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Die Sache mit dem Mehrwert

Hier bloggt neontrauma / Anne:

Ich bin Anne Schwarz, 29 Jahre alt. Ich arbeite in Köln und wohne mit meinem Mann, Hund und Katze noch in Leverkusen, bald wieder auf dem Land. Das ♥ schlägt für die Fotografie & das Schreiben. Möchtest du mehr erfahren?

23 Kommentare

  1. Treffend und mit den richtigen Worten formuliert!
    Vielen Dank für diese Übersicht,
    Daniela

  2. Mehrwert finde ich an sich schon ein schwieriges Wort. Mehr Wert als was? Als das, was es eigentlich ist? Wenn ich mir Blogs ansehe, die es schon Jahre gibt und die eine große Leserschaft haben, dann fällt mir auf, dass die (meistens) Frauen dahinter zu einer großen Unbekannten geworden sind. Die Artikel sind flach, unpersönlich und massentauglich. Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass man sich bei jedem Post denkt, dass den jetzt dann gleich tausende von Menschen lesen. Das kann auch vergiften. Aber trotzdem ist ein Echo natürlich schön…das Echo soll aber auch nicht so laut sein, dass es deine Worte übertönt. …

    1. Autor

      „das Echo soll aber auch nicht so laut sein, dass es deine Worte übertönt“ – schön formuliert, da ist etwas Wahres dran. :)

  3. Hej Anne,

    schöner Beitrag und ich bin mal in mich gegangen. Als ich damals mit „Sylvis Blog“ begann, war dieser Blog schon ein wenig dazu gedacht, einfache Hilfestellungen zu veröffentlichen. Aber dann mutierte es eher als Gedankenstütze für mich selber … wie habe ich welche Veränderungen in dem Blog vorgenommen? Mit welchen Problemen wurde ich konfrontiert? Dabei habe ich immer Wert darauf gelegt, nicht in der Weise zu schreiben „Ihr MÜSST soundso vorgehen, damit ihr dieses oder jenes Ergebnis erreicht!“ Sondern mehr in der Art „So habe ich es gemacht, aber das ist kein MUSS.
    Der Grund ist, dass ich kein Webdesign- bzw. Programmier-Profi, aber sehr experementierfreudig bin.
    Und irgendwann trudelten dann immer mehr Kommentare von erfahreneren WordPresslern ein, die ergänzende oder auch mal korrigierende Tipps hinterließen.
    Ich sehe darin einen tollen Mehrwert für meine Besucher. :-)

    Ich besitze noch einen Zweitblog, der auch sowas wie den angesprochenen „Katzen- bzw. Tier-Content“ aber auch kleine Aufreger aus dem Alltag enthält. ;-)
    Er ist vielleicht nicht so populär, aber bietet mir die Möglichkeit, etwas lässiger und ein bisschen privater zu schreiben.
    Auch wenn der Zulauf dort nicht so hoch ist, aber diesen Blog möchte ich nicht missen, weil er auch seine Leser findet und auch dort fleißig kommentiert wird. DAS ist für mich als Blogger übrigens ein erhebliches Maß für einen – wenn auch in diesem Blog eher kurzfristigen – Mehrwert.

    Lieben Gruß
    Sylvi

    1. Autor

      Jap – die Kommentare und der Austausch mit den Lesern machen einen Blog erst so richtig lebendig, das stimmt.

  4. Ich hatte selber schon überlegt, mal was über das Thema zu schreiben. Das brauche ich nun nicht mehr, Du hat genau die richtigen Worte gefunden.

    Außerdem hätte das bei mir auch zu einem Buzzword-Bashing ausarten können. Mehrwert, Nachhaltig, Innovativ, Komfortzone – das alles muß ich schon ständig beim Buzzword-Bingo auf der Arbeit abstreichen. All diese Begriffe haben ihre Berechtigung. Nur der inflationäre Umgang damit, bei jedem und allem geht mir persönlich auf den Senkel.

    Daher, noch mal, Du hast es wunderbar auf den Punkt gebraucht. Vor allem, jeder hat sein eigenes Empfinden was Mehrwert für einen persönlich beim Lesen eines Blogs bedeutet. Das auf gewisse Leistungen (ebooks, Tutorials) oder Funktionen zu definieren, wie manche Leute es machen, halte ich für völlig falsch. Wenn der Spaß beim Schreiben auf den Blogleser übergeht, dann ist das doch schon die halbe Miete.

    LG Thomas

  5. Hi!
    Ich beschäftige mich gerade sehr viel mit allem Möglichen… Mehrwert, SEO, Content, tralala…
    Das Problem ist wohl eher wirklich die Konkurrenz mittlerweile.
    Es ist fast unmöglich für mich, rauszustechen und gefunden zu werden… Hoffe, das wird besser!
    Denn ich möchte, dass mein Blog nicht nur das Hobby bleibt, sondern dass ich auch mehr damit verdienen kann. Und mich mehr austauschen kann – und mit mehr Lesern geht das auch besser!
    lg
    Esra

    http://nachgesternistvormorgen.de/

  6. Kleiner Hinweis: Im Tweet wäre „ungleich“ besser gewesen – mit Ausrufezeichen-Istgleich kann ich nix anfangen. Ich sehe nur das Istgleich und bin irrititert, weil du vorher das Gegenteil beschreibst :-)

    Mein Blog soll einen Mehrwert haben und das hat er auch :-) WEnngleich es, je nach Beitrag, ein eher spezieller ist.

    1. Autor

      Ah, danke für den Hinweis, da ist das Informatikerherz mit mir durchgegangen. Hab’s geändert. ;)

  7. Ehrlich gesagt, habe ich vom Mehrwert im Bezug auf Blogs, durch diesen Artikel, zum ersten Mal gehört bzw. gelesen. Bei meinem letzten Layoutwechsel habe ich wohl aber eine Mehrwertveränderung durchgenommen, ohne es wirklich zu wissen. Ich habe festgestellt, dass mir meine alten Beiträge einfach, so wie ich sie bis dahin führte, keinen Spaß mehr bereitet haben und habe mich einfach mal hingesetzt und überlegt, worüber ich wirklich bloggen möchte, was mir Spaß bereiten könnte. Dadurch ist wohl ein passiver Mehrwert entstanden, denn tatsächlich habe ich auch mehr Leser und vorallem kommentierende Leser bekommen. Das war zwar nicht das was ich in erster Linie erreichen wollte, mir ging es ja eher um einen Mehrwert für mich, ist aber auch eine schöne Sache, wenn man Resonanz zu seinen Beiträgen bekommt in die man viel Herzblut gesteckt hat. :)

  8. Schön geschrieben und gut erklärt! Allerdings muss ich auch sagen, so gerne ich Posts mit „Mehrwert“ lese (Tipps & Tricks für den Alltag mag schließlich jeder gerne), so sehr muss hinter dem Blog auch eine Persönlichkeit stehen.
    Ich erlebe es oft, dass Blogs so dem Optimierungswahn verfallen, dass sie am Ende nichts sind, als ein Onlinemagazin. Das ist okay, das lese ich auch – aber ich weiß nicht, wer dahinter steht. Ich identifiziere mich nicht mit der Person und der Mensch tritt in den Hintergrund. Als würde ich einen Artikel in der Brigitte lesen.
    Natürlich KANN man so bloggen.
    Die Blogs, die ich aber wirklich mit Begeisterung lese + regelmäßig kommentiere sind aber die, bei denen ich den Blogger erkenne. Natürlich muss auch hier der Inhalt stimmen.

    Leider wird von manchen Leuten das Bloggen als Hobby abgewertet. „Müll, der das Internet verpestet“ hab ich tatsächlich schon gelesen. Niedliche Katzenfotos braucht keiner, nur harte Fakten zählen. Wer ein Online-Tagebuch betreibt, der verschwendes Webspace!
    Und das sehe ich anders, denn was wirklich „Mehrwert“ ist, das ist eben vom Leser abhängig. Wie du schon schreibst, es gibt informativen Wert, aber auch den Wert des schlichten „Unterhalten-werdens“ und da sind mir auch Katzenfotos oder persönliches Geschreibsel recht. Vorausgesetzt, ich kann den Menschen hinter dem Blog kennen lernen.

  9. Hallo,
    das ist ein sehr guter Artikel! Das Wort „Mehrwert“ ist mir schon öfters in diesem Zusammenhang übern Weg gelaufen, leider eher als Abwertung bedingt durch eben einen fehlenden „Mehrwert“. Wie du es schon beschrieben hast, hängt das aber an der Definition des Wortes. Und die kann für jeden nun mal anders sein. Ich persönlich kann nichts mit 1001 Nagellackfarben anfangen, aber mir tut es nicht weh, wenn 1001 Frauen darüber 1001 Posts verfassen.
    Es wird teilweise gefordert, seine Ressourcen dafür zu verwenden, politische oder rein informative Blogs zu führen anstatt z.B. über den neusten Primark-Haul zu posten. Dabei denk ich mir, weder rettet das eine die Welt, noch richtet das andere sie zu Grunde. Also jedem das seine.

    Ich für meinen Teil nehme als Mehrwert aus einem Blog, wenn ich
    1. tatsächlich was lerne
    2. Unterhalten werde
    3. Ablenkung erfahre.

    Und das kann nun wirklich alles mögliche sein!

    In Bezug auf meinen eigenen Blog hab ich mir diesbezüglich auch meine Gedanken gemacht. Den Mehrwert, den ich bieten kann, kann ich ganz klar benennen. Ich poste über Belangloses, bringe damit aber (ein paar) Leute zum Lachen, was mir auch zurück gemeldet wird. Was mich wiederrum freut, also schaffe ich quasi meinen eigenen indirekten Mehrwert :D

    So, ich geh jetzt Katzenbabysfotos gucken.

  10. daran denke ich oft. Ich denke beim schreiben immer“Was bringt es dem Leser“ ? Gut, ich muss zugeben dass nicht alle meine Posts Mehrwert haben – keine Frage. Aber für mich haben sie dann einen Mehrwert. Mein Blog führe ich hauptsächlich auch für mich als Therapie quasi ;)

  11. Hallo Anne,

    wie immer ein sehr guter Beitrag! Ich selbst führe einen Literaturblog und der lebt natürlich von Rezensionen. Die wiederum bieten meinen Lesern bestenfalls einen Mehrwert. Und ich selbst habe viel Spaß beim Bloggen, also gibt es auch Mehrwert für mich :)

    Liebe Grüße,
    Fraencis

  12. Die Unterscheidung zwischen passiv und aktiv finde ich klasse. Das bringt es für mich auf den Punkt.

    Und was mir sehr positiv aufgefallen ist: Hier liefern sogar die Kommentare (fast) alle noch einen Mehrwert zum Artikel. So wünschen wir uns das doch alle ;) Spricht eindeutig für dich und deine Art Mehrwert zu schaffen.

  13. „Mehrwert“ klingt für mich irgendwo nach „padägogisch wertvoll“. Ich hoffe einfach, dass mein Blog auch ein bisschen Substanz hat. Ich denke gerne über viele Dinge nach und möchte darüber reden. Die Gedanken loszuwerden und vielleicht neue Gedanken dazuzugewinnen ist für mich ein Mehrwert. Und ich bin glücklich, wenn vielleicht auch jemand anderes ins Grübeln kommt. Dann ist mein Auftrag erledigt. Ansonsten soll das Ganze einfach nur Spaß machen.

  14. Begriffe wie „Mehrwert“ und spannender „Content“ sind meiner Meinung nach Unworte aus dem Blogmarketing. Trotzdem nutze ich sie auch dauernd, weil ich einfach keine besseren Begriffe kenne.

    Die Leserorientierung halte ich für einen Blogger zwar wichtig, aber sie ist bei weitem nicht alles! Den genauso wichtig halte ich auch das der Blogger nicht zu kurz kommt. Was für Leser „Mehrwert“ ist stellt sich oft erst später herraus.

    In meinem Blog hat nicht jeder Artikel den 100%igen „Mehrwertfaktor“ für den Leser. Na und? Manche Artikel schreibe ich aus reinem Ego interesse und weiß dann schon das diese nicht so oft gelesen werden. Das ist besonders bei speziellen Foto-Ausstellungsthemen der Fall. Auch bei manchen Off-Topic-Artikeln.

    Es stimmt zwar das jeder Blogger auch schreibt um gelesen zu werden. Bei mir ist das aber nur zu 50% der Fall.

    Ich schreibe auch um einfach zu schreiben. Wenn es gelesen wird freut es mich, wenn nicht geht für mich auch nicht die Welt unter.

    Schöner Artikel & Beste Grüße



  15. Toller Beitrag, sehr treffend und schön formuliert.
    Ich liebe deine „Ausdrucksweise“ und Art zu schreiben. Deine Beiträge haben mir bis jetzt schon sehr geholfen. (:

    Liebe Grüße
    Denise

    1. Autor

      Hallo Denise,

      danke, das freut mich! :)

      Liebe Grüße
      Anne

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