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Montagsfrage: Glaubwürdigkeit von Bloggern?

Hier bloggt neontrauma / Anne:

Ich bin Anne Schwarz, 29 Jahre alt. Ich arbeite in Köln und wohne mit meinem Mann, Hund und Katze noch in Leverkusen, bald wieder auf dem Land. Das ♥ schlägt für die Fotografie & das Schreiben. Möchtest du mehr erfahren?

16 Kommentare

  1. Ein sehr gutes Thema! Du hast auch gut die kritischen Punkte hineingebracht!

    Zu Werbebanner: „Weniger ist mehr“ – Ganz klar! Eine Webseite mit vielen Bannern, verschiedener durcheinander gewürfelt und in verschiedenen Größen, welche animiert, welche nicht – finde ich grausig. Wenn ich jetzt solch eine Werbung schalten würde, würde ich dadrauf achten, dass die Werbung an meinen Interessen anknüpft – eventuell würde ich auch schauen kleinere Unternehmungen damit zu unterstützen. Vielleicht ein kleiner Onlineshop, der Fotosachen verkauft oder den Banner eines kleines Verlages (Wobei ich beides erstmal unter die Lupe nehmen würde, ob ich da auch einkaufen würde bzw. Bücher kaufen würde)

    „Overlay Werbung“ – Absolute. Nervig. Auch diese „Facebook-Fan werden“-Dinger. Weckt in mir so ein Gefühl von: „Will nur Geld/Klicks“.

    Das Amazon-Programm finde ich gut! Da mach ich auch selber mit. Das praktische an diesen Links ist halt, dass ich dann gegebenenfalls „gute Bücher“ gleich auf meine Wunschliste setzen kann, mit wenig Aufwand und sozusagen etwas Gutes tu – vielleicht den Webspacekosten für den Blog decken XD

    Gesponsorte Artikel sind so eine Sache. Vor kurzem entdeckte ich in meinen Google Konto ne Mail von einem Verlag mit einfach nem Link zu nem eBook. Ich habs gelesen und dem Verlag eine Kurzrezension geschickt, mit der Anmerkung, dass er nun entscheiden dürfte – warum habe ich den Ball an den Verlag zurück geworfen: Weil ich auch wissen möchte: Wieso ich? Was stecken da für Menschen dahinter? Und vor allem: Wie reagieren sie auf negative Kritik (Das Buch war Mist)

    Ich bin halt wirklich so eher eingestellt: Weniger ist mehr.
    Das ist auch der Grund weswegen ich Beauty- und Fashionblogs nicht mag: Auf ihnen wird hauptsächlich ein Produkt nach dem anderen vorgestellt, das wirkt für mich eher so „gekauft“.

    Über das Thema könnte man stundenlang quasseln.

    1. Autor

      Oh ja, diese facebook-PopUps stehen auf meiner Hitliste der No-Gos auch ganz weit oben. Vor allem: ehe ich irgendwas von der Seite sehen kann, versperrt mir so ein dusseliges PopUp den Blick und verlangt, dass ich die Seite like. Quasi auf Verdacht. Is‘ klar… ^^

  2. Sehe ich genauso. Mich stört es nicht wenn Werbebanner o.Ä an der Seite eingebunden sind. Ebenfalls nicht wenn es auch Produkttests gibt – allerdings wenn diese zum Thema her passen und ehrlich sind.Und nicht banal „Ich habe XY getestet“ sondern am besten verpackt mit einer Geschichte oder Erzählung!
    (Mache ich auch gerne) Zudem sollte es nicht zu oft solche Beiträge im Blog vorkommen… maximal 1 imMonat, das wäre glaubhaft.

    PS: habe eben deinen Blog per zufall entdeckt und abonniert:) Du schreibst wirklich gut und es ist angenehm zu lesen! (SELTENHETSWERT!)

    1. Autor

      Danke für die Blumen! :o)

      Als Geschichte verpackte Produkttests oder Werbungen finde ich auch ganz witzig… vor einiger Zeit bin ich da über eine wirklich gut gemachte Werbung für ein Bügeleisen gestoßen, die zwei Bloggerinnen zusammen als 50er-Jahre-Fotocomic umgesetzt hatte. Doof, ich find das auf die Schnelle gerade nicht mehr, aber das war wirklich sowohl lustig, als auch individuell umgesetzt (und man merkte, wie viel Aufwand dahintersteckte).

  3. Hey ;)

    Sogesehen verdiene ich damit Geld: Manchmal bekomme ich Rezensionsexemplare von den Verlagen. Ich bin Buchbloggerin. Aber ich bekomme kein Bargeld – sowas finde ich nicht gut, da ich mir schnell denke, dass die Blogger dann die PRodukte nur besser bewerten, wenn sie dafür Geld bekommen.

    LG
    Tabea
    http://www.mydailybooks.blogspot.com

    1. Autor

      Hast du denn dann beim Rezensieren den Gedanken im Hinterkopf, dass du das Buch nicht zu schlecht bewerten solltest, weil es dir ja kostenlos zur Verfügung gestellt wurde?

  4. Verdiene kein Geld mit meinem Blog. Und Rezensionsexemplare von Videospielen kann ich mir wohl auch abschminken, bis ich X00.000 Besucher habe. Finde es allerdings nicht schlimm, wenn Werbung geschaltet wird. Sollte sich dann aber auf Banner beschränken. Keine Overlays oder Popups und bloß keine Geräusche.

    Nur Produkttests zu lesen stört mich ebenso. Aber weniger, weil ich dann der Ansicht wäre, der Blogger wäre gekauft, sondern eher, weil mich die Tests, genau wie du schon gesagt hast, kaum interessieren.

  5. Ich finde es in Ordnung, mit dem Blog auch eine Einnahmequelle zu erschließen, aber nicht um jeden Preis. Wie von anderen schon erwähnt, sind Overlays absolut nervtötend, und Pop-Ups erträgt ja auch niemand mehr – wer sowas noch schaltet, ist irgendwie in der Vergangenheit hängen geblieben. Ich möchte aber auf einem Blog nicht, oder zumindest nicht häufiger, Produktrenzensionen lesen. Ein Blog ist etwas persönliches, etwas, was man mit der Welt, mit seiner Leserschaft teilt, etwas, wo man andere an seinem Leben und seinen Erfahrungen teilhaben lässt. Wie persönlich kann ein Blog noch sein, wenn das Hauptaugenmerk auf dem Geldverdienen liegt? Wenn zu einer so breiten Palette von Produkten geschrieben wird, das man unmöglich annehmen kann, das habe etwas mit dem Alltag, mit dem Leben der Person zu tun? Bezahlte Artikel machen mich immer skeptisch. Ein bißchen Zwickmühle ist doch immer dabei. Selbst wenn der Artikel als bezahlt markiert ist, wenn der Blogger damit seine Kasse aufbessern möchte, kann er es sich nicht leisten, hintereinander zehn Produkte zu verreissen. Dann kommt keiner mehr auf ihn zu. Wenn ich mir etwas kaufe und dann zufrieden damit bin oder gar begeistert, schreibe ich etwas darüber: als Rezension bei Amazon zum Beispiel, oder als Produktbewertung bei Rose Radsport, wo ich recht viel einkaufe. Aktiv auf einen Hersteller zugehen, und um ein kostenloses Exemplat von wasweißichwas zu bitten, nur um es umsonst zu bekommen, ist für mich…ja, Bettelei. Wenn ein Hersteller von Produkt XY auf mich zu kommt, damit ich darüber schreibe, und es ist etwas, wo ich nie auf die Idee käme, es zu kaufen, käme auch nicht in Frage. Bei den oben erwähnten Buchrenzensionen sehe ich das anders. Ein Buch zur Verfügung gestellt zu bekommen, es zu lesen, darüber zu schreiben, ist etwas anderes. Wobei ich mich gerade frage, warum das so ist. Vielleicht, weil ich selber so gerne lese. Und es somit ein natürlicher Bestandteil meines Lebens ist. Was bei einer Rezension über Vollkornnudeln eben nicht der Fall wäre. Wo also die Grenze ziehen? Vielleicht muss es sich die Waage halten, es sollte nicht ein absurd breites Spektrum an Produkten vorsgestellt werden, die bezahlten Artikel müssen gekennzeichnet seit, und es muss glaubwürdig bleiben. Affiliate Links, ja, Werbebanner auch. Hier und da ein Produkttest, der eine gewisse Verbindung zum Blogger aufweist. Dann ist es okay. Aber ich wäre immer sehr leicht von einem zuviel an unpersönlich-werbendem aus der Leserschaft eines Blogs vertrieben.

    1. Autor

      Über das Thema haben wir ja gestern schon kurz geredet. ;) Ich vertraue den Amazon-Bewertung (oder denen auf anderen großen Plattformen) nur sehr begrenzt. Aus meiner eigenen Erfahrung habe ich den Eindruck, dass man dort fast nur dann etwas schreibt, wenn man aus irgendeinem Grund nicht ganz zufrieden ist mit dem Produkt. Asche über mein Haupt, ich tippe da auch nie etwas, wenn ich zufrieden bin. *hust* Zudem sind dort, wo man so anonym Bewertungen tippen kann, wahrscheinlich auch viele fingierte Rezensionen dabei, die von den Herstellern beauftragt wurden. Da ist mir ein Blog lieber, wenn ich den Blogger schon durch andere Beiträge her „kenne“ und den Eindruck habe, dass er seine ehrliche Meinung abgibt.


  6. Glaubwürdigkeit von Bloggern | Das Helmut Webdings
  7. Interview mit Anne Mühlbauer seitens Ikiru.de

  8. Das war der Oktober | Das Helmut Webdings

  9. Hallo :)

    Ein wirklich interessanter Artikel – danke dafür!

    Ich bin selbst Buchbloggerin und beziehe regelmäßig Rezensionsexemplare. Bezüglich Deiner Frage an Tabea: ja, man macht sich natürlich seine Gedanken, ABER irgendwann überwindet man das. Außerdem spreche ich aus Erfahrung, wenn ich sage, dass im Bereich Buch oder Film gerade Verrisse zum Kauf animieren können. Nicht unbedingt, wenn das Buch oder der Film nur schlechte Bewertungen bekommt, aber wenn sich das die Waage hält, dann ist das nur natürlich. Nur weil ich ein Buch liebe, muss das ja nicht dem Rest der Welt ebenso ergehen, also ist es auch kein Problem, ein RE schlecht zu bewerten. Die Hauptsache ist doch, dass wir ehrlich sind und unsere Kritik begründen.

    Generell finde ich es eher lästig, dass wir deutschen Blogger bei dem Thema Bezahlung so empfindlich sind. Wir stecken so viel Arbeit da rein und machen billig Werbung – da haben wir uns unsere Bezahlung verdient. Ob diese nun in Form von kostenlosen Produkten oder barem Geld erscheint, sollte dabei keine Rolle spielen. Ich habe auch nichts gegen Produkt-Tester. Wenn ich einen Blog nur dafür eröffne, das Ganze gut strukturiere, sodass jeder schnell den Bereich finden kann, der ihn interessiert – warum nicht? Es kann doch auch Spaß machen, die verschiedensten Dinge zu testen und wenn man damit Geld verdienen kann, ist das doch wohl ein wundervoller Nebenjob ;)

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