Im Hause Microsoft arbeitet man an der Fertigstellung einer neuen Version des Webdesigner-Schrecks No. 1: dem Internet Explorer. Version 8 steht nun seit wenigen Tagen, seit dem 26. Januar, als Release Candidate zum Testen für die breite Masse bereit – die endgültgige Veröffentlichung soll später im Jahr erfolgen.
Laut Microsoft standen bei der 8er-Version neben Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit vor allem Verbesserungen in den Bereichen RSS, CSS und Ajax im Vordergrund. Fehlerbehebung in Sachen CSS-Darstellung? Das sollte Musik in den Ohren eines jeden Webdesigners sein. :o)
Grund genug also, einmal einen Blick auf die Veränderungen zu werfen, die sich auf das Webdesign auswirken.
Debugging
Was man vom Firefox bereits durch das Web Developer’s Toolkit kennt, bringt der neue Internet Explorer nun ebenfalls mit und ermöglicht es, HTML-, CSS- und JavaScript-Code direkt im Browser zu debuggen.
WebSlices
Innovativ ist allerdings die Einführung der sogenannten WebSlices: sofern der Webdesigner den Quellcode entsprechend auszeichnet, können einzelne Informationsbereiche einer Webseite gezielt abgerufen und in der Favoritenleiste verknüpft werden. Das klingt auf jeden Fall nach einer praktischen Sache, aber mir stellt sich da die Frage, ob es wirklich lohnt, den Quelltext mit Attributen aufzublähen, die derzeit nur von einem einzigen Browser verwendet werden.
Ajax
Ein oft bemängelter Nachteil von Ajax-Anwendungen ist es, dass das Vor- und Zurückblättern im Browser nicht funktioniert – da schließlich nicht die gesamte Seite neu geladen wurde, sondern nur ein Teilbereich.
Dadurch, dass der IE 8 Änderungen der Eigenschaft windows.location.hash als Navigation erkennt, haben der Vor- und der Zurück-Button nun auch in ajax-gestützten Webanwendungen wieder eine Daseinsberechtigung.
CSS
Dank einer neuen Rendering Engine wird CSS 2.1 nun komplett unterstützt – und hurra, eingehaltene Webstandards! \o/ Die lästige Sonderbehandlung des Internet Explorers sollte nun also bald der Vergangenheit angehören, sodass valide gecodete Webseiten im IE ebenso korrekt dargestellt werden sollten wie in Firefox und Konsorten.
Eine Übersicht darüber, wie es um CSS 3 im Internet Explorer 8 bestellt ist, hat Tobias Otte auf seiner Seite tobias-otte.de aufgelistet.
Fazit
Mit dem IE 8 hat Microsoft endlich das aufgeholt, was in den vergangenen Jahren verschlafen wurde und bei der Konkurrenz – allen voran Firefox und Safari – längst zum Standard zählt. Durch das Einhalten der Webstandards wird hoffentlich Einiges an Arbeit für die Browserkompatibilität entfallen… aber natürlich nur dann, wenn sich die Version 8 unter den IE-Usern durchsetzt und den IE 6 komplett ablöst, der sich leider immernoch vielerorts findet.

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Das hört sich wirklich gut an. Wobei ich ja zugeben muss, dass ich schon den Sprung von IE6 auf die Version 7 überraschend gut fand. Ich selbst habe aber noch den IE6 auf meinem Rechner aus zweierlei Gründen:
1.) Ich kann nicht auf IE7 updaten, da ich dann ne Fehlermeldung bekomme.
2.) Es hat sich gezeigt, dass ein Blick in den IE6 oft von Vorteil ist. Gesurft wird ausschliesslich mit Firefox=)