Alltag

Stadtkind oder Landei? [Blogparade]

Hier bloggt neontrauma / Anne:

Ich bin Anne Schwarz, 29 Jahre alt. Ich arbeite in Köln und wohne mit meinem Mann, Hund und Katze noch in Leverkusen, bald wieder auf dem Land. Das ♥ schlägt für die Fotografie & das Schreiben. Möchtest du mehr erfahren?

24 Kommentare

  1. schön, dass du dabei bist :) Ich finde es immer interessant, zu sehen, wie unterschiedlich Menschen ticken.
    Ähnlich wie Renate von „Raus ins Leben“, die ja auch mitgemacht hat, habe ich z.B. noch nie so laut gelebt, wie auf dem Land. Das war sicher auch einfach Pech, weil meine Wohnung direkt an der Bundesstraße lag – aber dafür lagen all meine Stadtwohnungen immer viel ruhiger, v.a. die jetzige.

    Auch das mit dem Pendeln – wahrscheinlich ist es wirklich Gewohnheit. Ich bin zwar in einer Kleinstadt (also wohl eher eine mittelgroße…) aufgewachsen, mit großem Garten, damals war auch noch nichts verbaut außenrum, lauter Felder und Wiesen überall – aber dennoch zentral. Mit dem Rad war ich in 10min überall. Ich kann mir gar nicht vorstellen, warum sich jemand das Pendeln antut – für mich der absolute Horror. Für mich war ja immer klar: Wo ich arbeite will ich auch wohnen – und die Arbeit sollte möglichst öffentlich erreichbar sein! Denn ich hasse Autofahren – obwohl ich das auf Landstraßen lieber mache, als in der Stadt.

    Jedenfalls bietet mir die Blogparade interessante Einblicke :)

    LG, Ilona

    1. Autor

      Hallo Ilona,

      klar, es kommt natürlich immer auch drauf an, in welcher Ecke man wohnt. Auf dem Land gibt es teilweise viel mehr Autoverkehr, habe ich den Eindruck – klar, wenn die Öffentlichen so mau aufgestellt sind…

      Liebe Grüße

  2. Hallo Anne,

    über das Blogger Alphabet bin ich auf dich aufmerksam geworden und finde die Aktion echt cool :)!
    Zu diesem Post muss ich sagen, ich bin theoretisch ein Stadtkind (wenn man eine Stadt mit 4.000 Einwohnern mitzählt). Aber es ist eine eher ländliche Umgebung, d.h im Endeffekt war es wie auf einem Dorf aufzuwachsen ;).
    Seit ca. einem dreiviertel Jahr wohne ich jetzt aber in einem richtigen Dorf mit ca. 300-400 Einwohnern und ich muss sagen, das mir das jetzt nicht so richtig was ist, also ich mag zwar die Ruhe, aber dadurch das es eben wirklich nichts gibt, keinen Lebensmittelladen, kein Restaurant oder Hotel, keinen Arzt und keinen Kindergarten ist es halt schon doof.
    Mir hat dein Post dazu sehr gut gefallen :).

    Liebe Grüße
    Anie

    http://anie1990.blogspot.de/

  3. Wie adressiert man denn Post an dein Elternhaus?

    Vorname + Nachname
    Nummer
    PLZ + Ort

    ? :D

    1. normalerweise gehören so kleine Ort ja zu einer anderen Gemeinde, also etwa

      Dorf 23
      00000 Gemeinde

      So kenn ich das zumindest

      1. Autor

        Ja, genau, so ist das da auch.

        Wobei unsere neue Anschrift lustig wird; die Gemeinde heißt Neunkirchen-Seelscheid, weil da diese beiden größeren Dörfer zu einer Gemeinde zusammengefasst wurden, und wir wohnen wiederum in einem Dorf, wo die Straße so heißt wie das Dorf: Brackemicher Straße in Brackemich, also eigentlich dann Brackemicher Str. in Neunkirchen-Seelscheid-Brackemich. Poesie ist nix dagegen. :D

    2. Autor

      Dorf 1
      12345 Gemeinde;)

      Insgesamt hat die Gemeinde rund 14.000 Einwohner, aber die verteilen sich halt auf über 100 Dörfer. ;)

  4. oh jaaa! ohne auto ist man echt aufgeschmissen. bei uns war das komplett normal, dass alle mit 18 ihren Führerschein machen, um nicht von den Eltern abhängig zu sein.

    als ich später bei Koblenz wohnte, hatten so viele menschen gar keinen Führerschein. das konnte ich gar nicht verstehen :D. Und ich hasse es auch durch Städte zu fahren, viel zu viele Autos, zu viele Ampeln und man muss auf soviel gleichzeitig acht geben. ich fühle mich danach so gestresst.

    und ja, die langen Entfernungen waren für uns auch nichts schlimmes. wir sind früher 60km bis zu nächsten Discothek gefahren oder einfach mal nach Luxemburg.

    vlt sollte ich auch einen Beitrag verfassen :D.

    1. Autor

      Gnihi, ja, das kann ich alles 1:1 unterschreiben. :D
      Ich hab meinem Mann schon gesagt, dass ich vor dem Umzug noch ein paar Mal so richtig feiern gehen will, solange man noch mit dem Bus hinkommt und das Taxi zurück weniger als 15 Euro kostet, von solchen Zuständen werden wir nochmal träumen. :D

  5. Ein sehr interessanter Artikel, ich bin vor +/- 50 Jahren auf dem Dorf aufgewachsen, die Eltern hatten kein Auto, also wurde so viel wie möglich mit dem Rad erledigt. Kindergarten ging nicht, 2 km weit weg. Vor der Einschulung musste ich Rad fahren lernen. Die weiterführende Schule in der Kreisstadt war mit dem Bus zu erreichen. Kino ging nicht, der letzte Bus fuhr zu früh. Mit 18 habe ich dann eine Ausbildung in Düsseldorf begonnen und auch mal so richtig Kino, Theater, shoppen und die Altstadt genossen. Auch jetzt lebe ich in einer Großstadt, aber recht ruhig. So richtig auf dem Dorf leben möchte ich eigentlich nicht mehr.
    Liebe Grüße Wilma

    1. Autor

      Hallo Wilma,

      ja, ohne Auto ist man da dann schon wirklich krass eingeschränkt, vor allem mit Kindern… danke für diesen Einblick! :)

      Liebe Grüße

    2. Ach, diese Art „Lebenslauf“ ist in der Blogparade noch nicht vertreten :D Magst Du noch mitmachen? :)

  6. Spannender Post. Wenn ich es schaffe, meinen Blog bis zum 20. wiederzueröffnen, dann schreibe ich vielleicht auch noch was dazu :)
    Aber so viel sei gesagt: ich bin ein Stadtkind durch und durch und Kilometerangaben zu wichtigen Punkten wie Supermarkt oder Haltestelle hören sich für mich absolut schrecklich an :D

    1. Autor

      Haha, sowas höre ich von meinen Kollegen auch öfter. :D

      Auf deinen neuen Blog bin ich übrigens schon sehr gespannt! <3

    2. das geht mir ganz genauso :D
      Würd mich freuen, wenn du dabei wärst!

  7. Ich glaube, für Kinder sind ländliche Gegenden einfach am besten. Wenn man dann älter wird, will man irgendwann in die Großstadt und sobald man etwas Erfahrungen mit dem hektischen Stadtleben gesammelt hat, schätzt man doch wieder die Ruhe oder wenigstens den Kompromiss ;)

    Ich habe auch einen Beitrag zu der Blogparade geschrieben und kam dabei zum Fazit: Kleinstadt-Stadtrand.

    Liebe Grüße

    1. Autor

      Immerhin hat man so alles mal ausprobiert und herausgefunden, was für einen selber am besten passt. ;-)

  8. Wir werden vielleicht bald Nachbarn sein :-)))

    Ich kann vor allem den Auto- und Internetteil Deines Berichts zu 100% unterschreiben :-) Auch die Freizeitgestaltung sah bei mir genauso aus, nur dass ich erst jetzt ein Pferd habe und früher nicht geritten bin :-)

    Ich wollte nie in der Stadt wohnen und mein Mann, gebürtiger Düsseldorfer, nie auf dem Land. Schließlich hat ihnen die Qualität des Landlebens doch überzeugt. Trotzdem möchte er in Autobahn und Köln-Nähe wohnen. Dort wo wir jetzt wohnen fährt man erstmal eine halbe Stunde zur A3. Aber lange Wege bin ich als Landkind ja sowieso gewohnt. Alles ist immer „ein halbes Stündchen“ entfernt. Aber das ändert sich in den nächsten Jahren vielleicht, wenn jetzt alles glatt läuft :-)

    1. Autor

      Hallo Annika,

      ah, das wäre ja cool! Habt ihr denn mittlerweile ein Grundstück gefunden? :)

      1. Hallo Anne,

        wir haben eins gefunden und unterschreiben wohl nächste Woche :-)

        LG Annika


  9. Dorfkind! Ganz eindeutig. Ich könnte alles, was du schreibst, genau so unterschreiben.

    Ich bin in einem Dorf mit 250 Einwohnern aufgewachsen, mitten in einer extrem ländlichen Gegend. Die nächste Stadt hatte 900 Einwohner; die Stadt, in der ich zur Schule gegangen biin 5.000. Mittlerweile gibt es dort auch kein Gymnasium mehr. Leider der Nachteil an extrem ländlichen Gegenden – Schulschließungen. Bei uns werden sie leider im großen Stil betrieben, es fehlen einfach die notwendigen Schülerzahlen. Wir hatten übrigens größtenteils mit 16 schon den ersten Führerschein – Moped oder Traktor. Mit dem Traktorführerschein konnte man nämlich auch Moped fahren und im Sommer dann beim Bauern in der Ernte helfen. ;-)

    Mit 18 bin ich dann zum Studium nach Hannover gegangen – die perfekte Großstadt für Dorfkinder. Hannover fand ich relativ übersichtlich und hatte viel Grün, das ging. An sich habe ich da auch gerne gelebt, nach dem Studium dann aber Arbeit in unserer Kreisstadt bekommen. Also zurück in die Heimat – allerdings in die Kreisstadt mit 35.000 Einwohnern. Ein paar Monate später bin ich dem Herzmann wiederbegegnet (wie man das auf dem Land so ist, man kennt sich schon ewig) und bin ihm in die Kreisstadt des Nachbarkreises gefolgt. Und hier bin ich jetzt – in einer Kleinstadt mit nicht ganz 25.000 Einwohnern. Wir sind auf Haus- und Grundstückssuche, am liebsten wieder auf dem Land. Ich möchte wieder auf’s Dorf.

    Zu deiner Frage, ob Stadtei oder Landkind. Für mich gibt es nur entweder Großstadt oder richtig Dorf, Kleinstadt ist gar nicht meins. Ich hoffe, wir finden bald das richtige Grundstück für uns.

  10. Hey!
    Wir müssen auch gerade die Entscheidung treffen, ob Haus auf dem Land oder Wohnung in der Stadt. Und es wird das Zweite werden. Ich bin auch auf dem Land groß geworden und fand es irgendwann total ätzend. Ich wollte auch mal was trinken, aber nein, ich musste ja immer fahren. Busse fuhren so gut wie nie, meine Freundinnen wohnten ewig weit weg. Ich würde momentan für kein Geld der Welt wieder da hinziehen. Jeder weiß alles über jeden. Boah. ;-)
    Wir wohnen in einem etwas ruhigeren Teil von Frankfurt, sind aber in 15 Minuten in die Stadt gelaufen. Für uns perfekt. Es ist immer was los hier. Es wird nie langweilig. Im Sommer am Main wohnen ist so traumhaft, das würde ich zu sehr vermissen. Und ja, wir haben ein Kind. Das kann aber auch gut in der Stadt groß werden.
    LG Steffi


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