“WordPress 3-Theme” – was heißt das eigentlich?

Immer häufiger liest man in der Beschreibung von WordPress-Themes, dass es sich um ein “WordPress 3-Theme” handeln würde. Aber was genau zeichnet so ein Theme eigentlich aus, was kann es mehr?

Version 3 der beliebten Blogsoftware WordPress erschien bereits vor rund anderthalb Jahren im Juni 2010; aktuell sind wir bei der Version 3.3.1 angekommen. Da WordPress 3 eine Reihe an Neuerungen mit sich brachte, ist es durchaus sinnvoll, bei einem Theme darauf hinzuweisen, ob es diese unterstützt oder nicht.

Läuft mein altes Theme weiterhin mit WordPress 3.x?

Ja. Ältere Themes funktionieren auch weiterhin wie gewohnt. Allerdings bringt WordPress ab der Version 3 diverse Funktionen mit sich, die in diesen Themes noch nicht genutzt werden. Ein Nachrüsten lohnt sich also durchaus – sei es durch einen kompletten Themewechsel oder indem man einzelne Features nachträglich einbaut.

Funktioniert ein WordPress 3-Theme mit einer alten WordPress-Version?

Jain. Je nachdem, ob das Theme abwärtskompatibel ausgelegt ist oder nicht, kann es zu Fehlermeldungen kommen, da eine ältere WordPress-Version diverse Funktionalitäten nicht unterstützt. Es empfiehlt sich aber ohnehin, seine WordPress-Installation regelmäßig auf den neusten Stand zu bringen – nicht nur, um in den Genuss eines verbesserten Systems zu kommen, sondern auch aus Sicherheitsgründen.

Werfen wir also einen Blick auf die Features, die ein WordPress 3-Theme auszeichnen:

Menüsystem

Über die sogenannten Custom Menus kann man sich sein Navigationsmenü einfach per Klick zusammenstellen – aus Kategorien, statischen Seiten und externen Links. Die Reihenfolge der Links lässt sich via Drag&Drop ändern.
Dieses Feature findet sich im Backend unter Design » Menüs. Auch mehrere verschiedene Menüs sind möglich.
Im Theme können die einzelnen Menüs dann über die Funktion wp_nav_menu() eingebunden werden.

Mehr über Custom Menus gibt’s im WordPress-Codex.

Formatvorlagen

Eine weitere Neuerung von WordPress 3 sind die unterschiedlichen Beitragstypen. Bis dato unterschied WordPress hier nur zwischen den Artikeln und den statischen Seiten.
Sofern das Theme diese Funktion unterstützt, kann man nun für jeden Beitrag festlegen, ob es sich um einen normalen Eintrag handelt, um eine kurze Statusmitteilung, eine Galerie, oder oder oder. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Für jeden Typ lässt sich sowohl eine spezifische Eingabemaske im Backend, als auch ein eigenes Layout konfigurieren. So könnte man bei einem Galeriebeitrag etwa auf die Anzeige der Sidebars verzichten, um dem Bild möglichst viel Geltung zu verschaffen.

Genaueres zum Thema Formatvorlagen findet ihr im WordPress-Codex.

Taxonomien

Als Blogger kennt man die Sortierung nach Kategorien und die nach Schlagworten. Mit dem Taxonomie-Tool kann man seit WordPress 3 jedoch noch beliebige weitere Klassifikationen verwenden und diese auch hierarchisch gliedern. Ein gutes Beispiel sowie eine ausführliche Anleitung findet ihr in diesem Artikel: hier werden Taxonomien eingesetzt, um Artikel über Computer möglichst sinnvoll nach verschiedenen Kriterien wie Betriebssystem oder eingebauter Hardware zu ordnen.
Im Theme können diese eigenen Taxonomien ähnlich wie die Schlagwörter als Wolke ausgegeben werden oder auch als Archiv mit eigenem Layout, indem man eine Templatedatei namens taxonomie.php anlegt.

Nutzt ihr die WordPress 3-Features?

Aus Performancegründen kann man sich nicht benötigter Funktionalitäten natürlich auch wieder entledigen, indem man die functions.php verschlankt.

Verwendet ihr die spezifischen Funktionen, die WordPress 3 mit sich bringt?

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