die Maschine gestürzt und kann von ihm nicht mehr zurückgeholt werden, als die Nachricht vom Scheitern der Nazis den Bunker erreicht, wird dieser von innen versiegelt und die darin befindlichen Soldaten hingerichtet. Doch dem Wissenschaftler gelingt, schwer verwundet, die Flucht, und er schleppt sich zu einem nahe gelegenen Haus, wo er seine Aufzeichnungen sorgsam versteckt. Darin wendet er sich an niemand anderen als Dr. G Linde alias Honey. Die Bitte, seiner Tochter durch die Zeit hinweg zu helfen und sie zu befreien, erreicht diesen schließlich, als er bei sich auf dem Dachboden aufräumt.
(Der Anblick der unzähligen Commodore 64s in selbigem Raum sorgte für deutliches Grinsen bei den Zuschauern ;-) ).

Ob und wie den Damen und Herren von Welle:Erdball die Rettung der jungen Frau gelingt und wie die Handlung weitergeht, das könnt ihr euch bald selbst anschauen: die Veröffentlichung der DVD steht kurz bevor. Prädikat: absolut empfehlenswert, nicht nur für eingefleischte Welle-Fans!

Mediaeval Babes

Für uns hieß es nun, aus dem angenehmen Halbdunkel des Theaters hinauszutreten in die grelle Mittagssonne. Noch etwas geblendet stolperten wir hinüber zur Mainstage, um den Auftritt der Mediaeval Babes zu sehen. Die im Vergleich zu den restlichen Acts des Festivals sanften und wohlklingenden Melodien bildeten einen angenehmen musikalischen Auftakt des Tages. Auch das Auge konnte sich angesichts der sechs Damen in ihren grünen Gewändern, die zu den mittelalterlichen Klängen tanzten und ihre Mikroständer mit Efeuranken dekoriert hatten, erfreuen.

The LoveCrave, Spiritual Front & Spectra*Paris

The LoveCrave vermochten mich mit ihrem an sich recht soliden Rock nicht wirklich zu überzeugen, sodass die Auftritte der Italiener von Spiritual Front und von Spectra*Paris auf der Theaterbühne eindeutig besser abschnitten.

Letzteres ist das All-Girl-Projekt der wunderbaren Elena Fossi, die man bereits von Kirlian Camera her kennt (und, zumindest in meinem Falle, auch liebt ;-) ). Das Zusammenspiel von Songs auf hohem musikalischen Niveau, einer nahezu perfekten Lichtshow (unterstützt durch Videoprojektionen, etwa aus dem Film “Clockwork Orange”) und dem sehr erotischen Auftreten Frau Fossis bildete einen unbestrittenen Höhepunkt der beiden Festivaltage.

Wie es die zeitliche Verteilung auf den beiden Bühnen so wollte, blieb jedoch leider keine Zeit, um Spectra*Paris bis zum Ende beizuwohnen. Vielmehr machten wir uns auf den Weg in Richtung Mainstage, wo die Jungs der Letzten Instanz als nächstes auftreten würden.

Letzte Instanz

Wie erwartet heizten diese dem Publikum dann auch ordentlich ein und steckten es mit ihrer guten Laune eindeutig an. So, wie die sieben Musiker zum größten Teil barfuß über die Bühne hüpften und sprangen, tanzte, klatschte und sang man auch vor der Bühne begeistert mit. Als besonderes Schmankerl hatten man ein Cover des Alice-Cooper-Klassikers “Poison” im Gepäck, das die ohnehin schon großartige Stimmung noch einmal steigerte.
Spätestens jetzt war von der morgendlichen Müdigkeit nichts mehr übrig!

Das Ich

Auf die Letzte Instanz folgten auf der Hauptbühne Das Ich, denen ich den Vorzug gegenüber Cinema Strange im Theater gab.

Wie man es von den Auftritten der beiden Herren Kramm und Ackermann plus Live-Keyboarder her kennt, dominierte die Bühne eine sperrige Metallkonstruktion. An den beiden beweglichen Flügeln waren die Keyboards angebracht, sodass Bruno Kramm und Kain diese während des Auftritts vor- und zurückschieben konnten. Währenddessen wirbelte Sänger Stefan Ackermann, den ausgezehrt wirkenden Körper wie gewohnt rot angemalt und nur mit einer eng anliegenden orangen Hose bekleidet, umher und beeindruckte das Publikum einmal mehr mit seiner großartigen Mimik und Gestik.
“Gottes Tod”, “Sodom und Gommorrha” oder “Kain und Abel” brachten die Stimmung zum Überkochen, was letzlich nur noch durch das obligatorische “Destillat” übertroffen werden konnte.

Was für ein Auftritt!

Lacrimas Profundere

Anschließend beeilten wir uns, um im Theater zumindest die zweite Hälfte von Lacrimas Profundere erleben zu können.

L’Âme Immortelle

Während wir im Theater also einem atmosphärisch sehr dichten Auftritt beiwohnten, ging es draußen derweil mit Gruftie-Gesäusel auf höherem Niveau à la L’Âme Immortelle weiter.

Derjenige, welcher für das Wetter verantwortlich zeichnet, kommentierte selbiges übrigens mit einem kräftigen Regenguss – das deute, wer will. ;-)

Suicide Commando

Gegen halb sechs zogen auf der Hauptbühne dann jedoch eindeutig härtere Klänge auf: mit einer Band, die sich selbst als “Tokio Hotel” ankündigte. WTF? Es waren natürlich Suicide Commando, die dem Publikum ordentlich einheizten. Dass “Bind Torture Kill” den Anfang machte, war irgendwie klar. Johan van Roy und die Seinen legten einen derart gelungenen Auftritt voller Härte und Dynamik hin, dass es eine helle (oder vielmehr: dunkle!) Freude war.

Soko Friedhof & Clan of Xymox

Im Theater spielten währenddessen Soko Friedhof sowie Clan of Xymox.

Project Pitchfork

Project Pitchfork traten kurz vor sieben auf der Mainstage auf, und die Tatsache, dass sie ohnehin nahezu das gesamte Festivalgelände beschallten, ließ mich dann erst einmal einen ausgiebigen Shoppingbummel einlegen. Besonders gut verkauften sich heuer übrigens die Regenschirme am Zillo-Stand, die dann doch um einiges kleidsamer waren als die am Dunkel-Volk-Stand dargebotenen weißen Regencapes.

Eisbrecher

Im Theater spielten unterdessen Eisbrecher.

And One

Als letzter Act auf der Hauptbühne waren And One schließlich an der Reihe. Auch diesen Auftritt konnte man leider nicht in seiner vollen Länge genießen, wenn man denn die famosen Diary of Dreams im Theater sehen wollte. So musste ich mich mit einer viel zu kurzen Viertelstunde And One begnügen.

Diary of Dreams

Im Theater stand man bereits dicht gedrängt, als mit neun Uhr der Beginn des Diary of Dreams‘schen Auftrittes näher rückte. Obgleich ich die Formation um Adrian Hates bereits mehrfach live erleben durfte, kann man davon meiner Meinung nach schlichtweg nicht genug bekommen.

Auch dieses Mal sollte das Publikum nicht enttäuscht werden: nach dem Opener “Nekrolog 43″, bei dem man wie gewohnt schwarze Kapuzenmäntel trug und die Klänge sich mit dem Nebel und dem zumeist blau-grünlichen Licht zu einer atemberaubenden Atmosphäre vermischten, folgte eine – wie sollte es auch anders sein – hochkarätige Setlist.
“Wirst du mich nie versteh’n…/ wirst du denn nie versteh’n…/ hast du noch nie geseh’n…/ wie meine Augen glitzern…”“Traumtänzer” war nur eines der vielen großartigen Stücke diesen Abends.
“She and her Darkness”, “The Plague”, “Chemicals” oder “MenschFeind” sorgten allesamt dafür, dass manch einer sich wünschte, der Auftritt würde niemals enden.

Krupps

Leider musste er das, nach einigen Zugaben, dann doch irgendwann, und wer wollte, konnte anderthalb Stunden später dann noch die Show der legendären Krupps erleben.

Geschrieben von neontrauma

Hej! Ich bin Anne aka neontrauma, 27, wohne in Leverkusen & arbeite als Webdesignerin in Köln. Mein Herz schlägt für Fotografie & Webdesign, Sport, Hunde & den Besten... möchtest du mehr erfahren? Du findest mich übrigens auch auf Google+ (mein persönliches Profil), Google+ (neontrauma.de auf G+), Twitter und Instagram.

Blackfield-Festival 2008

Blutengel @ Blackfield-Festival 2008

Am vergangenen Wochenende – vom 4. bis zum 6. Juli 2008 – fand in Gelsenkirchen das erste Blackfield-Festival statt.

Die Location mag dem geneigten Festivalgänger nicht ganz unbekannt sein, fand hier doch vor drei Jahren das mittlerweile etablierte Amphi-Festival statt, das seinen Namen übrigens dieser Location verdankt, auch wenn es mittlerweile in Köln stattfindet.

Nachdem uns dieses Festivalwochenende viel Spaß gemacht hat, wünschen wir dem Blackfield, dass ihm ein ähnlich erfolgreicher Werdegang beschert ist. :-)

Das Amphitheater bot dem Festival recht viel Platz – unten befand sich die Bühne, auf drei Seiten eingerahmt von der amphitheater-typischen Treppe, während sich oben ein ausreichend großer Bereich mit den Merch-Ständen anschloss. So konnten die Fans bequem auf den Treppenstufen platznehmen und die Auftritte der einzelnen Bands erleben, während im Hintergrund der Bühne Lastschiffe gemächlich auf dem Rhein-Herne-Kanal vorbeizogen.

Freitag, 4. Juli 2008

In den späten Nachmittagsstunden erreichten wir schließlich Gelsenkirchen und das etwas außerhalb gelegene Amphitheater.
Parkgelegenheiten waren ausreichend vorhanden, verteilt auf zwei Parkplätze, sodass wir das Auto problemlos abstellen konnten.

Pink Turns Blue

Los ging es bereits um halb sechs mit den Kölnern von Pink Turns Blue. Frontman Mic Jogwer betrat die Bühne in Begleitung dreier Herren und einer Dame, die den Namen der Band elegant illustrierte, indem sie ein blaues Kleid mit pinkfarbenem Lidschatten kombinierte. Die soliden Post-Punk-Klänge lockten einigermaßen viele Festivalbesucher herbei, wenngleich der Großteil der Anwesenden lieber von den Stufen aus zusah und sich nicht auf den halbkreisförmigen Bereich vor der Bühne begab.

Stromkern

Nach einer guten halben Stunde hieß es denn für Pink Turns Blue, die Bühne freizumachen für die vier Musiker von Stromkern.
Die Beschreibung dieser Band, die ich bis dato noch nicht kannte und deren Bandinfos ich daher im Festivalguide nachlas, ließ mich ein wenig verwundert zurück: von einer Mischung aus „HipHop-Gesang, majestätischen Kompositionen aus dem 19. Jahrhundert mit der Wucht des Post Industrial-Rock“ war da die Rede. Gespannt ob der Klänge, die da kommen würden, erwartete ich also den Auftritt der Formation aus dem fernen Chicago… und war dann eindeutig positiv überrascht!
Der leider nur für eine Dreiviertelstunde anberaumte Auftritt der vier Herren in ihren stylishen weißen Hemden mit schwarzen Krawatten und ebensolchen Jackets wusste mit all seiner Power und den lauten, energiegeladenen Beats eindeutig zu überzeugen.

Die nun folgende zwanzigminütige Umbauphase nutzen wir, um das Festivalgelände zu erkundigen. Für das leibliche Wohl der Besucher war mit mehreren Ständen ausreichend gesorgt, dazu durften natürlich auch diverse Accessoire- und Bekleidungsangebote nicht fehlen. Viele ausgefallene Outfits galt es anzuschauen – mein persönlicher Favorit des Tages war eindeutig das plüschige Eichhörnchen aus Ice Age, das aus einem an den Gürtel geschnallten Trinkhorn lugte, :-)

Icon of Coil

Weiter ging es mit norwegischem Elektro der Spitzenklasse made by Icon of Coil.
Der Platz vor der Bühne hatte sich in der Zwischenzeit deutlich stärker gefüllt mit lauter Elektrojüngern, die den drei Musikern Andy LaPlegua, Sebastian Komor und Christian Lund nach jedem Song enthusiastisch applaudierten. Doch nicht nur die Fans mit ihrem begeisterten Jubel taten etwas für das Wohl der Truppe – Ronan Harris hisself betrat zwischen zwei Songs die Bühne und versorgte die sich verausgabenden Musiker mit Bier. Aus dem Publikum wurde mit 1-Liter-Krügen zugeprostet, und weiter ging die Show mit Stücken wie „Existance in Progress“ oder dem großartigen “Dead Enough For Life”.
Viele Hände, zumeist mit schwarz lackierten Fingernägeln und in der gleichen Farbe bestulpt, reckten sich während der Songs in die Luft.

Während der Umbauphase für den nächsten Act unternahmen wir einen kleinen Ausflug über das Festivalgelände, um zunächst die Toiletten aufzusuchen. Heureka! Keine Dixi-Klos. Sondern richtige Toilettten mit fließendem Wasser, und das auch noch in ausreichender Anzahl! – hierfür ein Danke an die Veranstalter!
Anschließend folgten wir den Schildern mit der Aufschrift „zur Cocktailbar“, die sich jedoch als ein wenig abgelegen und nur mäßig frequentiert erwies.

Dreadful Shadows

Schließlich war es denn soweit: Zeit für die Dreadful Shadows.
Sven Friedrich, seines Zeichens bereits bekannt durch seine anderen beiden Projekte Zeraphine und Solar Fake (die es am Samstag zu hören geben würde), gründete diese mittlerweile legendär zu nennende Formation 1993 zusammen mit Jens Riediger, Ron Thiele, Frank Hofer und Stefan Neubauer. In den folgenden sieben Jahren feierte man Erfolg um Erfolg, bis sich die Band im Jahr 2000 jedoch auflöste. Auf dem Amphi-Festival vergangenen Jahres tat man sich dann jedoch endlich wieder für einen Auftritt zusammen – und das hat den Jungs anscheinend so gut gefallen, dass wir sie nun noch einmal erleben durften.
Der wuchtig-melodische Gothic Rock mit Songs wie “True Faith” oder “Chains” kam denn beim Publikum auch wunderbar an (und insbesondere Sven sorgte bei einem Teil der weiblichen Fans für glänzende Augen ;-) ).

Blutengel

Um zehn vor zehn war denn der Moment gekommen, den viele Fans sehnsüchtig erwartet hatten: als Highlight des Tages betraten Chris Pohl, Constance Rudert und Ulrike Goldengel aka Blutengel die Bühne, natürlich stilvollendet inmitten wallender Nebelschwaden, mit angemessen langsamen Bewegungen sowie weißen Masken vor den Gesichtern. Auch die Bühne selber war im Vornherein mit viel Pomp und gothischem Prunk wie Kerzenständern oder einem schwarzen, mit Totenköpfen besetzten Thron hergerichtet worden. Im Hintergrund gaben zwei Girls etwas zum Besten, was man wohlwollend als tänzerische Einlage hätte bezeichnen können. Passend zu den einzelnen Songs trugen diese mal schwarze Schmetterlinge als Masken vor dem Gesicht, mal schwenkten sie eine Fahne.

Blutengel @ Blackfield-Festival 2008
Den einschlägigen T-Shirts nach zu urteilen, befanden sich nicht gerade wenige Blutengel-Anhänger(innen) im Publikum, und denen schien die Show auch ausgesprochen gut zu gefallen. Meinereiner war unterdessen vom selbsternannten „Dieter Bohlen der schwarzen Szene“ und den Seinen nicht allzu begeistert, sodass ich einen gemütlichen Bummel über das Gelände vorzog und – passend zur Musik ;-) – unter anderem dem Merch-Stand von „Böser Wohnen“ einen Besuch abstattete.

So neigte sich der erste Tag des Blackfield-Festivals allmählich seinem Ende entgegen – wer wollte, konnte in der nahegelegenen Matrix in Bochum noch weiterfeiern oder der Aftershowparty auf dem Festivalgelände beiwohnen.

Samstag, 5. Juli

Noch etwas verschlafen krabbelten wir am Samstagvormittag aus dem Auto und fanden uns in der Gesellschaft diverser nicht weniger müder schwarzgekleideter Gestalten wieder. Ausschlafen stellte jedoch kein Problem dar, öffneten sich die Pforten des Festivalgeländes doch ohnehin erst um 11 Uhr, während der erste Act nochmals eine Stunde später beginnen würde.
Der angebotene Service, mittels Shuttlebussen zum Schwimmbad und seinen Duschmöglichkeiten gebracht zu werden, wurde dankbar in Anspruch genommen.

Colony 5

Pünktlich um 12 Uhr eröffneten die beiden Herren der schwedischen Formation Colony 5 den Tag.
Obwohl die zwei sich wirklich ins Zeug legten und dem Publikum mit ihrem Future Pop einzuheizen versuchten, blieb selbiges leider eher ruhig und reserviert – was vermutlich an der Tatsache gelegen haben mag, dass es noch verhältnismäßig früh war und der erste Act es per se schwerer hat, das Publikum in die Gänge zu bringen.

Iris

Als nächstes standen mit Iris zwei Amerikaner auf der Bühne, die eine schwer zu beschreibende Mischung aus Rock, Glitch und Retrosynth spielten – oder dies zumindest vorhatten.
“Electronic is cool, but sometimes tricky”, kommentierte man den Ausfall der Elektronik denn auch mit einem mehrfachen “Sorry!”. Als das Ganze auch nach einigen Minuten noch nicht funktionieren wollte, machte Sänger Reagan Jones aus der Not eine Tugend und gab zwei Songs als Solo zum Besten.
Schlussendlich war es denn aber doch vollbracht, und als die Technik endlich so lief, wie sie sollte, legte man eine gelungene Show hin.

Solar Fake

Beim darauffolgenden Act stand jemand auf der Bühne, den man bereits am Vortrag mit seinem anderen Projekt Dreadful Shadows hatte erleben dürfen: Sven Friedrich, hier nun mit seinem dritten Projekt Solar Fake. Zusammen mit einem Keyboarder, der ihn bei Live-Auftritten unterstützt, tobt er sich mit diesem Soloprojekt auf dem elektronischen Sektor aus.
Nebst eigenen Kompositionen brachte man auch ein Cover des Radiohead-Hits “Creep”, das mich – anbetrachts des fulminanten Originals – leider so gar nicht überzeugen konnte.

Diorama

Nach einer kurzen Pause ging es mit einem weiteren Top-Act weiter: Diorama.
Die Formation um den charismatischen Frontmann Thorben Wendt brachte die Stimmung zum Kochen. Sowohl auf der Bühne selber, als auch davor ging man zu Stücken wie dem Clubhit “Synthesize Me” oder “Kein Mord”.
Die 40 Minuten des Auftritts waren eindeutig zu kurz, wie die Reaktion der Fans zeigte.

Diorama @ Blackfield-Festival 2008

Diorama @ Blackfield-Festival 2008

Northern Lite

Die Norweger von Northern Lite hatten wir bereits vor einigen Wochen in Köln erleben dürfen und waren daher schon sehr gespannt auf die jetzige Show. Und obwohl es, wie Sänger Andreas Kubat anmerkte und die Sonnenbrille zurechtrückte, ungewohnt war, bei strahlendem Tageslicht aufzutreten, hatten die Fans eindeutig Spaß. Hits wie “Girls with a Gun” oder “Reach the Sun” kamen definitiv gut an, wenngleich der Auftritt auf dem Blackfield-Festival meiner Meinung nach dem Clubauftritt in Köln nicht das Wasser reichen konnte, bei dem die Band doch um Einiges mehr abging.

Catastrophe Ballet

“Wie lange gibt es uns schon? – Zwanzig Jahre?! – Ach du Scheiße!”, so stellte Eric Burton sich und die Seinen von Catastrophe Ballet vor. Dabei dürfen die vier Herren in ihrer Bandgeschichte auf ein wahres Sammelsurium der verschiedensten Stilrichtungen zurückblicken, mit denen sie im Laufe der Jahre schon herumexperimentiert haben, um sie schließlich in ihren unverwechselbaren Stil miteinfließen zu lassen.
Elegant in dunkelrote Hemden zu schwarzen Hosen gekleidet, beschallte man das Publikum so mit teils eher rockigen, teils eher elektronischen Klängen.
Das S.P.O.C.K.-Cover von “Space Monkey”, das man mit Elementen des Beethoven’schen “Freude, schöner Götterfunken” mischte, zählte ebenso wie der Gastauftritt von Oswald Henke (Goethes Erben) zu den Höhepunkten des Auftritts.

Modcom

Die nun folgenden Umbauten, im Zuge derer eine große, sperrige Box auf der Bühne platziert wurde, machten auch ohne die entsprechende Ankündigung im Programmheft klar, wer als nächstes auftreten würde: Ronan Harris mit seinem Soloprojekt Modcom.
Ganz im Stil der 70er werden die Sounds und Sequenzen hierbei vom Master hisself live generiert, modifiziert, manipuliert und gemischt – und die Begeisterung und Spielfreude stand Ron dabei deutlich ins Gesicht geschrieben.

Samsas Traum

Auf den Auftritt Alex Kaschtes hatten viele Fans den ganzen Tag lang gewartet und ungeachtet der Hitze auf dem ergatterten Platz in der ersten Reihe ausgeharrt, um während der Show von Samsas Traum vorne dabei zu sein.
Als der polarisierende Sänger und Mastermind schließlich die Bühne betrat und zusammen mit den Seinen einen wahren Black Metal-Sturm auf das Publikum losließ, war dies für zahlreiche Fans denn auch der Anlass, ausgiebig die Köpfe zu schütteln. Gespielt wurden ausschließlich Stücke des aktuellen Albums “Heiliges Herz – Das Schwert Deiner Sonne”, nichts jedoch vom zeitgleich erschienen Akustikalbum “Wenn schwarzer Regen” oder von älteren Stücken, was viele im Publikum (wie auch ich!) bedauert haben dürften.
Leider ließ auch die Tontechnik in Sachen Abmischen Einiges zu wünschen übrig.

Mittlerweile war es etwa halb neun, und eine wohltuende Kühle löste die Hitze des Tages allmählich ab.

Subway To Sally

Wie bereits Andreas von Northern Lite vor ihm, ließ sich auch der Subway To Sally‘sche Eric Fish eine Bemerkung bezüglich des Tageslichts nicht nehmen und lud die dicht gedrängt vor der Bühne stehenden Fans dazu ein, die Sonne schon durch die Musik wegzuspielen: mit „Eisblumen“, das durchaus das Potential zu einer Hymne der schwarzen Szene hat, eröffnete man die Show:
„wir sind wie Eisblumen / wir blühen in der Nacht / …“
Kaum dass die Sallys mit einem Song fertig waren und kurz Luft holten für den nächsten, wurden im Publikum die für einen Auftritt dieser Band schon traditionell zu nennenden „Blut, Blut, Räuber saufen Blut…“-Chöre laut. Bis dass dieses ultimative Stück denn auch seitens der Musiker angestimmt wurde, sollte es noch ein Weilchen dauern. Unterdessen jagte ein Kracher den nächsten: Kleid aus Rosen, Falscher Heiland, Ohne Liebe, Henkersbraut, …
Besonderen Jubel ernteten Herr Fish und eine Dame aus dem Publikum, als er ebendiese während „Kleid aus Rosen“ auf die Bühne bat und zu einem Tanz aufforderte.
Viele Pyroeffekte untermalten die Show auf eindrucksvolle Art und Weise (und ließen sie für die vorderen Reihen zu einem wirklich heißen Erlebnis werden ;-) ).
Zum Ende des Auftritts hin erkundigte sich Herr Fish denn beim Publikum, ob es denn zählen könne. Eins, zwei, drei, … sieben Leute standen auf der Bühne, und so spielte man „7“ – um im Anschluss daran den immer wieder einsetzenden „Blut, Blut…“-Chören endlich Tribut zu zollen und sich nach einer wilden „Julia und die Räuber“-Einlage zu verabschieden.

Nitzer Ebb

Danach fing es leider an zu regnen, was die Nitzer Ebb-Fans jedoch nicht weiter störte, zumal das Sonnensegel über der Bühne und deren Vorplatz auch einen gewissen Schutz vor dem Nass bot. Zumeist in bläuliches Scheinwerferlicht getaucht, verwandelte sich dieser Platz in eine Tanzfläche par excellence. Kein Wunder bei Hits wie „Let Your Body Learn“, “Hit You Back” oder “Join in the Chant”.

Sonntag, 6. Juli

Der dritte und somit letzte Tag des Blackfield-Festivals 2008 präsentierte sich zunächst mit einem Wetter wie aus dem Bilderbuch: Sonnenschein, tiefblauer Himmel und Schäfchenwolken. Im Laufe des Nachmittags bedeckte sich der Himmel jedoch zusehends, es wurde windig und somit relativ frisch.

Solitary Experiments

Den Anfang machten pünktlich um 12 Uhr die drei Herren von Solitary Experiments, die die Anwesenden – derer es heue mehr waren als gestern um diese Zeit – mit ihrem harten EBM wachwerden ließen.
Während ihres halbstündigen Auftrittes heizten Solitary Experiments ihren Fans mit “No Surrender”, “Delight”, “Road To Horizon”, “Rise And Fall”, “Pale Candle Light” und schließlich “Seele bricht” ein.

Schelmish

Anschließend war es Zeit für einen relativ krassen Stilwechsel – von Synthesizern zu Dudelsäcken: die Mittelaltercombo Schelmish bediente diejenigen Besucher, die es eher traditionell mochten und historische Instrumente dem Elektro vorzogen.
Schelmish sind für ihre derbe, freche Art bekannt, und so sorgen Dextro und die Seinen auch hier für Begeisterung und Lachen während der Ansage: großes Gelächter brach aus, als Dextro zeigte, was ein zünftiger Mittelaltermusiker unterm Rock trägt: einen knallroten Tanga mit einer grinsenden Teufelsfratze aus Plüsch vorne dran.

Reaper

Mit den darauffolgenden Jungs von Reaper ging es wieder zurück in den elektronischen Bereich. Den langhaarigen Mastermind Vasi Vallis kannte man bereits von Frozen Plasma und NamNamNulu, ehe er vor drei Jahren beschloss, ein weiteres Projekt auf die Beine zu stellen.
„Wer von euch ist über 30?“, erkundigte sich Vasi denn – etliche Arme gingen in die Höhe – „… und wer ist so ehrlich und über 35?“ – und immer noch stand Herr Vallis nicht alleine da. ;-)
Seiner Energie tun diese ganzen Projekte und das hohe Alter ;-) jedoch nicht den geringsten Abbruch, sodass man einen Auftritt voller tanzbarer Power bestritt.

Heimataerde

Zwanzig Minuten Zeit, vom Tanzen Luft zu holen und an einem der diversen Stände etwas zu trinken zu organisieren, ehe es abermals hieß, eine kleine Zeitreise zu unternehmen: Heimataerde bedienen sich der Thematik der Tempelritter und des Vampirismus, kleiden sich dementsprechend in Kettenhemden und weiße Gewänder mit rotem Tatzenkreuz – und setzen ihre Stücke dann überraschenderweise elektronisch und eindeutig clubtauglich um: also quasi Party während der Inquisition. Wohltuend aus dem Rahmen fallend!
So verwundert es nicht, dass die Show mitsamt passender Bühnendekoration beim Publikum wunderbar ankam.

Assemblage 23

Assemblage 23, das Soloprojekt von Tom Shear, ist dem geneigten Elektrojünger mit Sicherheit ein Begriff. Dementsprechend fieberten viele der Festivalbesucher diesem Auftritt entgegen, der die einzige Open Air-Show dieses Jahres in Deutschland darstellte.
Zusammen mit zwei weiteren Musikern, die Assemblage 23 beim Live-Auftritt unterstützten, präsentierte Herr Shear seinen Fans Hits wie „Sorry“ oder „Naked“.

Spetsnaz

Am späteren Nachmittag sollten die Anhänger des harten EBM einmal mehr voll und ganz auf ihre Kosten kommen: mit Spetsnaz betrat eine der energiegeladensten und aggressivsten Formationen dieses Genres die Bühne, die die Härte mit sicherem Gespür mit melodischen Elementen zu einer durchschlagenden Mischung zu verbinden weiß.
Der Platz vor der Bühne war dicht bevölkert von tanzenden und feiernden Fans, viele von ihnen mit Deadpan-Shirt bekleidet, dem Titel der zuletzt erschienen Scheibe.

[:SITD:]

Ein Heimspiel stellte ihr Auftritt für die Jungs von [:SITD:] dar, die schließlich aus dem Ruhrgebiet stammen und von dort aus die Tanzflächen der Clubs in Deutschland und der ganzen Welt (!) erobert haben.
Anbetrachts des sommerlichen Wetters lag Sänger Carsten mit seiner Wollmütze genaaauuu richtig, aber da kann man schließlich nichts machen – Markenkennzeichen sind eben temperaturunabhängig. ;-)
Erwartungsgemäß schlug der Act stimmungsmäßig wie eine Bombe ein, und bei Songs wie dem großartigen „Snuff Machinery“ oder „Richtfest“ befand sich nicht nur auf dem Platz vor der Bühne alles in Bewegung. Auch auf den gut gefüllten Treppen des Amphitheaters saß kaum jemand still – kein Wunder!
Nach 50 Minuten Party pur fand man sich schweißgebadet, mit dem ein oder anderen Ohrwurm und vollends glücklich wieder.

The Crüxshadows

Dass die Show von den aus Florida stammenden Crüxshadows eines der Highlights des Blackfield-Festivals werden würde, war eigentlich von vornherein absehbar. Seit Beginn der 90er-Jahre spielt die Formation um Rogue eingängigen Elektrowave, bei dem sich ein Erfolgshit an den nächsten reiht.
Los ging es auf der Bühne zunächst, wie bei den Crüxshadows üblich, ohne den Sänger – Rogue tauchte erst während des Intros mitten aus dem Publikum aus. Dessen Nähe suchte er auch im Verlauf der Show immer wieder, balancierte am vorderen Bühnenrand, sprang in den Fotograben und drehte schließlich händeschüttelnderweise eine Runde quer durch die dicht gedrängt stehenden Fans.

The Crüxshadows @ Blackfield-Festival 2008
Das großartige “Winterborn” oder “Deception” durften in der Setlist ebensowenig fehlen wie “Foreverlast”, “Sophia” oder der Klassiker “Marilyn My Bitterness”. Zu erwähnen wäre noch die neue Tänzerin Sarah, die Jessica zum Verwechseln ähnlich sieht und mit ihr zusammen eine sexy Show darbot.

Schandmaul

Mit den Jungs und Mädels von Schandmaul ging es wieder zurück zu den deutschsprachigen Musikern und weg vom Elektro, der ja doch den Tag dominiert hatte. Wer oder was Schandmaul sind, muss man wohl anbetrachts der langen Bandgeschichte (zehn Jahre!) und der großen Beliebtheit, derer sie sich hierzulande erfreuen, nicht erklären. ;-)
Mit enorm viel Power rissen die “Herren der Winde” denn das begeisterte Publikum mit sich und spielten sich quer durch ihr Repertoire: “Leb!”, “Dein Anblick”, “Die letzte Tröte”, “Walpurgisnacht”, … so abwechslungsreich gestaltete sich das Programm.
Übrigens konnte Sänger Thomas es sich anbetrachts der vorherigen Bands nicht nehmen, auf das Schlagzeug zu weisen und zu erklären: “Das ist übrigens ein Schlagzeug. Ein Schlagzeug ist keine kleine Kiste mit einem Monitor, nur falls ihr das nach dem heutigen Nachmittag vergessen haben solltet…” ;-)

Lacrimosa

Den krönenden Abschluss des Tages sowie des ganzen Festivals bildete der Auftritt von Lacrimosa. Gefühlvoll verabschiedete sich das Blackfield so von seinen Gästen.
Anne Nurmi und Tilo Wolff hatten sich Unterstützung von vier Live-Musikern besorgt und reihten ein emotionsgeladenes Stück an das nächste. Auf die Eröffnung durch “Ich bin der brennende Komet” folgte zunächst “Schakal”, anschließend das hervorragende “Allein zu zweit“, der “Kelch der Liebe”, desweiteren unter anderem “Not every pain hurts”, “Alles Lüge” oder “Lichtgestalt”.

Geschrieben von neontrauma

Hej! Ich bin Anne aka neontrauma, 27, wohne in Leverkusen & arbeite als Webdesignerin in Köln. Mein Herz schlägt für Fotografie & Webdesign, Sport, Hunde & den Besten... möchtest du mehr erfahren? Du findest mich übrigens auch auf Google+ (mein persönliches Profil), Google+ (neontrauma.de auf G+), Twitter und Instagram.

Zita-Rock-Festival 2008

Zeromancer @ Zita-Rock-Festival 2008

Sommerliches Wetter und eine wunderschöne Location erwarteten uns und die anderen Besucher, als wir am 31. Mai 2008 gegen Miitag das Gelände der Zitadelle im Berliner Stadtteil Spandau betraten. Diese gilt als eine der bedeutendsten und besterhaltenen Renaissance-Festungen Europas – wuchtige Mauern und Bastionen umgeben ein viereckiges, an jeder Seite etwa 200 Meter langes Areal und bildeten somit eine stimmungsvolle Kulisse.

Vor der großzügig bemessenen Bühne bot sich genügend Platz für die Zuschauer, während ringsum an den Seiten verschiedene Stände mit all dem aufwarteten, was für das leibliche Wohl nötig war. Selbst für Cocktails war gesorgt – ein Angebot, das viele Festivalbesucher gerne annahmen und was für bunte Farbkleckse inmitten der vorwiegend schwarzgewandeten Menge sorgte. ;-)

Festivalimpressionen - Zita-Rock-Festival 2008
Gothische Bekleidung und ebensolche Accessoires konnte man natürlich auch erstehen.

Down Below

Gegen 15 Uhr war es schließlich soweit: Neo Scope, Carter, Convex sowie Mr. Mahony – besser bekannt unter ihrem Namen Down Below – betraten die Bühne. Der recht androgyn wirkende Sänger Neo hatte sich wie gewohnt mit Reithose und Gehrock in Schale geworfen und wurde von seinen Fans jubelnd begrüßt. “Sinfony 23″ eröffnete die Show, ehe Hits wie “Private Soul Security” oder “Dark Queen” folgten.

Down Below @ Zita-Rock-Festival 2008
Auch der Titel “Sand in meiner Hand” durfte natürlich nicht in der Setlist fehlen, hatte man mit ihm doch kürzlich den Bundes Vision Songcontest bestritten und einen dritten Platz belegt. Als Bonbon zum Schluss des etw halbstündigen Auftrittes präsentierte man den Fans mit dem Stück “Frei” anschließend noch eine brandneue Kreation aus dem Hause Down Below.

Down Below @ Zita-Rock-Festival 2008

Gut eingestimmt auf die weiteren Acts nutzten wir die anschließende kurze Pause, um den diversen Merchandise-Ständen einen Besuch abzustatten. Viel Zeit dazu blieb uns jedoch nicht, da man sich beim Umbauen der Bühne mächtig ins Zeug legte, um dem Publikum alsbald die nächste Show bieten zu können.

Zeromancer

Mit den norwegischen Jungs von Zeromancer ging’s weiter, und die Fans erwartete ein Reigen der gleichermaßen bekannten wie eingängigen Hits “Need You Like A Drug”, “Clone Your Lover” oder “Dr Online”. Anbetrachts der stechenden Sonne hatte sich ein Teil der Zuhörerschaft zwar in die einige Meter abseits der Bühne gelegenen schattigen Bereiche zurückgezogen, aber die Stimmung war zweifelsohne gut.
Nicht zuletzt dürfte auch der entblößte Oberkörper von Sänger Alex Møklebust die Blicke einiger weiblicher Fans auf sich gezogen haben. ;-)

Zeromancer @ Zita-Rock-Festival 2008

Zeromancer @ Zita-Rock-Festival 2008

Eisbrecher

Als nächstes standen Eisbrecher auf dem Programm. Wieder ein Sänger namens Alex, und dieser Herr dürfte dem ein oder anderen geneigten Hörer bereits anderweitig bekannt sein – von der Band Megaherz, die er seinerzeit zusammen mit Noel Pix verließ, um gemeinsam das Projekt Eisbrecher zu gründen.
Wer es härter und in einer Mischung aus Rock und Elektro mag, der kam hier voll auf seine Kosten. Das Publikum war begeistert von Stücken wie “Phosphor” oder “Antikörper” und dem Auftritt der gut gelaunten Truppe. Alex merkte an, dass Eisbrecher wohl die einzige Band dieses Tages wären, die nichts mit dem Bundesvision Song Contest am Hut hätten – allgemeines Grinsen im Publikum.

Eisbrecher @ Zita-Rock-Festival 2008

Die Veranstalter haben zwar vorbildlich immer wieder Becher mit Wasser ins Publikum gereicht – ein großes Lob hierfür an dieser Stelle – aber allmählich wurde es mir doch eindeutig zu warm und ich beschloss, mich erst einmal an einem der zahlreichen Essstände gütlich zu tun und mich anschließend mit etwas zu Trinken in den Schatten zu setzen. Während man mit so mit dem ein oder anderen Sitznachbarn ins Gespräch kam, erlebte ich den nun folgenden Auftritt der Dreadful Shadows aus einiger Entfernung.

Unheilig

Anschließend war es Zeit für Unheilig, die Bühne zu betreten, von den Fans frenetisch begrüßt. Die bereits von der Puppenspieler-Tour her bekannte Bühnendekoration mit großen Kerzenständern kam anbetrachts des noch herrschenden Tageslichts zwar nicht ganz so schön zur Geltung wie in einer schummrigen Konzerthalle, aber musikalisch bot man wie immer einen Top-Act.

Unheilig @ Zita-Rock-Festival 2008

Unheilig @ Zita-Rock-Festival 2008

Unheilig @ Zita-Rock-Festival 2008
Songs wie das brandneue Stück “Puppenspieler”, “An deiner Seite” oder das großartige “Freiheit” rissen das Publikum in ihren Bann und wurden dementsprechend gebührend gefeiert, indem die Fans immer wieder Refrains und einzelne Partien mitsangen und die Stücke anschließend ausgiebig beklatschten.

ASP

Gespannt beobachtete ich anschließend die Vorbereitung für den ASP‘schen Auftritt: an der Rückwand der Bühne montierte man ein überdimensionales, eindrucksvolles schwarzes Banner mit dem bekannten Schmetterlingsmotiv darauf.

Alte und neue Stücke präsentierten Herr Asp und die Seinen anschließend in einem wahren Feuerwerk aus Hits: “Sing Child”, “Sanctus Benedictus”, “Ich bin ein wahrer Satan”, “Werben”, “Und wir tanzten…”, “Ich will brennen”, … und das Publikum tobte.
ASP @ Zita-Rock-Festival 2008

ASP @ Zita-Rock-Festival 2008

ASP @ Zita-Rock-Festival 2008

Kaum jemand, der noch still stand, ungeachtet der nach wie vor hohen Temperaturen (die beiden Pyrosäulen links und rechts der Bühne kühlten die Luft auch nicht gerade ab…) war alles war am Tanzen und Feiern. Was für eine Atmosphäre!

Subway To Sally

Das Festival neigte sich nun allmählich seinem Ende zu, aber in der hereinbrechenden Dämmerung machte sich nun noch ein Highlight bereit für seinen Auftritt: Subway To Sally.
Selbst eher szenefremden Menschen dürfte diese Formation spätestens seit ihrem Sieg beim diesjährigen Bundesvision Song Content ein Begriff sein.
Da die Umbauphase aber diesmal etwas mehr Zeit in Anspruch nahm, schlenderten wir noch ein wenig über das Gelände und hielten einige Pläuschchen, dankbar für die laue Abendluft, die uns ein wenig Abkühlung verschaffte.

Dann endich war es soweit: Enter Eric Fish, Frau Schmitt sowie die restliche männliche Besetzung der Truppe!
Los ging es nach dem charakteristischen “Hallo Freunde!” zunächst mit neuem Material vom Bastard-Album, untermalt von einer lebhaften, mit Pyroeffekten und sonstigen Feuerspielchen bereichterten Bühnenshow. Diese konnten in der Dunkelheit, die sich mittlerweile über die Zitadelle gesenkt hatte, ihre Wirkung voll entfalten und beschworen eine wunderbar dichte Atmosphäre mit Gänsehautfaktor herauf.
Einige Stücke später kramte man schließlich in der langen Bandgeschichte und förderte Fan-Lieblinge wie “Kleid aus Rosen”, “Falscher Heiland”, “Henkersbraut” oder schließlich das fulminante “Julia und die Räuber” zu Tage.
Die Fans tanzten sich die Seele aus dem Leib und es war einfach – bombastisch!

Gegen halb elf hieß es dann leider auch schon Lebwohl sagen – die Sallys verließen die Bühne und ein Großteil der Festivalbesucher strömte gemächlich zum angrenzenden Partygelände, auf dem eine Aftershow-Party stieg.
Anbetrachts der Tatsache, dass wir aber noch unsere 600 Kilometer Heimfahrt bis nach Köln vor uns hatten, machten wir uns jedoch lieber auf den Heimweg (nicht ohne einen kurzen Abstecher zu einem der Merch-Stände, an dem ich endlich mein Zeromancer-Shirt bekam) – abgekämpft und fertig, aber sehr, sehr begeistert.

Festivalimpressionen - Zita-Rock-Festival 2008 Festivalimpressionen - Zita-Rock-Festival 2008

Bis zum nächsten Jahr!

Geschrieben von neontrauma

Hej! Ich bin Anne aka neontrauma, 27, wohne in Leverkusen & arbeite als Webdesignerin in Köln. Mein Herz schlägt für Fotografie & Webdesign, Sport, Hunde & den Besten... möchtest du mehr erfahren? Du findest mich übrigens auch auf Google+ (mein persönliches Profil), Google+ (neontrauma.de auf G+), Twitter und Instagram.

Covenant @ Pulp Duisburg, 20.4.2008

Das Duisburger Eventschloss Pulp sollte an diesem Sonntag, dem 20. April 2008, ganz und gar im Zeichen des Düsteren stehen: den Tag über veranstaltete man eine Modemesse mit dem bezeichnenden Namen “Gothika”, während sich abends die drei Herren von Covenant im Rahmen eines exklusiven Clubkonzertes die Ehre geben würden.
Ganz klar ein Pflichttermin für alle geneigten Fans von Elektro und Future Pop!

Bereits als wir eine gute halbe Stunde vor dem Auftritt der Vorband Blutzukker eintrafen, war die Location brechend voll. So blieb uns, als wir in der Warteschlange vor dem Eingang standen, genügend Zeit um die Einrichtung des Pulp eingehend zu bestaunen. Ganz auf mittelalterlich bis kitschig getrimmt, wurde das Gebäude an ein Schloss angelehnt und phantasievoll hergerichtet.

Blutzukker

Schließlich hatten wir unseren Platz ergattert und kamen denn auch recht bald in den Genuss des Auftritts von Blutzukker. Die Diskussion, ob das Wörtchen “Genuss” hier ironisch gemeint ist, sparen wir uns an dieser Stelle, nur soviel: allgemeine Erleichterung machte sich breit, als die beiden Herren und ihre Gastsängerin nach dreißig Minuten die Bühne räumten und dem Publikum noch viel Spaß bei Covenant wünschten.
Immerhin ist es der Krefelder Formation um Ben Blutzukker hoch anzurechnen, dass sie sich bei ihrem Auftritt Mühe gaben und sich von den eher verhaltenen Reaktionen der Anwesenden nicht aus dem Konzept bringen ließen.

Covenant

Eine etwas längere Umbauphase hieß es anschließend noch zu überstehen, ehe die drei Schweden, deretwegen man hierher geströmt war, endlich die Bühne betraten. Vom ersten Moment an bis zum Verklingen des letzten Tons legten Covenant eine energiegeladene, wie ein musikalisches Feuerwerk sprühende Show hin – es lag nicht nur an dem tanzenden und feiernden Publikum, das sich dicht an dicht drängte, dass man die Atmosphäre in der Halle quasi greifen zu können meinte.

Monochrome, 20 Hz, Invisible & Silent, Ritual Noise, … ein großartiges Stück reihte sich an das nächste und ließ bei den Fans keine Wünsche offen. Den Einfluss des vor Kurzem neu hinzugekommenen David Myer, der an die Stelle des Ende 2007 ausgeschiedenen Clas Nachmanson trat, wurde etwa bei dem Remix von “20 HZ” deutlich – gelungen!

Sänger Eskil suchte die Nähe des begeisterten Publikums und beugte sich im Verlauf des Abends sogar zu den in der ersten Reihe stehenden Fans herab. Immer wieder badete er förmlich in den großartigen Melodien des Abends und untermalte sie gekonnt mit pathetischen Gesten, die hier aber ausgesprochen passend und keineswegs unangebracht wirkten.

Leider muss auch das schönste Konzert irgendwann ein Ende haben, sodass die drei Schweden ihre Fans noch mit ausgiebigen Zugaben belohnten, ehe sie die Bühne schließlich endgültig verließen.

Geschrieben von neontrauma

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Northern Lite @ Luxor Köln, 18.4.2008

Ganz im Zeichen feinen Musikgeschmacks stand dieser 18. April im Kölner Luxor, würden doch heute Chapeu Claque als Vorband sowie Northern Lite als Hauptact auftreten.

Der Club war bereits gut gefüllt, als Chapeau Claque die Bühne betraten. Mit mädchenhafter Eleganz bewegte sich Sängerin Maria-Antonia, die auch für die Kompositionen verantwortlich zeichnet, im Takt der Musik und verzauberte die Anwesenden mit ihrer Stimme.
Begleitet wurde sie dabei von Peer Kleinschmidt am Klavier, Jörg Waehner am Schlagzeug, Timo Klöckner (Gitarre, Akkordeon) sowie Bassist Tim Schaefer.

Wer und was Chapeau Claque sind, das beschreiben sie selbst sehr gut in ihrem unverwechselbaren Stil auf ihrer Myspace-Seite:

… für Opa zum Geburtstag mal ein selbstgeschriebenes Lied… oder als Kinder bei der Katzenwäsche vorm Waschbecken Disneylieder trällern… In der Schulband… mit zitternden Knien… von Liebesvampieren singen.
Später: “Zweiekkenkreis”… zwei Mädchen… ein Laptop… eine alte Orgel und ein Wohnzimmer. Eine Art Minikult elektro-minmalistischer Musik. Klopf klopf… es klopft das Erfurter Indie Label 1st decade records an unsere Tür… Ich lasse sie herein… und somit ist Chapeau Claque geboren! Der Chapeau… der Hut… macht Claque… wie die alten Zirkuszylinder… nur das heraus kein Kaninchen… nein, auch keine Tauben… sondern viele bunte Emotionen und Lieder gezaubert werden. Hokuspokus… schwubdiwub… nach einem Jahr ist das Debütalbum “Hand auf’s Herz” in den Läden und Ohren… und der zweite Streich ist bereits in Arbeit.

Junger, frischer Pop-Rock-Irgendwas, der gleichzeitig einfach nur Laune macht und zum Nachdenken anregt – mehr davon!

Viel zu früh hieß es dann jedoch, die Bühne zu räumen und Platz zu machen für die befreundeten Headliner des Abends, die ebenso wie Chapeau Claque aus Erfurt stammen: Northern Lite.

Northern Lite

1997 von Andreas Kubat und Sebastian Bohn (Dj Boon) gegründet, besteht die Band Northern Lite heute aus Andreas Kubat (Gesang), Sebastian Kohn an den Keys, Gitarrist Valerian Herdam sowie Ringo Fire, der ebenfalls eine Gitarre bedient.

Das aktuelle Album “Super Black” wollte natürlich ausgiebig präsentiert werden, doch man bot auch einige ältere Stücke dar. So wurden neben neuen Songs wie “Girl With A Gun” oder “My Other Self” unter anderem “Go With The Flow”, “Alien Girl” oder “Reach The Sun” gespielt.

Sänger Andreas beeindruckte eindeutig durch Coolness, wie er so am Mikro stand, in der einen Hand lässig eine Zigarette haltend, den Rauch genüsslich aus der Nase ausstoßend.
Eine mehrfarbige, elegante LED-Wand auf der Rückseite der Bühne untermalte den Auftritt der vier Herren mit futuristischen Mustern, um die Atmosphäre ihrerseits noch einmal zu unterstreichen.

Feinster Elektropop, der das Publikum eindeutig zu begeistern wusste: selten darf man eine derart gute Stimmung erleben, bei der wirklich niemand mehr stillsteht, sondern der ganze Club abtanzt. Klasse!

Geschrieben von neontrauma

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Xandria @ Underground Köln, 9.4.2008

Man mag sich fragen, welche Art von Konzert für Band und Publikum wohl die schönere ist: große, ausverkaufte Hallen, in denen man sich kaum noch rühren kann, oder kleinere Clubauftritte, bei dem die Künstler quasi jedem Fan einzeln in die Augen sehen können und die Atmosphäre sehr persönlich ist.

Solch ein eher intimes Konzert durfte ich am Abend des 9. Aprils im Kölner Underground erleben: Xandria hatten sich angekündigt, und mit ihnen als Vorbands Mely sowie die Schweizer Formation Stoneman.

Von dem Auftritt der als erstes spielenden Metaller von Mely habe ich leider nur noch die letzten Takte mitbekommen – die Zahl der Anwesenden hielt sich hier noch sehr in Grenzen.

Zumindest etwas voller wurde es während der anschließenden Umbauphase, während der die Bühne für die Schweizer Mikki Chixx, Rico H, Mr Fly und Dave Snow hergerichtet wurde. Seit 2004 ist man nun irgendwo im weitläufigen Gebiet zwischen Metal, Gothic, Rock und Industrial unter den Namen Stoneman unterwegs.
Die Exzentrik der Künstler beschränkt sich hier nicht nur auf die Pseudonyme – auch vom Optischen her fallen die Männer aus Stein aus dem Metaller-Rahmen. Recht metrosexuell in Styling und Outfit kommen sie alle vier daher und lassen bei dem ein oder anderen dann doch Assoziationen mit Tokio Hotel wachwerden.

In erster Linie hatte man Songs von der aktuellen Scheibe “How To Spell Heroin” im Gepäck und präsentierte eine gelungene Show, die bei den Anwesenden gut ankam und durchaus mehr Publikum verdient gehabt hätte.

Schließlich war es soweit: nach und nach betraten die Künstler Lisa Middelhauve (Gesang), Marco Heubaum und Philip Restemeier an den Gitarren, Bassist Nils Middelhauve sowie Schlagzeuger Gerit Lamm – allesamt besser bekannt als Xandria – die Bühne.
Los ging es mit einem Song des aktuellen Albums, A New Age. Im Laufe des Abends führte man das Publikum quer durch die Bandhistorie und präsentierte volle anderthalb Stunden lang einen bunten Querschnitt des bisherigen Schaffenswerks.

Frontfrau Lisa war eindeutig anzumerken, wie viel Spaß ihr der Auftritt bereitete – mit leuchtenden Augen gab sie einen Song nach dem nächsten zum Besten und verzauberte die Anwesenden dabei mit ihrer perfekt beherrschten Stimme. Später plauderte sie noch ein wenig aus dem Nähkästchen: am Abend zuvor hatte man ein undefinierbares Gebräu gebechert und den Tag des Auftritts erst einmal mit einem Filmriss beginnen lassen. Nicht, dass dieser Umstand der Performance einen Abbruch getan hätte – vor allem Lisa begeisterte das Publikum.

Nach einer ausgesprochen prallen Spielzeit von anderthalb Dutzend Songs neigte sich der Auftritt schließlich dann doch seinem Ende entgegen. Fazit: schade, dass nur so Wenige an diesem Abend den Weg ins Underground gefunden hatten. Ihr habt eindeutig etwas verpasst!

Edit: wie Ende April bekannt gegeben wurde, hat Sängerin Lisa Middelhauve die Band aus persönlichen Gründen verlassen. Dieser Auftritt in Köln war also eine der letzten Gelegenheiten gewesen, die sympathische Dame auf der Bühne erleben zu dürfen.

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Unheilig @ KuFa Krefeld, 27.3.2008

Wer sich am Abend des 27.März 2008 auf den Weg nach Krefeld gemacht hatte, um Unheilig und – als Vorbands – F.A.Q und Down Below zu erleben, der musste sich zunächst einmal an der langen Schlange vor dem Eingang in Geduld üben. Aus allen Winkeln schienen die Fans zur Kulturfabrik zu strömen – als etwas überraschend empfand ich hierbei die große Altersspanne. Von 14-,15-jährigen Goths mit Gequietsche und Handygeknipse über die etwas betagteren, würdevoll aus der schwarzen Wäsche guckenden Grufties bis hin zu begeisterten “Best Agern”, die mit der dunklen Szene nicht viel zu tun haben schienen, waren die unterschiedlichsten Menschen zusammengekommen, um den Grafen und seine Mannen zu erleben.

Bereits als wir die Halle betraten drängten sich die Fans dicht an dicht und machten es quasi unmöglich, noch einen halbwegs guten Platz zu ergattern. Von der Bühne aus hatte man allerdings einen einige Meter langen Laufsteg angelegt, den die Künstler gerne in ihre Show miteinbezogen und es so auch den weiter hinten stehenden Fans ermöglichten, etwas zu sehen.

Die Schweizer F.A.Q. lieferten eine solide, elektrolastige Show, die beim Publikum sehr gut ankam.

Down Below, die ich bereits Ende Dezember letzten Jahres auf dem Darkstorm-Festival in Chemnitz hatte erleben dürfen, hatten in der Zwischenzeit einen hervorragenden 3. Platz beim Bundesvision Song Contest 2008 belegen können.
Dafür dankte Sänger Neo Scope dem anwesenden Publikum ausgiebig und belohnte es mit einem energiegeladenen, rockigen Auftritt. “Sand in deiner Hand”, mit dem Down Below für ihr Bundesland Sachsen-Anhalt beim Bundesvision Song Contest angetreten waren, durfte natürlich nicht in der Setlist fehlen. Die Songs heizten den Fans ordentlich ein – aber auch die ruhigeren Emotionen kamen nicht zu kurz. Insgesamt bot man zwei Balladen dar – wie Neo mit einem Grinsen anmerkte: “Los Jungs, Zeit zum Fummeln!”
Unzählige Feuerzeuge wurden dabei über den Köpfen geschwenkt, was man sogleich nutze, um von der Bühne aus einige Aufnahmen für die Band-Webseite zu knipsen.

In der Umbaupase machten bereits die Arbeiten auf der Bühne neugierig auf das, was da wohl kommen mochte: zwei immense Kerzenleuchter mit großen, weißen Kerzen wurden aufgebaut und angezündet. Zusammen mit dem warm flackernden Kerzenschein tauchte die Nebelmaschine die Szenerie in eine fast schon mystische Atmosphäre. Keine Frage: ein gebührender Rahmen für den Augenblick, da Unheilig die Bühne betraten. Ein weißes Hemd mit schwarzer Krawatte, dazu schwarz lackierte Fingernägel und helle Kontaktlinsen – einmal mehr bewies der Graf eleganten Stil in Sachen Outfit.

Mit dem Stück “Puppenspieler”, das dem aktuellen Album bei der Namensfindung Pate gestanden hat, eröffneten Unheilig ihren Auftritt. Weiter ging es mit Songs wie “Ich will alles” oder “Spiegelbild”. Auch der Hit “Freiheit” durfte natürlich nicht fehlen:

Wenn ich spüre, dass ich sterbe
dann will ich leise sein
Wenn ich fühle, dass ich lebe
dann will ich lauter schreien

Aus unzähligen Kehlen begleiteten die Fans jeden einzelnen Song und sorgten für eine intensive Atmosphäre. Wunderkerzen und blau glimmende Knicklichter wurden über den Köpfen geschwenkt, passend zu dem Stück “Sei mein Licht” etwa.

Schließlich neigt sich leider auch das schönste Konzert einmal seinem Ende zu – bei den Fans wird es aber sicher unvergessen bleiben.

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Diary of Dreams @ Weststadthalle Essen, 10.2.2008

Nachdem man mit zwanzig Auftritten im In- und Ausland bereits ungefähr die Hälfte der Live N43-Tournee bestritten hatte, gaben Diary of Dreams am 10. Februar in der Essener Weststadthalle schließlich das Finale des Deutschlandparts zum Besten.

In zwölf deutschen Städten war man bisher auf der Bühne gestanden; von nun an wird es bis März hauptsächlich quer durch Russland gehen.

Zwei Wochen zuvor durfte ich die Herren der Vorband Noyce TM sowie Adrian Hates und die Seinen bereits in Köln live erleben (ich berichtete), sodass mir nun ein Vergleich der beiden Gigs möglich war.

Keine Frage: beide Bands haben sich noch einmal in ihrer Performance gesteigert, haben noch mehr Herzblut in ihren Auftritt mit hineinfließen lassen, als dies bereits in Köln der Fall war! In jeder Hinsicht ein gelungener, krönender Abschluss, der den Fans unvergesslich bleiben wird.

Doch der Reihe nach:

Noyce TM

Pünktlich um 20 Uhr betraten Florian Schäfer, Oliver Goetz und Thomas Krupatz, besser bekannt als Noyce TM, die etwas beengt wirkende Bühne.
Die Halle war zu diesem Zeitpunkt schon relativ gut gefüllt, sodass die drei sich einem gut gelaunten Publikum gegenübersahen. Im Gegensatz zu Köln traten hier diesmal keinerlei Probleme mit der Technik auf, was allein schon dafür sorgte, dass Noyce TM eindeutig Spaß an ihrem Auftritt hatten. Mit großer Souveranität präsentierten sie zehn Stücke, unter anderem “Tagwerk” und “Karmacoma”, deren Darbietung für eine gute Dreiviertelstunde des Aufwärmens sorgte.

Diary of Dreams

Mittlerweile drängten sich noch einmal deutlich mehr Fans in der an sich relativ geräumigen Halle.

Ebenso, wie wir es bereits zwei Wochen zuvor in Köln hatten erleben dürfen, sorgte man auf der Bühne für ein nebelverhangenes bläulich-grünes Licht, ehe sich Sänger Adrian Hates, Gitarrist Gaun:A, Schlagzeuger D.N.S. sowie Taste an den Keyboards die Ehre gaben. Auch der Manager und Freund der Band Albert Diehl war hier kurz auf der Bühne mit von der Partie.

Wie gehabt gewandet in dunkle Kapuzenmäntel, rezitierte man den ersten, gleichnamigen Song des Nekrolog 43-Albums und beschwor so eine mystisch-geheimnisvolle Atmosphäre herauf.

Alsbald entledigte man sich der Mäntel und präsentierte einmal mehr eine eindrucksvolle Bandbreite an Songs, von denen etwa ein Drittel dem neuen Album entnommen war.

Dies verwundert nicht, dient die Tour doch in erster Linie der Promotion desselben. Aus dem mittlerweile nicht weniger als 170 Stücke umfassenden Repertoire diejenigen auszuwählen, die darüber hinaus gespielt werden sollten, fiel dem Quartett alles andere als leicht, wie Mastermind Adrian kürzlich in einem Interview zugab. Dass die Auswahl, die man schließlich traf, eindeutig hochkarätig ausgefallen ist, zeigen die begeisterten Reaktionen der Fans während der Auftritte mehr als deutlich:
Tanzbare Titel wie “She” oder “Soul Stripper”, “Chemicals” oder das zum Weinen schöne “Traumtänzer” vermischten sich mit den Stücken von “Nekrolog 43″ zu einem wahren Feuerwerk an Emotionen: “The Plague” (das bereits vorab als Single veröffentlicht worden war), “Son Of A Thief”, “Hypo)crypticK(al”, …

Im Anschluss an das normale Set boten Diary of Dreams ihren Fans auch hier, genau wie in Köln, ein Akustikset.

Die gänsehauterregend intensive Atmosphäre wurde hier noch verstärkt, indem an der Rückwand der Bühne unzählige kleine Lämpchen erstrahlten und obendrein viele der Fans Wunderkerzen entzündeten und zu den Klängen von “The Curse”, “Giftraum” und “O Brother Sleep” erhoben hielten, bewegt und teils mit Tränen in den Augen ob der Schönheit dieser Musik.

Ein Auftritt von Diary of Dreams bedeutet nicht einfach, dem Quartett beim Spielen der Musik zusehen zu können. Es bedeutet, einem Erlebnis beiwohnen zu dürfen, dessen Intensität weit über das hinausgeht, was man bei den meisten Konzerten spüren kann.

Als die Fans schließlich in die klirrend kalte Winternacht hinausströmten, nicht wenige mit Tüten voller Merchandise-Artikel unter dem Arm, schwang ohne Zweifel ein wenig Wehmut über die nun zu Ende gegangene Deutschlandauftritte in der allgemein begeisterten Stimmung mit.

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Diary of Dreams @ LMH Köln, 24.1.2008

Auf das Erscheinen des neusten Werkes aus der Feder des Adrian Hates, “Nekrolog 43″, lassen die vier Herren von Diary of Dreams nun ihre Europatournee folgen.

Im Zeitraum von November 2007 bis einschließlich Mai 2008 reist man durch Deutschland, Polen, die Niederlande, Belgien, Dänemark und Spanien und wird sowohl die neuen Songs, als auch einige liebgewonnene ältere Klassiker zum Besten geben.

Eher melancholisch und düster gehalten sind die dreizehn Stücke auf “Nekrolog 43″, und diese Atmosphäre holen Adrian Hates, Gaun:A, D.N.S und Taste auch gelungen mit auf die Bühne.

Gleich einem aufgeschlagenen Tagebuch, in dessen Seiten man blättert und dabei die Emotionen vergangener Tage erneut durchlebt und somit verarbeitet, lag der Abend des 24. Januars vor uns, an dem Diary Of Dreams Station in der Kölner Live Music Hall machten.

Noyce TM

Bevor Herr Hates und die Seinen jedoch loslegten, sorgten Noyce TM für die musikalische Eröffnung des Abends.

Sicherlich haben die drei Düsseldorfer mit ihrer Mischung aus Elektro und New Wave das Rad nicht neu erfunden, dennoch präsentierten sie einige eingängige Stücke, die das Publikum durchaus bereitwillig aufnahm – wenngleich der zündende Funke nicht so recht überspringen wollte.

Dies mag vielleicht auch an den technischen Problemen gelegen haben, mit denen man zwischendurch zu kämpfen hatte, sowie an einer etwas unglücklichen Zeitplanung, aufgrund derer einige gerade der populärsten Stücke ausfallen mussten.

Dadurch allerdings war dafür gesorgt, dass Diary of Dreams pünktlich um neun Uhr beginnen konnten.

Diary of Dreams

Gehüllt in schummrig-bläuliches Licht mit viel Nebel, ließ die Bühne zunächst nur dunkle, in Kapuzengewänder gehüllte Schemen erkennen, die das gleichnamige erste Stück von “Nekrolog 43″ rezitierten – Gänsehautstimmung pur.

Hernach legte man die Gewänder allerdings ab, sorgte für ein wenig mehr und farbenfroheres Licht und begann, die mittlerweile zahlreich anwesenden Fans durch ein gefühlvolles Spektrum an Songs zu führen.
Nebst einigen Stücken der aktuellen Platte präsentierte man hierbei auch diverse ältere Werke, wobei sich die einzelnen Stücke atmosphärisch passend aneinanderreihten und das Publikum sanft von einem Gedankengang, einer Emotion zur nächsten begleiteten.

Der Höhepunkt des Abends war sicherlich zu dem Zeitpunkt erreicht, da die ersten Takte von “Traumtänzer” erklangen und die Fans vollends in der Musik schwelgten. Stellenweise überließ Herr Hates diesen dann auch den Gesangspart und richtete das Mikrofon auf den Refrain, der voller Inbrunst aus mehreren hundert Kehlen erscholl und für eine grandiose Stimmung sorgte.

Gegen Ende des Auftrittes warteten Diary of Dreams mit einer akustischen Zugabe auf, bei der Adrian eine Konzertgitarre zur Hand nahm und man “The Curse” intonierte, gefolgt von “Giftraum” und “She and her Darkness”. Hier ließe sich streiten, ob diese rein akustische Darbietung den Songs wirklich gut tat oder sie doch eher etwas in ihrer Ausdruckskraft beschnitt – fest steht, dass Herr Hates und die Seinen uns einen insgesamt sehr stimmungsvollen, verträumten Abend bescherten.

Geschrieben von neontrauma

Hej! Ich bin Anne aka neontrauma, 27, wohne in Leverkusen & arbeite als Webdesignerin in Köln. Mein Herz schlägt für Fotografie & Webdesign, Sport, Hunde & den Besten... möchtest du mehr erfahren? Du findest mich übrigens auch auf Google+ (mein persönliches Profil), Google+ (neontrauma.de auf G+), Twitter und Instagram.

neuWerk-Festival @ Stahlwerk Düsseldorf, 28.12.2007

Im Düsseldorfer Stahlwerk fand am 28. Dezember 2007 das vom Sonic Seducer-Magazin präsentierte neuWerk-Festival statt. Nebst dem Headliner VNV Nation erwarteten uns [:SITD:], Frozen Plasma, Absurd Minds, Modcom, Straftanz und Patenbrigade: Wolff.

Patenbrigade: Wolff

Der erste Auftritt des Abends dürfte zugleich der ungewöhnlichste gewesen sein: mittels diverser Requisiten wie schwarz-gelbem Absperrband, Hütchen, einer orange blinkenden Baustellenlampe und einigen Absperrschildern hatte die Bühne einen Touch von Baustelle erhalten. Passend dazu trugen die Jungs von Patenbrigade: Wolff ihre charakteristischen orangefarbenen Bauarbeiter-Anzüge samt gelben Schutzhelmen.

Ganz das Klischee des Bauarbeiters bedienend, stand einer der drei während fast des gesamten Auftritts unbeteiligt am Rand, um abwechselnd an seiner Kippe zu ziehen oder einen Schluck aus der Bierflasche zu nehmen. Brigadier Sven Wolff und Brigadeleiter Lance Murdock bedienten währenddessen die Synthesizer.

Für erstaunte Blicke war gesorgt, als man auf einmal einen Hammer zur Hand nahm und damit sein Keyboard bearbeitete, dabei immer energischer zuschlug, bis dass es schließlich in seine Einzelteile zersplitterte und vollends zerbrach. Die recht monotonen elektronischen Klänge, unterlegt durch einige verzerrte Sätze wie “Der Kran muss gewartet werden”, schienen das Publikum leider nicht so zu überzeugen, da sich der Bereich vor der Bühne nur zögerlich füllte und die meisten Anwesenden doch relativ still auf ihrem Platz stehen blieben – was vielleicht auch daran lag, dass sich wohl eher wenige Kranführer im Publikum befanden, bezeichnen Patenbrigade: Wolff ihre Musik doch selber als “electro ambient for tower crane conductors”.

Modcom

Als nächstes betrat die Bühne niemand Geringeres als Ronan Harris – seines Zeichens Sänger und Kopf von VNV Nation.

Inmitten von immensen analogen modularen Synthesizern und analogen Sequenzern stehend, präsentierte er mehrere Stücke seines Soloprojektes Modcom. Im Stil der 70er wurden die Sounds und Sequenzen hierbei live generiert, modifiziert, manipuliert und gemischt.

Naturgemäß gab es hierbei keine große Bühnenshow zu sehen – Herr Harris bediente die Pulte souverän und gelassen, drehte sich ab und an auch ganz zu den Pulten um und wandte dem Publikum dabei stellenweise seinen Rücken zu.

Auch hier verhielten sich die Anwesenden eher ruhig, was vielleicht daher kam, dass es ungewöhnlich war, Ronan Harris nicht singend auf der Bühne zu erleben. Dies tat dem Applaus zwischen den kraftvollen einzelnen Songs jedoch keinen Abbruch.

Straftanz

Nun folgten Straftanz – eine mir bis dato unbekannte Formation.

Die Herren k-x, J-ing, -jl- und Cyberdominator gaben eine eingängige Mischung aus Elektro und Industrial mit Songs vom noch nicht veröffentlichten neuen Album zum Besten, die vielen im Publikum den ein oder anderen Ohrwurm bescherte. Begleitet wurde die Show von den Tanzdarbietungen zweier leicht bekleideter Girls, die die Musiker links und rechts flankierten. So mancher Blick dürfte dabei weniger auf den Jungs von Straftanz geruht haben, als vielmehr auf den beiden Damen. ;-)

Ein Highlight der Show war sicherlich, dass auf einmal Miland „Mille“ Petrozza von Kreator die Bühne betrat und die Straftänzer unterstützte. Zu “Gummimann”, bei dem der Frontmann seine Vorliebe für Gummi besang und von Julia und Linda ausgepeitscht wurde, hatte die Stimmung ihren Höhepunkt erreicht; auch Songs wie das fast schon obligatorische “Straftanz” durften natürlich nicht fehlen.

Fazit: mehr davon!

Absurd Minds

Anschließend hieß es: Vorhang auf für Absurd Minds!

Die vier Herren aus Dresden präsentierten tanzbaren Synthpop, bei dem das Publikum ordentlich mitging. Unter anderem spielte man Stücke wie “Self Imposed”, “Cycle” oder den Hit “Herzlos”, wobei sich Stefan Großmann (seines Zeichens Mitbegründer der Formation) und Toralf Nickisch im Gesang abwechselten und gegenseitig unterstützten. Timo Fischer am elektronischen Schlagzeug und Tilo Ladwig, der die Synths bediente, vervollständigten die Truppe.

Frozen Plasma

Es folgte der Auftritt der Future-Popper von Frozen Plasma; spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Halle dicht gefüllt.

Den Sänger Felix Marc kennt man bereits von Diorama, seinen Mitstreiter Vasi von dessen Industrial-Projekt Reaper. Hier im Stahlwerk präsentierte man bis auf einen Song exakt die gleiche Setlist wie drei Tage zuvor auf dem Chemnitzer Darkstorm-Festival – eine bewährte Mischung, die den Fans eindeutig in die Beine ging. Neben “Hypocrite” und “Lift the Veil” gab es etwa den Hit “Irony” zu hören.

[:SITD:]

[:SITD:] wussten das Publikum erwartungsgemäß vollkommen mitzureißen. Vom ersten Ton an fegten Carsten und die Seinen mit voller Industrial-Härte los und begeisterten die Fans mit Stücken wie “Lebensborn” oder dem monumentalen “Stammheim” vom neuen Album “Bestie:Mensch”.

VNV Nation

Als nun endlich die Headliner des Abends, VNV Nation, die Bühne betraten, gab es kein Halten mehr.

Ein ausgesprochen gut gelaunter Ronan Harris zeigte sich fassungslos erstaunt über den frenetischen und gar nicht mehr abreißen wollenden Jubel, der die drei nicht nur begrüßte, sondern auch nach jedem Song bedachte. Bei Songs wie “Nemesis” oder “Saviour” sangen die Fans nach Kräften mit und brachten die Stimmung im Stahlwerk zum Überkochen.

Schlussendlich bleibt zu hoffen, dass das neuWerk-Festival 2008 wieder mit einem ähnlich hochkarätigen LineUp stattfinden wird!

Geschrieben von neontrauma

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Darkstorm-Festival @ Stadthalle Chemnitz, 25.12.2007

Emilie Autumn @ Darkstorm-Festival 2007, Chemnitz

Einen krönenden Abschluss der Weihnachtszeit bot das Darkstorm-Festival 2007 in Chemnitz.

So fanden sich am 25. Dezember in der dortigen Stadthalle gut 3.000, zum Teil sehr aufwändig und mit viel Liebe zum Detail gestylte Menschen ein, um das mittlerweile zum elften Mal stattfindende Festival zu erleben.

Verteilt auf zwei Bühnen präsentierte man eine hochkarätige Auswahl an Künstlern, mit der man für jeden Geschmack, ob elektrolastig oder doch eher mittelalterlich ausgelegt, etwas im Gepäck hatte: VNV Nation als Headliner, Project Pitchfork, [:SITD:], Das Ich, Corvus Corax, Suicide Commando, Emilie Autum, Frozen Plasma, Suicidal Romance und Down Below.

Down Below

Den Auftakt des Abends boten Down Below auf der Main Stage. Traditionsgemäß in schwarz-blau gekleidet – den “Hausfarben” der Band, ist doch auch ihr Webauftritt in diesen Tönen gehalten – wussten die vier Metaller mit ihrem Sound eindeutig zu überzeugen.

Gespielt wurden vor allem Stücke des im Juni erschienenen Albums “Sinfony 23″, das Sänger Neo Scope mit den Worten “Schöne Melodien mit einer bitteren Botschaft” beschreibt – durchaus passend. Die Laune ließ sich das Publikum von den eher düsteren Lyrics jedoch nicht im Geringsten verderben, sodass der Auftritt einen eindeutig gelungenen Opener bildete.

Am 14. Februar heißt es übrigens Daumen drücken, wenn Down Below für Sachsen-Anhalt beim Bundesvision Song Contest 2008 antreten!

Emilie Autumn

Nach einer kurzen Umbauphase senkte sich erwartungsvolle Spannung über das Publikum: auf der linken Seite der Bühne stand ein über und über mit etwas makaber zugerichteten Puppen bedecktes Bett bereit, während auf der linken Seite ein auf Leinwand gemalter, verschnörkelter Spiegel die Blicke auf sich zog.

Bereits die Requisiten versprachen also einmal mehr eine ausgefallene, extravagante Show von Emilie Autumn.

Emilie Autumn @ Darkstorm-Festival 2007, Chemnitz

Die Fans wurden nicht enttäuscht: nicht nur das Ohr wurde von den eigenwilligen, schmerzlich-schönen Melodien wie etwa bei “Thank God I’m Pretty” verwöhnt, auch das Auge konnte sich schier gar nicht sattsehen an der phantasievollen, schillernden Darbietung. Vor der Show waren zehn niedlich gestylte Mädchen aus dem Publikum ausgewählt worden, die Emilie auf der Bühne zusammen mit Vecona – ihres Zeichens verantwortlich für die wundervollen, viktoriansch-phantastischen Kostüme – begleiteten.

Gemeinsam entführten sie die Fans in eine zeitlose, märchenhafte und zugleich rockige Welt aus E-Geigenklängen, einer farbenprächtigen Lichtshow, Emilies charakteristischer Stimme und verspielten Requisitien. Wundervoll!

Suicidal Romance

Weiter ging es mit der estländischen Elektro-Formation Suicidal Romance auf der kleineren Second Stage. Dmitry Ivanov, Viktoria Seimar und Maarja Korstnik erinnern mit ihrer Musik nicht nur stark an den Sound von Blutengel – Dmitry sieht Herrn Pohl aufgrund seiner Kontaktlinsen zudem noch recht ähnlich und auf der aktuellen Scheibe “Love Beyond Reach” finden sich zwei Blutengel-Remixes. Insgesamt verhielt sich das Publikum relativ ruhig, wenngleich der Auftritt recht solide war.

Corvus Corax

Zurück zur Main Stage – und zurück ins Mittelalter: die Könige der Spielleute enterten die Bühne! Mit ihren nach historischen Vorlagen gefertigten Instrumenten und der aufwändigen Gewandung luden sie das Publikum tatsächlich auf eine kraftvolle Zeitreise ein. Die Stimmung im Saal war glänzend – eingeheizt durch Dudelsäcke, Schlagwerk und Castus Rabensangs wilde Stimme. Während der Mehrzahl der Songs sangen die Fans lautstark mit, und schließlich ließen Corvus Corax ihr Publikum sogar alleine den Gesangspart bestreiten – abwechselnd Frauen und Männer, mal laut, dann leise, was für soviel Laune sorgte, dass man über den gehaltvollen Liedtext – “Dada-dadadadaa-…” – großzügig hinwegsah.

Frozen Plasma

Die deutschen Future-Popper von Frozen Plasma lockten anschließend wieder zur zweiten Bühne. Den Sänger Felix Marc kennt man bereits von Diorama, seinen Mitstreiter Vasi von dessen Industrial-Projekt Reaper. Tanzbar, wie die Songs allesamt waren, gab es kaum jemandem im Publikum, der noch still dagestanden wäre. Felix steckte mit seiner Energie und guten Laune eindeutig an.

Das Ich

Nun hieß es, wieder zur Main Stage zu eilen und einen guten Platz zu sichern: Das Ich standen an!
Mitten auf der Bühne positionierte man ein eigenartiges Konstrukt mit zwei schwenkbaren Armen, auf denen die Keyboards befestigt waren und die von Bruno Kramm und Stefan Siegel vor- und zurückbewegt wurden. Stefan Ackermann zeigte sich mit nacktem, rot bemalten Oberkörper in einer enganliegenden Hose, was seinen fast schon ausgezehrt wirkenden Körper mehr als betonte.

Mit seiner beeindruckenden Mimik und Gestik faszinierte er ebenso, wie die Musik das Publikum in ihren Bann riss: jedes Stück wurde mitgesungen, unzählige Hände klatschten über die Köpfe erhoben mit, fast jeder tanzte zu Songs wie “Gottes Tod” oder “Destillat”.

[:SITD:]

Noch atemlos von Das Ich ging es zurück zur zweiten Bühne, wo sich [:SITD:] die Ehre gaben. Stücke wie “Snuff Machinery” durften selbstverständlich nicht im Programm fehlen – Carsten Jacek, Thomas Lesczenski und Frank D’Angelo traten mit merklicher Spielfreude vor einem hellauf begeisterten Publikum auf, dessen Ekstase die Musiker nur noch umso begeisterter spielen ließ.

Project Pitchfork

Zurück auf der Mainstage ging es mit dem Dark Wave der Hamburger Formation Project Pitchfork weiter. Da die Herren um Mastermind Peter Spilles mittlerweile schon seit einigen Jahren am Start sind, konnten sie auf ein großes Repertoire an Stücken zurückgreifen und boten unter anderem Klassiker wie “Conjure” oder “Alpha & Omega” dar. Auch hier quittierten die Fans den Auftritt mit viel Tanz und Begeisterung.

Suicide Commando

Im Saal vor der zweiten Bühne noch einen Platz zu finden, gestaltete sich schon etwas schwierig, als die Fans nun dem Headliner der zweiten Bühne entgegenfieberten: Suicide Commando. Vor dem Hintergrund einer Diaprojektion mit verschiedenen Bildern – zu Beginn bei “Bind, Torture, Kill” wurden zum Beispiel ebendiese Schlagworte projiziert – lieferten die Belgier eine rundum gelungene Show. Andere Hits des Abends waren etwa “Hellraiser” oder “Raise Your God”.

VNV Nation

Der letzte Auftritt des Abends war schließlich Ronan Harris und seinem Kollegen Mark Jackson vergönnt – ihres Zeichens bekannt als VNV Nation. Spätestens jetzt kam das Publikum aus dem Feiern gar nicht mehr heraus, als ein Hit den nächsten jagte: “Nemesis”, “Chrome”, “Perpetual”, …

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Perzonal War @ Kubana Siegburg, 30.11.2007

Am 30. November 2007 bot sich den Freunden härterer Klänge im Siegburger Kubana die Gelegenheit, die Bonner Metaller von Perzonal War endlich einmal wieder auf der Bühne zu erleben.

Eröffnet wurde der Abend von den beiden Vorbands Tormentor und Gun Barrel.
Beide heizten dem zahlreich erschienenen Publikum mit deutlich sichtbarer Spielfreude ordentlich ein, sodass schon hier kräftig die Köpfe gebangt wurden.

Als die Jungs von Perzonal War zwei Stunden später schließlich die Bühne betraten, war die Stimmung demzufolge längst bestens.

Perzonal War legten denn sogleich mit einem wahren Feuerwerk von Riffs, Drums und Gesang los.

Die erste Hälfte des Auftrittes bestritt der “altbekannte” Bassist Sven Krautkrämer, ehe er Platz machte für seinen Nachfolger Björn Kluth. Sven wird der Band auch weiterhin erhalten bleiben, allerdings nicht mehr in Vollzeit.

Setlist Perzonal War

  1. Time of Lies
  2. Bleeding
  3. Mother Darkness
  4. My Secret
  5. Nothing Remains
  6. In Flames
  7. Burning Symbols
  8. Frozen Image
  9. Last Time
  10. When Times Turn Red
  11. 5 More Days
  12. Shred
  13. Utopia
  14. Unbeliever
  15. Demi
  16. Born

Mit zwei satten Zugaben verabschiedeten sich Perzonal War schließlich – anschließend durften wir die Jungs noch zum neuen Bassisten und dem geplanten Album interviewen.

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Welle:Erdball @ LMH Köln, 24.11.2007

Welle: Erdball @ LMH Köln, 24.11.2007

Erwartungsvolle Blicke hatten sich längst auf den weißen Vorhang vor der Bühne geheftet, als die Security ihn schließlich auf Seite zog: heute Abend würden sich Welle:Erdball in der Kölner Live Music Hall die Ehre geben.

Den zahlreich erschienenen Fans bot sich denn ein ausgefallenes Arrangement auf der recht geräumigen Bühne: während sich A.L.F. mit dem C-64 und den Synthesizern im Hintergrund positioniert hatte und sich Sänger Honey hauptsächlich mittig im Vordergrund bewegte, wurden sie von den beiden Damen flankiert. Plastique und Fräulein Venus nahmen ihre Plätze links und rechts auf der Bühne ein – zum Teil jeweils auf einem interessanten Konstrukt aus je zwei dreieckig angeordneten Neonröhren, die oben durch eine waagerechte Stange verbunden waren und durch ein Rad in der Mitte gedreht werden konnten. Somit kurbelten die Damen zu einigen Songs dieses Gebilde an, während abwechselnd rote, blaue oder grüne Lichtstreifen sie umgaben.

Welle: Erdball @ LMH Köln, 24.11.2007

Zunächst aber standen alle vier wie angewurzelt auf ihrer jeweiligen Position, bewegten nur die Oberkörper abgehackt, ganz in Maschinenmanier.
Dazu trug jeder eine Maske vor dem Gesicht, die sich zur Seite klappen ließ, nur um eine weitere Maske zu offenbaren: grün, mit Leiterbahnen, ein stilisiertes PCB also.

Nach diesem Intro hatte man noch kurz mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen, dann konnte es jedoch richtig losgehen.
Unter begeistertem Klatschen und Jubeln seitens der Fans jagte nun ein Hit den nächsten: Das Alpha-Tier, Das Souvenir, Der Telegraph, Elektrosmog, Mensch aus Glas, Wir wollen keine Menschen sein, …

Einige Stücke später verschwanden die beiden Damen kurz hinter die Bühne und tauschten ihre schwarzen Uniformen gegen weiße, knielange Kleider mit Blümchenmuster – ganz im Stil der 50er.

Der Auftritt hat wohl nicht zuletzt deswegen soviel Spaß gemacht, weil man der Band den Aufwand anmerkte, mit der er vorbereitet worden war. So hatte man sich zu diversen Stücken Requisiten zurechtgelegt, die thematisch passend während der einzelnen Songs ans Publikum verteilt wurden: Wunderkerzen, ein Glas Wein, bei dem ein glücklicher Fan mit Plastique anstoßen durfte, in die Menge geworfene CDs, …
Zu “Hoch die Fahnen” schwenkten Fräulein Venus und Plastique jeweils eine immense Fahne mit dem Welle:Erdball-Logo; bei “Schweben Fliegen und Fallen” wurden einige überdimensionale rote Luftballons ins Publikum befördert.

Welle: Erdball @ LMH Köln, 24.11.2007

Als Honey schließlich mehrere grüne Papierflieger zu Hand nahm, wussten die Fans Bescheid: “Starfighter F-104G”!
Ein großes, schwarz-weiß-rot lackiertes Ölfass wurde auf die Bühne getragen und während “Arbeit adelt” von Honey ordentlich bearbeitet.

Plastique gab mit “Ich bin aus Plastik” ein Stück vom aktuell geplanten Album zum Besten. Die Single wird bald auf Vinyl erscheinen.

Weitere Höhepunkte des Abends waren “W.O.L.F.”, “Wo kommen all die Geister her”, “VW Käfer” sowie “Monoton & Minimal”. Auch die Illuminaten kamen mit “23″ nicht zu kurz.

Gegen Ende des Auftritts versäumte Honey es nicht, mehrfach auf die am Merch-Stand ausliegenden Unterschriftenlisten zugunsten des Tierschutzes hinzuweisen.

Welle: Erdball @ LMH Köln, 24.11.2007

Viel zu früh war das Konzert dann schließlich vorbei – wie Honey mit einem Grinsen anmerkte: “Jetzt haben Sie Ihr Geld aber wirklich drin!”

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IAMX @ Underground Köln, 20.11.2007

Obwohl für acht Uhr angekündigt, ließ Herr Corner seine Fans zunächst einmal ordentlich warten: erst gegen halb zehn betraten er und seine Live-Band schließlich die Bühne im Kölner Underground – Vorhang auf für IAMX.

Mittlerweile war die ohnehin nicht allzu große Location brechend gefüllt.

Die Enge und der verzögerte Beginn des Auftritts taten der Stimmung jedoch keinen Abbruch. Von den ersten Klängen des Openers “The Alternative” an ging das Publikum mit und quittierte jeden Song mit begeistertem Applaus.

Nicht nur mit ihrem Sound wussten IAMX eindeutig zu überzeugen, auch mit der optischen Performance hatte man sich offensichtlich Mühe gegeben. Chris Corner unterstrich sein androgynes Äußeres durch eine eng geschneiderte Uniform mitsamt passendem Hut sowie auffällig geschminktem Gesicht. Auch Janine Gebauer am Keyboard mit ihren überaus langen aufgeklebten Wimpern und Tom Marsh am Schlagzeug mit an Kriegsbemalung erinnernden Streifen im Gesicht boten einen interessanten Anblick. Bassist Dean Rosenzweig entblößte im Verlauf der Show seinen durchaus ansehendlichen Oberkörper.

Immer wieder aufgegriffen wurde die Farbe Gelb, die für IAMX charakteristisch ist: so trug Janine nicht nur ein gelbes Top nebst einer gelb-schwarz gestreiften Krawatte, auch das Schlagzeug war mit einem gelben Teppich unterlegt – auf der Website und den Tourplakaten fällt dem Betrachter das Gelb in Kombination mit Schwarz ebenfalls gleich ins Auge.

Auf den Bühnenhintergrund wurden während der Show Filmfragmente wie zum Beispiel überdimensionale Aufnahmen eines Augenaufschlages oder flimmernde Flächen projiziert, was die Atmosphäre zusätzlich prägte und den Auftritt in ein multimediales Erlebnis verwandelte.

Die Leidenschaft, mit der IAMX ihre Musik intonierten, übertrug sich durch die vor Energie nahezu knisternde Luft auf das Publikum und ließ zahllose Hände über den Köpfen mitklatschen, zahllose Körper sich im Rhythmus bewegen. Song um Song reihte sich wie eine Perlenkette aneinander und riss die Fans in einem Strudel aus Emotionen mit sich mit.

So verwundert es nicht, dass der Applaus und die Zugabe-Rufe gar nicht mehr abebben wollten, als Chris Corner und die Seinen nach einer guten Stunde schließlich ein “Thank you, it’s so great to be in Germany again!” in den Raum warfen und die Bühne verließen – und dass der Jubel zu einem Crescendo anschwoll, als sie sie wieder betraten.

Nach einer weiteren Zugabe verabschiedeten IAMX sich dann leider doch endgültig – und hinterließen nebst dem ein oder anderen eingängigen Ohrwurm die Erinnerung an ein intensives, gelungenes Konzert.

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Client @ Yard Club Köln, 11.11.2007

Der 11.11. ist in Köln ja nun nicht gerade ein Tag wie jeder andere – nichtsdestotrotz begingen wir an diesem närrischen Datum nicht den kölsche Karneval, sondern fanden uns in der neben dem Yard-Club gelegenen Kantine ein, würden doch die drei Mädels von Client auf ihrer Heartland-Tour dort Station machen.

Marsheaux

Eröffnet wurde der Abend von der Vorband Marsheaux:

Marsheaux sind zwei junge Frauen aus Griechenland, die eingängigen, tanzbaren Electropop spielen und dazu im Duett singen.

Auch das Auge kommt nicht zu kurz: synchron gekleidet in enganliegende schwarze Kleider mit breiten, roten Gürteln, betraten Marianthi und Sophie die Bühne.

Der etwas eigenwillige Bandname setzt sich übrigens aus den Anfangssilben ihren beiden Vornamen zusammen. Unterstützung erhielten die beiden bei ihrem Auftritt durch zwei weitere Musiker an den Synthesizern. Beim Publikum kamen die insgesamt sieben Stücke ausgesprochen gut an – eine der Vorbands, bei denen man bedauert, wie kurz eine halbe Stunde doch ist.

The Dance Inc.

Anschließend folgte die zweite Supportband der Tour: The Dance Inc. aus Hamburg.

Die drei jungen Musiker Jan Elbeshausen (Gesang und Gitarre), Stefan Paul Goetsch (Syntesizer, Keyboard, Bass) und Andre Frahm am Schlagzeug boten dem Publikum sieben Popsongs, sechs davon dem aktuellen “Legs and Arms”-Album entnommen.

Client

Nach einer längeren Umbaupause war es dann endlich soweit: vom mittlerweile zahlreich erschienenen Publikum frenetisch begrüßt, betraten die drei Frauen von Client die Bühne.

Sowohl Sängerin Sarah Blackwood alias Client B und Keyboarderin Kate Holmes (Client A), als auch Charlotte Hatherley, die diese Tour nach dem Ausstieg von Emily Strange im September diesen Jahres als Special Guest begleitete, trugen die für Client charakteristischen Uniformen.

Wie es Kate in einem Interview ausdrückte: “Wir wollten einfach wie sexy Bankangestellte sein, die Musik machen.”

Insbesondere Sarah Blackwood merkte man die Spielfreude angesichts eines derart begeisterten Publikums deutlich an. Nahezu die ganze, dicht gefüllte Halle klatschte den Rhythmus mit, tanzte und sang, insbesondere bei den eingängigen Refrains, kräftig mit.
Neben Klassikern wie “Pornography” oder “Radio” gaben die drei Engländerinnen Stücke wie “Down to the Underground” und “Pills” zum Besten -  insgesamt eine stolze Anzahl von 17 Songs.

Ein Höhepunkt des Auftritts war sicherlich das ganz zum Schluss gespielte “Rock and Roll Machine”, bei dem die Fans begeistert mitgingen und die Stimmung explodierte.

Keine Frage: satisfaction guaranteed!

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Exilia @ Klangstation Bonn, 10.11.2007

Die Klangstation in Bonn Bad-Godesberg wartete diesmal mit einem Event auf, das vor allem die Freunde härterer Klänge ansprach:
die vier Alternative Metaller von Exilia – Sängerin und Frontfrau Masha, Bassist Random, Schlagzeuger Ale und der Gitarrist mit dem klangvollen Namen Elioalien – waren im Zuge ihrer “Nobody Exluded”-Tour aus Italien gekommen, um dem deutschen Publikum einzuheizen.

Besagtes Publikum war zwar nicht allzu zahlreich erschienen, sodass sich ungefähr fünfzig Menschen vor der Bühne eingefunden hatten, aber deren Stimmung machte diesen Zustand durchaus wieder wett.

Vom ersten Song – “Nobody” – an rockten Exilia mit voller Power. Während einige gleich zum Headbangen übergingen, wippten die anderen zunächt nur mit den Füßen, aber ruhig stehen blieb kaum jemand.

Sängerin Masha riss die Fans mit ihrer signifikanten, rauchigen Stimme gekonnt mit und tobte sich auf der Bühne ordentlich aus.

Nach zehn durchgängig durchgepowerten Stücken gönnten sich Drummer Ale und Bassist Random eine kurze Pause, und Masha und Elioalien rückten zwei Barhocker vor die Mikroständer.

Gespannt-verwunderte Blicke hefteten sich auf die beiden, als Masha sich eine Akustikgitarre schnappte und unter Beweis stellte, dass sie nicht nur singen, sondern auch Gitarre spielen kann. Unter anderem bot sie eine Hommage an Janis Joplin dar, indem sie das gefühlvolle “Piece of my heart” intonierte.

Nach dieser ruhigeren Einlage gaben die vier noch einmal Alles, um dem Publikum einen krachenden Abschluss zu bieten: vor allem beim zuletzt gespielten “Stop Playing God” von der 2004 veröffentlichten “Unleashed”-Platte war kein Halten mehr, und mit ihrer Impulsivität und Energie steckte die auf der Bühne herumspringende Masha eindeutig an.

Fazit: ein gelungen lautes, aggressives Konzert – und live machen Exilia mit ihrer Mischung aus Härte und Melodik noch viel mehr Spaß als von CD.

Setlist:

  1. Nobody
  2. Underdog
  3. Destroy My Eyes
  4. In A Coma
  5. No Colors
  6. Starseed
  7. The World Is Falling
  8. Coincidence
  9. Perfectly Flawed
  10. Kill Me
  11. Akustik-Einlage
  12. Day In Hell
  13. Where I’m Wrong
  14. Stop Playing God

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Orkus International Festival Tour 2007 @ KuFa Krefeld, 1.11.2007

London After Midnight @ Orkus International Festival Tour 2007 @ KuFa Krefeld, 1.11.2007

Am 1. November 2007 machte die Orkus International Festival Tour 2007 Station in der Kulturfabrik Krefeld. Uns erwarteten die legendären London After Midnight als Headliner sowie Dope Stars Inc. und Kirlian Camera. Auf Lola Angst musste hier in Krefeld leider verzichtet werden.

Dope Stars Inc.

Den Anfang machten Dope Stars Inc.: begleitet von den Klängen des Star Wars-Themes erschienen die vier Musiker aus Rom auf der Bühne. Moment, vier Musiker?! – Wie die Band vor kurzem auf ihrer Website mitteilte, hatte sich Gitarrist Alex Vega Ende Oktober dazu entschlossen, Dope Stars Inc. aus persönlichen Gründen zu verlassen. Somit verbleibt nun neben dem Sänger Victor Love folgende Besetzung: La Nuit an der Gitarre, Darin Yevonde als Bassist sowie Noras Blake am Live-Keyboard.

Mit ihrem eingängigen Sound, den sie selbst – durchaus passend – als “Industrial Rock’n’Roll” bezeichnen, rockten Dope Stars Inc. ungefähr eine Stunde lang und spielten dabei Songs quer durch alle Alben und, zum Abschluss, ein Cover des Motörhead-Klassikers “Ace of Spades”.

Kirlian Camera

Anschließend kamen wir in den Genuss, einen der raren Live-Auftritte von Kirlian Camera miterleben zu dürfen.

Die italienische Gruppe um Angelo Bergamini, die in ihrer mittlerweile 27-jährigen Bandgeschichte nicht weniger als 34 Platten aufgenommen hat, lieferte eine eindrucksvolle Show:
düstere klassische Musik erklingt aus den Boxen, die Bühne ist in spärliches blaues Licht getaucht und reichlich nebelverhangen.
Vier mit Sturmhauben maskierte Gestalten betreten die Bühne, in den Händen Stablampen, bleiben regungslos stehen – nur der Lichtstrahl der Lampen wandert suchend über das Publikum-

Nach dieser Eröffnungsszene, die sicher manchem der Anwesenden einen Schauer über den Rücken jagte, gingen die Lichter wieder an und Kirlian Camera legten mit dem ersten Stück los. Auffallend war, dass man sich während des gesamten Auftrittes so gut wie gar nicht von der jeweiligen Position wegbewegte: während Sängerin Elena Fossi mittig im Vordergrund stand, befand sich Angelo Bergamini auf der rechten Seite der Bühne, die Geigerin Sarah Crespi , die seit einem Jahr mit dem Duo zusammenarbeitet, auf der linken sowie Keyboarder Andrea Savelli im Hintergrund in der Mitte.

Nichtsdestotrotz gestaltete sich der Auftritt nicht nur musikalisch, sondern auch optisch sehr ansprechend – was nicht zuletzt auch an der aufreizenden Show einer ohnehin schon leicht bekleideten Frau Fossi gelegen haben mag. Neben diversen von Elena gesungenen Stücken, unter anderem vom zuletzt erschienenen Album “Coroner’s Sun” sowie einem Cover von “Comfortably Numb”, bot Sarah Cressi zwischendurch ein klassisches Geigensolo und Angelo Bergamini rezitierte in beeindruckender Atmosphäre einen deutschsprachigen Text.

London After Midnight

Auf diesen eindeutig gelungenen Auftritt von Kirlian Camera folgte eine etwas längere Umbauphase, bis London After Midnight-Mastermind Sean Brennan und die Seinen endlich die Bühne betraten und vom Publikum denn auch gleich frenetisch begrüßt wurden.

London After Midnight @ Orkus International Festival Tour 2007 @ KuFa Krefeld, 1.11.2007

Von null auf hundert legte man mit “Feeling Fascist?” vom brandneu erschienenen Album “Violent Acts of Beauty” los – und die Stimmung war gigantisch. Ohne sich oder den Fans eine Ruhepause zu gönnen, ging es weiter mit mehreren neuen Stücken sowie einigen Klassikern wie etwa “Your best Nightmare”.

Deutlich wurde die amerika-kritische Haltung Brennans, die vor allem auf dem aktuellen Album thematisiert wird (“America’s a fucking Disease”) und beim Publikum auf große Zustimmung stieß.

Der Abend endete schließlich nach diversen Zugaben von London After Midnight, und während sich die einen schon auf den Heimweg machten, harrte ein großer Teil der Anwesenden noch aus, um ein Autogramm der Künstler zu ergattern, ein kurzes Pläuschchen zu halten und sich fotografieren zu lassen.

Geschrieben von neontrauma

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